Sein Leben hinterlässt Spuren

«Wenn er stirbt, dann für etwas Grosses»

Zach Sobiechs Mutter Laura betete: «Okay, Gott, du kannst ihn haben. Aber wenn er sterben muss, will ich, dass es für etwas Grosses ist. Ich will, dass das Leben von jemandem für immer verändert wird.»

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Zach Sobiech
Zach Sobiech war 14 Jahre alt, als bei ihm Osteosarcoma diagnostiziert wurde, eine seltene Form von Knochenkrebs. Als seine Mutter davon hörte, atmete sie tief ein, doch ein leiser, aber kraftvoller Frieden füllte ihre Seele. Sie wusste, dass sie vor einer Wahl stand. «Ich konnte wählen zwischen Gott, der alles weiss und die Kontrolle hat oder ich konnte untergehen und wütend sein, dass dieser Horror uns geschieht.» Sie habe gewusst, dass Gott präsent war und entschied sich, ihm zu vertrauen.

Drei Jahre kämpfte Zach mit dem Krebs. Dann sagten die Ärzte, dass es nicht gut aussehe. Die Behandlung habe keine Wirkung mehr. Zach gewann Frieden im Glauben, dass Gott einen Plan hat und sein Leiden nicht grundlos ist. Seine Mutter betete: «Okay, Gott, du kannst ihn haben. Aber wenn er sterben muss, will ich, dass es für etwas Grosses ist. Ich will, dass das Leben von jemandem für immer verändert wird.» Danach sei ihre Seele befreit gewesen. Denn sie habe gewusst, dass Gottes Willen geschieht.

Lieder zum Abschied

Bald sollten es nur noch Monate sein, die Zach zu leben hatte. Laura empfahl ihm, Briefe an die Familie und Freunde zu schreiben, um sich zu verabschieden. Doch stattdessen entschied er sich, Lieder zu schreiben. Er hatte seit dem elften Lebensjahr Gitarrenunterricht genommen. Sein Gitarrenlehrer empfahl ihm, seine Emotionen durch das Schreiben von Liedern auszudrücken. Zach befolgte den Rat. Einer der Songs heisst «Clouds» («Wolken»).

Laura erinnert sich, die Worte zu dem Lied auf einem zerfallenen Stück Papier auf dem Boden zu Zachs Schlafzimmer gefunden zu haben. Sie war tief bewegt von den Zeilen und ermutigte ihren Sohn, diese Idee weiterzuverfolgen. Er spielte eine Rohversion, die er mit seinem Handy aufgenommen hatte. Sie dachte: «Dieser Junge ist durch mehr Schmerz gegangen, als er je verdient hätte und er focht seine Kämpfe mit Gott aus – und er hat es in etwas Besonderes gewandelt.» Sie wusste, dass sie in ein Studio gehen musste, um das Lied für immer festzuhalten. Dies geschah beim Gitarrenlehrer, der dazu ausgerüstet war. Anschliessend verbreitete Laura das Lied im Familien- und Freundeskreis.

Das Radio klopft an

Ein Anruf eines Lokalradios folgte. Der Sender wollte Laura und Zach interviewen, um Geld für die Kinderkrebsforschung und ein Kinderspital zu sammeln. Sie fragten, ob Zach das Lied spielen könne. Das Lied fand Anklang. Zwei Tage später kam ein Anruf von Dan Seeman, dem Manager des Radios («Hubbard Radio Broadcasting»). Er war so berührt von der Botschaft der Hoffnung, die Zachs Song ausstrahlte, dass er anbot, «Clouds» in einem professionellen Studio zusammen mit Profimusikern aufzunehmen. Auch ein Video wurde gedreht. Laura erinnert sich: «Es war einer dieser Tage, die nicht oft geschehen, wenn Menschen für etwas zusammenkommen, das grösser ist, als man selbst und grösser als alle zusammen.»

Im Monat darauf, mittlerweile im Dezember 2012, startete das Radio die Sammelaktion. Das aufgezeichnete Interview wurde gesendet und auch das Lied. Die Lokalzeitung widmete Zachs Geschichte die Titelseite. Und auf der Webseite wurde das Video verlinkt. Die Reaktionen waren überwältigend und überraschend. Einige Konzerte folgten, ein paar weitere Lieder wurden aufgenommen und eine CD namens «Blueberries» wurde veröffentlicht.

Die Geschichte geht um die Welt

Als nächstes klopfte «CNN» an. Auch dort veröffentlichte man Zachs Geschichte. Die «Broadcast Music Inc.» (BMI) war so berührt, dass der junge Musiker unter Vertrag genommen wurde. Laura: «Wir gaben unser Bestes, um im Moment zu leben und uns an der Gegenwart zu erfreuen. Seine Geschichte ging um die Welt.»

Am 20. Mai 2013 verlor Zach den Kampf gegen Krebs. Er starb. Sein Lied «Clouds» erreichte den ersten Platz in den Billboard-Charts, der weltweit wichtigsten Hitparade.

Der «Zach Sobiech Osteosarcoma Fund» wurde ins Leben gerufen, um Aufmerksamkeit und Geld für Kinder zu generieren, die an dieser Krankheit leiden. Zach hinterlässt ein Erbe, das noch lange Bestand haben und vielen Menschen helfen wird.

Zachs Abschiedslied «Clouds»:

Webseite:
Zach Sobiech
Zachs Gesichte bei CBN (englisch)

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Datum: 14.05.2014
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch / CBN

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