Umfrage in Amerika

Pornografie gehört für viele Christen zum Alltag

Pornografie wirkt wie eine Droge und gehört für viele Männer zum Alltag – auch für Christen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage in den USA hervor.

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Pornografie gehört für viele Christen zum Alltag.
Das US-Meinungsforschungsinstitut Barna (Ventura/Kalifornien) befragte 338 christliche Männer nach ihrem Pornokonsum. In der Altersgruppe von 18 bis 30 Jahren schauen sich 36 Prozent täglich Pornoseiten im Internet an; 77 Prozent tun dies mindestens einmal im Monat. Fast jeder Dritte (32 Prozent) bekannte, pornosüchtig zu sein. Unter den etwas älteren Männern konsumieren annähernd zwei Drittel (64 Prozent) mindestens monatlich pornografisches Material; 18 Prozent halten sich für süchtig.

Über die Hälfte der Christen konsumiert jeden Monat

Auch die meisten verheirateten Männer sind betroffen: 55 Prozent schauen sich mindestens einmal im Monat Porno-Filme oder Bilder an. Unter Christen, die sich als «wiedergeboren» bezeichnen, sind die Zahlen nur geringfügig niedriger: 54 Prozent konsumieren Pornos mindestens monatlich. Fast alle – 95 Prozent – gaben an, dass sie bereits Pornos gesehen haben.

Pornografie - eine «globale Pandemie»

Die Umfrage wurde von der evangelikalen Organisation «Proven Men» (Bewährte Männer) mit Sitz in Rockville in Auftrag gegeben. Sie bietet Kurse für Männer an, die von der Pornosucht frei werden wollen. Der Gründer, Joel Hesch, war selber 20 Jahre lang süchtig. Nach seinen Worten ist Pornokonsum eines der grössten verschwiegenen Probleme in christlichen Gemeinden. Die negativen Auswirkungen gehen aber weit über die kirchliche Welt hinaus, erklärte die Vorsitzende des Verbandes «Enough is Enough» (Jetzt reicht's), Donna Rice Hughes.

Sie betrachtet Internetpornografie als eine «globale Pandemie» und eine der grössten Bedrohungen für Kinder, Ehen und Familien. «Niemand ist immun», sagte sie am 16. Oktober bei einer baptistischen Konferenz in Charlotte. Pornografie mache süchtig, schade Kindern und führe zu Scheidungen sowie Gewalt gegen Frauen. Ihre Organisation setzt sich besonders für den Schutz von Minderjährigen vor Internetpornografie ein. Das Durchschnittsalter, in dem Kinder erstmals Pornos sehen, sei inzwischen auf elf Jahre gesunken.

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Datum: 30.10.2014
Quelle: idea Deutschland

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