Die Macht des Gebets

«Jesus berührt so viel tiefer, als es Esoterik vermag»

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Sie war tief verstrickt in der New Age-Bewegung, arbeitete als Astrologin und war Vorsitzende des Esoterik-Komitées in Atlanta. Doch als Marcia Montenegro die Macht des Gebets eines Christen erlebt, nimmt ihre spirituelle Reise eine dramatische Wende.

Schon als Jugendliche interessierte ich mich für andere Religionen und hatte immer wieder ich das Gefühl, dass ich übersinnliche Fähigkeiten habe. Nach meinem Schulabschluss zog ich nach Atlanta und belegte Kurse, die das Bewusstsein erweitern sollten. Ich wollte wissen, was es mit dem Übernatürlichen auf sich hat.

Auf dem Weg in die Esoterik

In den Kursen lernte ich bestimmte Techniken, Gebetsformeln, Möglichkeiten für physische Heilungen und Meditation. Am letzten Abend wurde uns gesagt, dass wir nun unserem «spirituellen Meister» begegnen würden, der uns den Rest  unseres Lebens begleiten würde. Während der Meditation sah ich einen weisen, freundlich aussehenden Mann. Ich glaubte, dass er von nun an immer bei mir sein und mich beschützen würde, was sich Jahre später leider als Trugschluss herausstellte.

Ich schloss mich einem Tibetisch-Buddhistischen Zentrum an. Dort meditierte ich und tauchte tief ein in alles, was Esoterik zu bieten hat. Es zog mich magisch an, es rief mich förmlich. Und ich dachte, dass ich diese Gaben habe, um anderen Menschen damit zu helfen.

Ich begann Astrologie zu studieren, was an der Universität in Atlanta unterrichtet wird. Ich bestand die Prüfungen und war nun diplomierte Astrologin. Langsam baute ich mir einen Kundenstamm auf. Und irgendwann wurde ich sogar zur Vorsitzenden der Prüfungskomission für Astrologie gewählt und war in der Szene ganz oben angekommen.

Vom Christentum hielt ich damals überhaupt nichts. Ich kannte zwar einen New-Age-Jesus, der die «Offenbarung aus der Zeit der Fische» war und ein geistlicher Führer, ähnlich wie Buddha, aber mit der Bibel hatte das wenig zu tun.

Undercover-Astrologin

Einer meiner Kunden bat mich, halbtags in seiner Firma zu arbeiten. Ich sollte ihm astrologischen Rat zu seinen Mitarbeitern geben und anhand ihrer Geburtsdaten ihre Fähigkeiten ausrechnen. Keiner im Büro wusste, dass ich dort als Astrologin beschäftigt war und damit niemand skeptisch wurde, dachte sich mein Chef für mich eine allgemeine Berufsbezeichnung aus.

In der Firma lernte ich einen jungen Mann kennen, Jeff Mc Cord. Wir verstanden uns ganz gut und unterhielten uns von Zeit zu Zeit. Ich wusste, dass er Christ ist, aber er war eigentlich «ganz normal». Er erzählte mir zwar schon, dass er in die Kirche geht, aber er lud mich nie ein, mitzukommen oder drängte mich dazu, Astrologie aufzugeben. Er war einfach extrem freundlich, nett und interessierte sich scheinbar wirklich dafür, wie es mir geht.

Was ist dran an Jesus Christus?

Eines Tages geschah etwas Eigenartiges. Ich spürte plötzlich einen Drang in mir, in eine Kirche zu gehen. So sehr ich versuchte, dieses komische Gefühl zu unterdrücken, irgendwie liess es mich nicht los. Also suchte ich mir eine Kirche im Stadtzentrum und ging hin. Und obwohl ich mich dort ziemlich fehl am Platze fühlte, zog es mich immer wieder in diese Kirche.

In einem Gottesdienst spürte ich plötzlich überwältigende Liebe, die wie von oben auf mich herabstürzte. Ich war völlig verwirrt und konnte das nicht einordnen. Es war keine Einbildung, nicht bloss ein Gefühl. Ich verstand, dass mir der Gott der Bibel sagen und zeigen wollte, dass er mich liebt! Ich war so überwältigt davon, dass ich anfing zu weinen. Ich spürte seine Liebe intensiv, aber ich wusste nicht, was das alles bedeutete. Ich blieb den ganzen Gottesdienst und kam am nächsten Sonntag wieder. Ich spürte, dass ich  hingehen musste, weil es wichtig für mein Leben war.

Eine Entscheidung steht an

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Marcia Montenegro
Ich war überzeugt, dass es in Ordnung ist, gleichzeitig Christ und Buddhist zu sein. Im Grunde wollten beide Religionen ja etwas Gutes. In der Kirche ging ich in eine Bibelstunde, in der das Markus-Evangelium durchgenommen wurde. Und gleichzeitig arbeitete ich weiter als Astrologin und ging zu den Esoterischen Treffen.

Nach und nach bekam ich aber den Eindruck, dass Gott Astrologie nicht gut findet. Erst versuchte ich, das zu ignorieren, aber das Gefühl in mir wurde stärker. Um eine Antwort zu bekommen, ging ich zum Pfarrer. Er las mir Passagen aus dem Alten Testament vor, dass Gott Götzendienst verabscheut. Ich begriff nicht ganz, was das mit mir und meiner Frage zu tun haben sollte. Doch irgendwie spürte ich, dass ich mich entscheiden musste.

Wie sollte es also mit mir weitergehen? Wollte ich wirklich die Astrologie und damit auch meinem Beruf, für den ich lange studiert hatte, aufgeben? Tief in mir spürte ich, dass ich bei Gott die Antworten und die Geborgenheit finden würde, nach der ich in der Astrologie vergeblich gesucht hatte. So fing ich an, auch daheim die Bibel zu lesen, jeden Abend ein kleines Stück.

Jesus Christus ist Gottes Sohn!

Eines Abends las ich die Geschichte, in der Jesus mit seinen Jüngern auf dem See Genezareth ist und ein riesiger Sturm aufzieht. Jesus befiehlt dem Sturm, still zu werden und das Gewitter hört schlagartig auf. Das beeindruckte mich sehr. Ich las die Geschichte immer wieder und plötzlich begriff ich, dass Jesus der Sohn Gottes ist! Er war wirklich der Retter!

Ich erkannte, dass mich mein spiritueller Weg eigentlich immer weiter weg von Jesus geführt hatte, von dem wahren, lebendigen Gott. Und ich begriff, dass ich gerettet werden musste. In diesem Moment vertraute ich Jesus mein Leben an.

Das fehlende Puzzlestück

Ein paar Monate später begegnete ich meinem christlichen Kollegen auf der Strasse und erzählte ihm, dass ich Christ geworden war. «Ist doch eigenartig», sagte ich, «noch vor ein paar Monaten war ich Astrologin und jetzt bin ich Christ. Dabei habe ich nie vorgehabt, Christ zu werden!»

Jeff lächelte mich an und antwortete: «Naja, vielleicht hat jemand für dich gebetet...» Ich wusste nicht, wer für mich hätte beten sollen, bis ich ihn anschaute und fragte: «Hast Du etwa...?»

Jeff erzählte mir, dass er und seine Gemeinde regelmässig für mich gebetet hatten. Ich konnte nicht fassen, welche Macht Gebet hatte.

Der endgültige Schlussstrich mit Esoterik

Als ich aus der Astrologie-Szene ausstieg und alle meine esoterischen Bücher wegwarf, stellte ich bestürzt fest, dass niemand meiner alten Freunde mehr etwas mit mir zu tun haben wollte. Wir hatten nichts mehr gemeinsam. Aber ich fühlte mich tief verwurzelt in der Liebe Gottes und wusste, Gott würde mich versorgen. Seine Liebe war mir wie ein Anker.

In der Esoterik ist man immer auf der Suche, weil es keine wirklichen Antworten gibt. Aber Gott hat mich eindeutig vom falschen Weg geholt und mich an seine Hand genommen. In Jesus fand ich tiefe Liebe und Sinn im Leben. In ihm ist Klarheit und Wahrheit. Wie gut, dass Jeff für mich gebetet hat!

Inzwischen hält Marcia Montenegro Vorträge über ihr Leben und über die Gefahren, die sich hinter der Astrologie verbergen. Sie ist Gründerin des Vereins CANA (Christian Answers for the New Age – Die christliche Antwort auf Esoterik) und schreibt Bücher zu diesem Thema.

Zum Thema:
Esoteriker lernt Gott kennen
«Esoterik kennt keine Moral»
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Datum: 19.02.2013
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Baptist Press

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