Unternehmer Wayne Huizenga

Ich hatte alles und doch nichts

Wayne Huizenga hatte alles erreicht, wovon ein Mensch träumt. Er besass Geld, Macht und sein Unternehmen lief besser als man es sich vorstellen kann. Doch trotz allem fühlte er sich unbefriedigt und leer. Bis er eines Tages fand, was ihm so lange gefehlt hat.
Wayne Huizenga

Mein Vater war ein erfolgreicher Unternehmer und schon immer wollte ich so sein wie er. Ich wollte die selben Autos fahren, wie er. Einen Privatjet haben wie er und ich wollte, dass die Menschen zu mir aufsahen, wie sie es bei ihm taten.

Ich sah meinen Vater nicht oft. Er war damit beschäftigt, sein Imperium aufzubauen. Als ich erwachsen war, fing auch ich an, in einem Start-Up Unternehmen für meinen Vater zu arbeiten: Blockbuster Video.

Immer bergauf

Die Firma lief phantastisch. Wir machten unglaublich viel Geld damit. Ich wurde reich. Ich kaufte mir meinen Privatjet, eine tolle Angel-Yacht, ein grosses Haus. Ich hatte ein super Einkommen, besass Macht, hatte eine schöne Frau und fühlte mich unbesiegbar. Ich sagte alles, was mir in den Sinn kam und war total selbstzentriert. Ich tat, was mir gefiel, koste es, was es wolle. Das war mein Leben. Ich tauchte in alles ein, was diese Welt zu bieten hat. Und trotzdem bekam ich nie genug.

Ich war nie zufrieden. Ich kam nie an den Punkt, an dem ich dachte: Jetzt ist gut, jetzt habe ich genug. Ich war zwar schon irgendwie glücklich, aber dennoch unerfüllt. Ich war wie verloren in der grossen, weiten Welt. Irgendetwas fehlte mir.

Ein U-Boot, ein Freund und ein Buch

Eines Tages riefen mich ein paar Freunde an und sagten: «Hey, wir haben die Möglichkeit, in einem U-Boot zu cruisen und planen einen dreitägigen Unterwassertrip von South Carolina nach Florida. Willst du mitkommen?»

An Bord lernte ich den Kapitän kennen und zwischen uns entwickelte sich eine Freundschaft. Er nahm mich gelegentlich mit seinem U-Boot mit und ich lud ihn manchmal zu Angeltrips auf meine Yacht ein. Der Mann faszinierte mich. Er strahlte einen Frieden aus. So einen Frieden hatte ich sonst noch bei niemandem gesehen.

Ich fing an, ihm Fragen zu Leitung und Management zu stellen. Ich dachte mir, wer könnte besser darüber Bescheid wissen als einer, der sechs Monate lang 120 Männer unter dem Ozean anführte. Und jedes Mal, wenn ich ihn zu Führung befragte, holte er seine Bibel raus.

Eines Tages fasste ich mir ein Herz und fragte ihn, warum er so anders sei. Seine Antwort war eigenartig. Er sagte: «Wayne, du hast eine Leere in deiner Seele. Alles was du für dich tust, fällt in diese Leere und verschwindet. Obwohl du mit allem, was du machst, versuchst, dieses Loch zu stopfen. Aber die einzige Möglichkeit, diese Leere zu füllen, ist durch eine Beziehung zu Gott.»

Ich wunderte mich. Könnte er recht haben? War die Antwort auf alle meine Unzufriedenheit eine Beziehung zu Gott?

Der Selbstversuch

Als ich nach Hause kam, beschloss ich, einfach mal in einen Gottesdienst zu gehen. Der Pastor hielt eine beeindruckende Predigt. Und am Ende sagte er: «Glauben Sie daran, dass Ihr Leben einen Sinn hat? Dass Gott sich dafür entschieden hat, dass Sie geboren wurden? Glauben Sie daran, dass er einen Plan für ihr Leben hat?» Und obwohl viertausend Menschen da waren, fühlte ich mich, als würde der Prediger direkt zu mir sprechen.

Ich wusste, was ich tun musste, obwohl eine Stimme in mir sagte: «Junior, mach dich nicht lächerlich.» Aber das war mir egal. Ich machte mich auf den Weg zum Altar, schritt den Kirchengang hinunter bis ich ganz vorne war und fiel auf meine Knie. Und dann fing ich an zu weinen. Ich, der grosse Manager weinte! Ich bat Jesus mit sehr einfachen Worten in mein Leben, sagte ihm all die Dinge, die mir leid taten und dass ich wissen wollte, was sein Plan für mein Leben ist. Ich wollte so sehnlichst eine persönliche Beziehung zu ihm haben, wenn er sie mit mir haben wollte.

Das alles war so kraftvoll, wie ich es noch nie erlebt hatte. Und dieses Mal war nicht ich derjenige, von dem die Macht ausging. Es war die Gegenwart von Jesus, die ich spürte. Die Kraft des Heiligen Geistes. Die Macht, die verändert. Und tatsächlich veränderte sich einiges in meinem Herzen und meinen Gedanken.

Verändert und neu

Heute hat das Wort «Erfolg» an ganz neuer Bedeutung für mich gewonnen. Erfolg bedeutet für mich, dass ich eines Tages, wenn ich sterbe, Jesus sehen werde. Dass er mich dann anschaut und zu mir sagt: «Gut gemacht, mein guter und treuer Sohn.»

Es ist so ein Geschenk, dass ich leben darf. Und dass ich die Chance bekommen habe, Jesus kennenzulernen und etwas Gutes aus meinem Leben zu machen. Ich habe die Möglichkeit erhalten, Jesus nachzufolgen und eines Tages ein ewiges Leben zu leben. Das ist besser als Geld, Erfolg und alles, was diese Welt zu bieten hat. 

Datum: 31.08.2013
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: I am second

Publireportage
Werbung
Livenet Service
Werbung