Ungewollt schwanger

Was Sie jetzt tun können

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Ungewollt schwanger. Was für ein Schock! Panik, Angst, Unsicherheit, Scham. Was jetzt? Wie wird mein Partner reagieren? Was die Eltern sagen? Ist eine Abtreibung die richtige Lösung? Jetzt erst einmal durchatmen, das Leben ist nicht vorbei. Sie werden diese Situation bewältigen können. Und wir haben Tipps, was Sie jetzt tun können.

Dass Sie sich gerade überfordert fühlen, ist völlig normal. In Ihrer Situation mag so viel gegen ein Kind sprechen: nicht der richtige Zeitpunkt, die Angst, allein zu sein und sich die Zukunft zu verbauen, es nicht schaffen zu können, Liebesentzug oder sogar Trennungsandrohung des Partners, Druck aus dem Umfeld... Dazu kommt, dass Herz und Verstand jetzt oft nicht mehr dasselbe sagen. Was tun?

Am besten, Sie wenden sich jetzt an jemanden, der Sie wirklich versteht und der Sie bedingungslos liebt: an Gott. Und auch, wenn Sie das gerade nicht glauben können, Gott kann aus dieser beängstigenden Situation, in der Sie gerade stecken, etwas sehr Gutes machen. «Denn ich allein weiss, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt.» Jeremia, Kapitel 29, Vers 11

Eine gute Entscheidung treffen

Vor Ihnen liegen grundlegende Entscheidungen und manche von ihnen werden schwer und schmerzhaft sein, ganz gleich wie Sie sich entschliessen. Aber eine gute Entscheidung können Sie jetzt treffen: ihr Leben in Gottes Hände zu legen. Selbst wenn Sie gar nicht so sicher sind, ob es ihn überhaupt gibt. Probieren Sie es aus und wenden Sie sich an ihn, er kann in dieser Situation zu einer Quelle des Friedens und der Kraft für Sie werden. Schütten Sie vor Gott ihr Herz aus. Laden Sie ihn in Ihre Situation ein. Bitten Sie ihn, jetzt nahe zu sein, um diese grossen Herausforderungen meistern zu können.

Ist Abtreibung wirklich die unkomplizierteste Lösung?

Wahrscheinlich reagiert Ihr Umfeld genau so entsetzt auf die Nachricht wie Sie. Vor allem, wenn Sie noch jünger sind, werden Sie mit den negativen Reaktionen Ihrer Eltern konfrontiert sein. Und ganz gleich wie alt Sie sind, müssen Sie mit der Ablehnung Ihres Partners zurechtkommen.

Es ist wirklich wichtig, dass Sie sich jetzt frei machen von der Meinung und dem Druck anderer Menschen, selbst wenn diese Ihnen nahe stehen. Dieses Mal geht es um Ihr Leben, um Ihr Baby, um Ihre Zukunft und es ist wichtig, dass Sie eine eigene Entscheidung treffen können, ganz gleich was andere sagen.

Für alle Beteiligten wirkt eine Abtreibung wie eine einfache, schnelle Lösung. Man glaubt, dann kann alles so weitergehen wie vorher, als wäre nichts passiert. Doch stimmt leider nicht, denn auch eine Abtreibung hat Konsequenzen und ist körperlich und seelisch sehr belastend. Das sagen wir nicht, um Ihnen Angst zu machen oder weiteren Druck aufzubauen, sondern um Ihnen Mut zu machen, sich mit so einer weitreichenden Entscheidung Zeit zu lassen.

Tabuthema Abtreibungstrauma

Leider können Abtreibungen körperliche Folgen haben. Die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt oder Fehlgeburt bei späteren Schwangerschaften steigt. In Einzelfällen kann eine spätere Unfruchtbarkeit nicht ausgeschlossen werden.

Leider haben viele Frauen nach einer Abtreibung auch jahrelang mit seelischen Belastungsstörungen zu kämpfen. Manche bereuen es gleich nach dem Eingriff, bei anderen tauchen die Folgen erst später auf, zum Beispiel nach der Trennung vom Partner, durch eine neue Schwangerschaft oder einen Todesfall in der Familie. Psychische Folgen einer Abtreibung können sein: Depressionen, Angststörungen, Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle, Beziehungsstörungen (oft folgt der Abtreibung die Trennung vom derzeitigen Partner), Gefühlskälte, Suchtentwicklung, Albträume...

Leben wagen

Lassen Sie sich nicht von Ärzten, Familie oder Freunden zu einer schnellen Entscheidung drängen! Es ist Ihr Leben. Beschäftigen Sie sich mit Berichten von Frauen, die in Ihrer Situation waren. Welche Lösungen haben sie gefunden und wie geht es ihnen heute damit? Es gibt sehr gute Beratungsstellen, die individuell und persönlich helfen können, teilweise können Sie sich auch anonym beraten lassen. In Deutschland können Sie hier Hilfe finden, in der Schweiz hier.

Ausserdem möchten wir Ihnen die Organisation Profemina ans Herz legen. Hier können Sie Erfahrungsberichte lesen, einen Abtreibungstest machen und sich online beraten lassen.

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Datum: 10.07.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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