Mega-Church im Einsatz

300'000 Essensrationen an Flüchtlinge im Nahen Osten gesendet

Einen ganz praktischen Weg, um in der Flüchtlingskrise auszuhelfen, fand eine Mega-Gemeinde aus Florida: An einem Einsatzwochenende wurden 300'000 Essensrationen verpackt, um sie anschliessend in den Nahen Osten zu schicken.

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Wie können wir irakischen und syrischen Flüchtlingen im Nahen Osten ganz praktisch helfen? Diese Frage bewegte eine Mega-Gemeinde in Florida. Und die Gemeindeglieder der Christ Fellowship zögerten nicht lange: In den acht Gemeinden, die zur Mega-Church gehören, trafen sich Mitte März insgesamt 12'500 Gemeindeglieder, um Mahlzeiten vorzubereiten und abzupacken, die anschliessend durch die Hilfsorganisation «World Help» in den Nahen Osten geschickt wurden. Name der Aktion war «Make-a-Meal» (Mach eine Mahlzeit).

Anderen dienen – in nur 20 Minuten

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Aktion «Make a Meal»
«Das war etwas, mit dem unsere Gemeinde eine einfache Möglichkeit für Menschen schaffen konnte, anderen zu dienen», erklärte Philip McCracken hinterher, der in der Christ Fellowship den Missionszweig leitet. Denn obwohl es wie eine riesige Menge erscheint, musste jeder Freiwillige nur sechs Tüten füllen, was ihn etwa 20 Minuten kostete. Manche hätten laut McCracken zwar von Anfang bis Ende mitgeholfen, die meisten wären aber nach dem 20-minütigen Einsatz wieder gegangen. «Es schenkt die Möglichkeit, dass Leute mit nur wenig Zeiteinsatz dienen können, aber wenn man mal einen Schritt zurückgeht und den grossen Zusammenhang anschaut, merkt man: 'Wow, gemeinsam haben wir wirklich etwas Grosses geschafft!'» Auf diese Weise würden auch Leute, die bisher noch in keinem Bereich gedient haben, an den Dienst an anderen herangeführt.

Essen für Flüchtlinge…

Insgesamt 300'000 Essensportionen wurden für die Flüchtlinge im Nahen Osten abgepackt. Dabei handelte es sich um ein Reisprodukt mit Zucker, getrocknetem Gemüse und Vitaminen. Bei der Finanzierung halfen auch lokale Bauern mit, die zur Gemeinde gehören und tausende Pfund Reis und Zucker spendeten. «Es sind einfach Einzelpersonen, die in unsere Gemeinde gehen und sich dazu berufen fühlten, in den Bereichen zu helfen, in denen sie gesegnet wurden und Ressourcen haben», berichtete McCracken gegenüber The Christian Post.

…und für Einheimische

Doch nicht nur der Menschen im «fernen Nahen Osten» wurde gedacht. Insgesamt packten die freiwilligen Helfer 489'000 Mahlzeiten ab – 189'000 Mahlzeiten wurden über nationale Hilfsorganisationen an arme Familien im südlichen Florida weitergeleitet. Bereits zum dritten Mal wurde «Make-a-Meal» durchgeführt, dieses Mal gingen jedoch zum ersten Mal auch Essensportionen an arme Menschen in den USA. 

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Datum: 29.03.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Christian Post

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