Neues Internetportal

Treue statt Seitensprung

Als Gegenstück zu den vielen «Fremdgeh-Portalen und Seitensprung-Seiten» hat der Frankfurter Therapeut Johannes Faupel die Internetseite «statt Seitensprung» aufgeschaltet.

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Wenn Nutzer bei «Google» den Begriff «Seitensprung» eingeben, liefert die Internet-Suchmaschine etwa 7‘270‘000 Ergebnisse zum Thema. Ein solches Überangebot, verstärkt den Eindruck, dass Treue, Ehe und Verlässlichkeit «out» sind. Einen Kontrapunkt in dieser Beziehung möchte Johannes Faupel mit seinem neuen Internetportal «statt-seitensprung» setzen.

Kein erhobener Zeigefinger

Die Seite möchte er aber keineswegs mit dem erhobenen Zeigefinger betrieben wissen, sondern in Sympathie für menschliche Schwächen. Einer der Auslöser für Faupel, der bis jetzt überwiegend als freier Texter und Gestalter arbeitete, war ein Fall aus seinem persönlichen Umfeld. Ein Freund, dessen Ehe kurz vor dem Bruch stand, bat ihn, ihm zu helfen: «Damals habe ich festgestellt: es sind immer wieder dieselben Themen, deretwegen sich Paare zerstreiten. Da habe ich angefangen, mich intensiver damit zu beschäftigen.»

David gegen Goliath

Faupel ist sich auch bewusst, dass sein Angebot nur ein ganz kleiner Tropfen auf einen ganz heissen Stein ist: «Wenn ich bedenke, wie viel Geld in diesen Sektor investiert wird, dann ist das Portal bestenfalls ein David, aber der könnte durchaus etwas bewirken.»

Mit seiner Seite hofft Faupel, «dass diesen Geschäftemachern Menschen von der Schippe springen» und sich gegen das Fremdgehen und für ihre Beziehung entscheiden. «Die Seite ist eine Einladung, sich zu überlegen, ob man die Risiken einer Aussenbeziehung eingehen will.» Dazu schreibt er auf seinem Portal: «Sollten Sie in einer festen Beziehung und gerade auf der Suche nach einem Kontaktportal, einer Partnerkontaktbörse oder einer Vermittlung von Sexkontakten für Seitensprünge, One-Night-Stands oder Affären gewesen sein, seien Sie sicher, Ein solche Suche führt meistens in die Leere: in die innere Leere.»

Der Reiz, begehrt zu werden

«Wenn diese Seite auch nur eine einzige Frau oder einen einzigen Mann davon abhält, eine Beziehung oder eine Familie zu gefährden, dann hat sich der Aufwand für diese Internetseite gelohnt», sagt Faupel. Auf seiner Seite schreibt er: «Ja, es hat einen Reiz, begehrt zu werden und zu begehren. Aber, es zählt zu den beglückendsten Erfahrungen, in der eigenen Beziehung immer wieder den Rahmen für die Liebe zu erneuern.»

Erfahrungen verarbeitet

Faupel hat sich in den letzten Jahren bei der Internationalen Gesellschaft für systemische Therapie (IGST) in Heidelberg zum systemischen Therapeuten weitergebildet. Eine eigene Praxis ist in Planung. Ehrenamtlich arbeitert er seit bald drei Jahren beim «Gespräch im Turmzimmer» in der Cityseelsorge Frankfurt. In diesem offenen Gesprächsangebot hat er viel von dem gehört, was er an Erfahrungswerten auf seiner Seite verarbeiten konnte: «Hier begegnet einem alles: das Ausspannen eines Partners mit einer besten Freundin und auch Menschen, die von Partner zu Partner wandern in der Hoffnung, endlich glücklich gemacht zu werden.»

«Ehe ist eine Bergwanderung»

Faupel ist seit 22 Jahren verheiratet. Einem Paar, das vor der Heirat steht, würde er die Ehe in etwa so beschreiben: «Es ist wie auf einer langen Bergwanderung: Steile Anstiege und Täler gibt es da, Geröllpisten auch – und immer wieder wundervolle Aussichten.»  Alles andere ist seiner Ansicht nach eine Illusion, die zu Enttäuschungen führt – die ihrerseits auf Seitensprungportale führen können.

Webseite:
«Statt Seitensprung»

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Licht an, Socken aus! Ein erfülltes Sexualleben als Basis einer guten Ehe
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Datum: 29.02.2012
Quelle: Livenet.ch / Pro Medienmagazin

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