Wie ein Blitz

«Eine globale Erweckung wie die in Wales rückt näher»

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Wallace Henley (77) rechnet mit einer Erweckung, wie jener im europäischen Wales von 1904 bis 1906. Damals mussten die Esel neu dressiert werden, weil die Bergleute nicht mehr donnernd rumfluchten. Bei der gegenwärtigen Dunkelheit rechnet er damit, dass das Licht umso heller scheinen wird.

Wallace Henley hat viel von der Gesellschaft und der Welt gesehen. Als Journalist. Als Berater im Kongress. Als Berater im Weissen Haus. Und in seiner gegenwärtigen Funktion als Pastor in der «Second Baptist Church» in Houston im US-Bundesstaat Texas.

Im Laufe der Jahre kristallisierte sich für ihn heraus, dass die Kirche die wichtigste Institution der Gesellschaft ist. Probleme, welche die Menschen plagen, liegen oft ausserhalb irdischer Möglichkeiten und die Lösungen verschieben sich in immer weitere Ferne, so sein Befund.

Nun deute vieles auf eine neue Erweckung hin, wie er in seinem neuen Buch «Call Down Lightning: What the Welsh Revival Reveals About the End Times» («Blitze herunterrufen: Was die walisische Erweckung über die Endzeit offenbart») schreibt. Die Blitz-Metapher wählte er, weil die Spannung zuerst im Boden aufgebaut wird und diese dann die Entladung – also den Blitz – anzieht. «So ist es auch geistlich. Gott will kommen. Der Blitz ist in der Wolke. Er will die Erweckung schicken. Er begrenzt sich aber da, wo unsere Freiheit beginnt. Doch er schafft die Bedingungen, die uns dazu bringen werden, nach Erweckung zu rufen.»

Gott verändert die Gesellschaft

Einen Schlüssel sieht er in der Erweckung von Wales in den Jahren 1904 bis 1906. Dort wurde eine ganze Gesellschaft verändert, indem aus Alkoholikern und Spielern vorsorgliche Familienväter wurden.

Laut Wallace Henley sei historisch verbrieft, dass die Esel in den Kohlebergwerken neu dressiert werden mussten, denn die früher rauen Arbeiter fluchten und donnerten plötzlich nicht mehr. Die Begegnung mit Jesus veränderte sie. Das ungleich gesittetere Verhalten war für die Nutztiere neu und sie mussten sich zunächst anpassen.

Der vorausgesagte Prototyp

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Wallace Henley
In seinem Werk bezeichnet Wallace Henley die walisische Erweckung als «prototypisch für das, was Jesus für das Ende der Zeit voraussagt. Sie war eine kleine Kostprobe der grossen globalen Erweckung, die er in Matthäus 24 voraussagt. Grosse Ernten werden in das Königreich gebracht», sagte Wallace Henely gegenüber der «Christian Post».

Sie werde plötzlich erfolgen, alle Kulturen und sozialen Schichten betreffen, ganze Gesellschaften würden erlöst. Christen bräuchten die Endzeit nicht zu fürchten. «Es wird Leid und Schwierigkeiten geben.» Gleichzeitig werde man eine grosse Frucht sehen. «Ich sage in jeder Gemeinde, dass sie sich für die Ernte vorbereiten soll.»

Je grösser die Dunkelheit, desto heller das Licht

Evan Roberts, von dem die Wales-Erweckung ausging, war bekannt dafür, stundenlang im Gebet zu verweilen. Schon während seiner Kinderjahre las er die Bibel, eine formale theologische Ausbildung durchlief er jedoch nie – doch Gott nutzte gerade ihn in aussergewöhnlicher Manier.

Und so ermutigt Henley: «In Gottes Königreich kannst du viel bewirken, wenn du um Erweckung betest. Je tiefer die Dunkelheit, desto heller das Licht. Ich erwarte, dass mit der tiefen Dunkelheit unserer Zeit die Erweckung in einer sehr explosiven, dynamischen Form kommen wird.»

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Datum: 04.05.2019
Autor: Brandon Showalter / Daniel Gerber
Quelle: Christian Post / gekürzt übersetzt: Livenet

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