Vermisst

Wenn Menschen gesucht werden

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Seit dem 17. Februar wurde die 15-jährige Rebecca aus Berlin nicht mehr gesehen. Der Fall hält die Öffentlichkeit in Atem. Denn der ungeklärte Verlust eines Menschen ist verstörend.

Grossen Anteil nimmt die Öffentlichkeit am Schicksal von Rebecca, die seit fast einem Monat vermisst wird. Wochenlange Polizeiarbeit, ein Fernsehbeitrag mit der Bitte um Hilfe, Hunderte Hinweise aus der Bevölkerung und die aufwendige Suche von Polizeimannschaften – all das hat noch immer nichts Greifbares gebracht.

Rebeccas Schicksal ist ungeklärt, auch wenn die Polizei davon ausgeht, dass das Mädchen tot ist, weil es von ihr nun schon fast einen Monat lang keinerlei Lebenzeichen gibt.

Für einen Menschen gibt es wohl nicht nichts Schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren. Der Schmerz darüber ist aber noch schwerer auszuhalten, wenn sich der Verlust mit Ungewissheit und vielen offenen Fragen verbindet.

Fromme machen Stimmung

Verlust und Suche – davon sprach Jesus einmal in einem ganz anderen Zusammenhang. Damals wurde er von Frommen angegangen, die ihm vorwarfen, dass er mit Menschen Zeit verbringt, die einen schlechten Ruf haben. Die Frommen machten eine Riesenwelle und erwarteten von Jesus eine Erklärung.

Die Situation wird in der Bibel so beschrieben: Sie, die Frommen, «ärgerten sich und schimpften: 'Mit welchem Gesindel gibt der sich da ab! Er isst sogar mit ihnen!'» (Lukas-Evangelium, Kapitel 15, Vers 2)

Jesus erzählte daraufhin mehrere Geschichten, mit denen er zeigen wollte, dass Gott sich nicht damit abfindet, wenn Menschen für ihn verloren gehen, weil sie ihn ablehnen.

Das gefundene Schaf wird nach Hause getragen

Eine der drei Geschichten erzählte Jesus so: «Stellt euch vor, einer von euch hätte hundert Schafe und eins davon geht verloren, was wird er tun? Lässt er nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück, um das verlorene Schaf so lange zu suchen, bis er es gefunden hat? Wenn er es dann findet, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern und trägt es nach Hause. Dort angekommen ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen: 'Freut euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf wiedergefunden!'» (Die Bibel, Lukas-Evangelium, Kapitel 15, Verse 4-6)

Menschen, die auf der Suche sind

Dass Menschen auf der Suche nach Gott sind, das kann man immer wieder hören. Doch es gilt auch andersherum: Gott sucht verlorene Menschen. Die drei Geschichten, die Jesus seinen Kritikern erzählte, vermitteln alle, dass Gott sich nicht mit dem Verlust eines Menschen abfindet, sondern ihn von Herzen vermisst und sucht.

Gott-Vater im Himmel und sein Sohn Jesus halten Ausschau nach Menschen, die nicht an Gott glauben. Er gibt diejenigen, die ihn nicht kennen oder sich von ihm abgewendet haben, nicht verloren. – Auch Gott ist auf der Suche. Und er freut sich unbändig, wenn er Menschen findet und wenn diese seine Liebe mit einem «Ja» beantworten. Es ist eine krasse, riesige, unbändige Freude, die Gott darüber empfindet.

Gott hat seinen Fokus auf denen, die fehlen

Christen vermitteln oft einen ganz anderen Eindruck: Als freue sich Gott in erster Linie vor allem über die, die zu ihm gehören. Doch seine Aufmerksamkeit, sein Suchen gilt denen, die – bildlich gesprochen – nicht oder nicht mehr Teil seiner Herde sind.

Sicher freuen sich Jesus und sein Vater im Himmel auch über diejenigen, die mit ihm leben. Doch hier ging es ihm darum, deutlich zu machen, wie sehr sich Gott über diejenigen freut, die zu ihm finden.

Hier hinkt der Vergleich

An einer Stelle der Geschichte wird eine Sache aber nicht deutlich: nämlich wie es sich mit dem Gefundenen verhält. In der Geschichte ist es ein Schaf. Klar, dass man nicht so viel über die Befindlichkeit eines Schafes redet und das näher erklärt. Hier hinkt der Vergleich.

Aber fragen Sie einmal Menschen, die zum Glauben an Jesus gekommen sind. Sie können davon berichten, wie ihr Leben einen Sinn bekommen hat und sie Vergebung und übernatürlichen Frieden erlebt haben.

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Datum: 14.03.2019
Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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