Raus aus dem Hamsterrad

Wenn der Gemeindedienst zur Routine wird

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Gemeindegruppen haben meist eine feste Jahresplanung, die sich in etwa Jahr für Jahr wiederholt. Das kann für den Leiter frustrierend werden: Kommen wir überhaupt irgendwie vorwärts? Doch es gibt Möglichkeiten, diesem Hamsterrad, dieser Routine zu entkommen, wenn man mutig genug ist, sich bestimmten Fragen zu stellen.

Haben Sie je einen Hamster beobachtet, der wie wild in seinem Hamsterrad läuft, und sich dabei gefragt, was der kleine Kerl sich wohl dabei denkt? Ob er wohl glaubt, dass er irgendwo hinläuft? Denn er kommt ja gar nicht voran…

So wie der Hamster kann man sich auch manchmal als Leiter eines Dienstes in der Gemeinde fühlen. Man läuft und läuft in Richtung Nirgendwo. Beispielsweise Jugendleiter: Sie laufen die jährlichen Prioritäten ab (wöchentliche Jugendtreffen, besonderes Event, wöchentliche Jugendtreffen, Sommerfreizeit, und dann wieder von vorne), ohne sich je zu fragen: «Kommen wir voran?» Die Routine kann nicht nur die Leiter, sondern auch die Mitglieder des Dienstes oder der Gruppe – in diesem Fall die Jugendlichen – abnutzen, trotz aller Mühe, die man hineinsteckt. Aber wie kann man diesem Hamsterrad der Routine entkommen? Hier sind vier Möglichkeiten:

1. Nehmen Sie sich eine Pause, lang genug, um sich die wirklich harten Fragen zu stellen

Steigen Sie aus dem Hamsterrad, um zu beten, nachzudenken und die Situation zu bewerten. Fragen Sie sich Dinge wie: Wie leidenschaftlich sind meine Jugendlichen/Mitglieder auf geistlicher Ebene? Wachsen sie im Glauben, oder kommen sie einfach nur zu den Treffen? Wächst die Gruppe, weil wir Jünger machen und sich die Mitglieder kontinuierlich vermehren?

Seien Sie komplett ehrlich und bitten Sie Gott für seine Perspektive. Vielleicht ist es hilfreich, ein Wochenende lang wegzufahren und in der Zeit über diese Dinge nachzudenken und zu beten. Lesen Sie die Apostelgeschichte und vergleichen Sie das, was Sie lesen, mit der Weise, wie Sie ihre Gemeindegruppe führen.

2. Entdecken Sie Ihre Mission (neu)

Wir brauchen eigentlich keine Missionsformulierung für die Gruppe, die wir leiten, denn Jesus hat uns das Statement bereits in Matthäus, Kapitel 28, Verse 19-20 gegeben: «Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.»

Dazu sind wir berufen, um Jünger zu machen und zu vermehren. Wenn sich Ihre Gruppe stärker durch die Treffen definiert als dass diese Mission erfüllt wird, dann ist die Gruppe zum Hamsterrad geworden, zu einer Institution und sollte aus der Routine befreit werden.

3. Schaffen Sie einen neuen Zyklus

Manchmal müssen wir den alten Zyklus oder die alte Routine brechen, um unsere Mission zu erfüllen. Wenn Sie ein Jahr nach dem anderen dieselbe Freizeit durchgeführt haben, dieselben Treffen, alles mit denselben Ergebnissen, dann ist es Zeit, diesen Zyklus zu brechen und einen neuen zu schaffen.

Alles, was wir tun, sollte durch das Missions-Gitternetz geprüft werden: Hilft uns dies (die Freizeit, Konferenz, regelmässigen Treffen, Aktivität, etc.), von hier nach dort zu gelangen?

4. Bitten Sie Gott um seine Kraft, dem Hamsterrad zu entkommen

Paulus sagt den Christen aus Ephesus: «Lasst euch vom Herrn Kraft geben, lasst euch stärken durch seine gewaltige Macht!» (Epheser, Kapitel 6, Vers 10) Diese Macht ist auch in Ihrer und meiner Reichweite. Gott wird Ihnen die Kraft geben, der Routine Ihres Dienstes zu entkommen, wenn Sie seinem Geist Raum geben und einen mutigen Glaubensschritt machen.

Hören wir auf, im Kreis zu laufen und erfüllen wir die Mission, die Gott uns aufs Herz gelegt hat. Letztlich sind wir keine Hamster, wir sind Botschafter des Königs!

Zum Thema:
Ehrenamtliche ermutigen: Freiwillig, langfristig und gern in der Gemeinde mitarbeiten
Lobpreis und Anbetung: «Raus aus der Routine!»
Starre Lebensformen: Wenn der Dienst für Gott zur Routine verkommt

Datum: 02.03.2018
Autor: Rebekka Schmidt / Greg Stier
Quelle: Livenet / Christian Post

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