Naiver Kinderglaube?

Tipps für einen überzeugenden Glauben

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Manche lehnen den christlichen Glauben ab, weil sie ihn für überholt und naiv halten. Welcher moderne Mensch sollte noch an einen Gott der Bibel glauben, die an so vielen Stellen von der Wissenschaft anscheinend widerlegt wurde?
 
Da wird eine Welt in sechs Tagen erschaffen, die Frau aus der Rippe Adams gemacht, da erheben sich Wassermassen zu einer Mauer und ein Mann namens Jesus soll, nachdem er drei Tage tot war, vielen Menschen erschienen sein und der Sohn Gottes sein. – Naiver Kinderglaube?

Wissen, von was man redet

Blaise Pascal, einer der hellsten Köpfe des 17. Jahrhunderts, fand als Wissenschaftler zum Glauben. Er forschte und entwickelte bahnbrechende mathematische Verfahren. Der geniale Mathematiker legte die Grundlagen zur Erfindung der Rechenmaschine. Er war Physiker und Philosoph. Pascal rief eindringlich dazu auf, sich selbst mit dem Glauben und seinen Inhalten zu befassen, bevor man ihn ablehne. Er meinte: «... Sie sollten doch wenigstens lernen, welcher Art die Religion ist, die sie bekämpfen, bevor sie dagegen ankämpfen.»

Ein Gott ohne Namen

Pascal verschweigt dabei einen Widerspruch über den Gott der Bibel nicht. Auf der einen Seite stellt sich dieser Gott durch die Bibel und durch seinen Sohn Jesus den Menschen vor (im religiösen Jargon spricht man von «offenbaren»). Auf der anderen Seite ist dieser Gott nicht wirklich zu beschreiben geschweige denn zu erfassen oder zu verstehen, ja er hat nicht einmal einen Namen. Pascal war überzeugt, dass dieser Gott zu finden ist und sich finden lässt – vor allem von denen, die zutiefst nach ihm suchen. Er erkannte, «... dass Gott in der Kirche sichtbare Zeichen aufgestellt hat, um sich denen zu offenbaren, die ihn aufrichtig suchen, dann aber, dass er diese nichtsdestoweniger so verborgen hat, dass er nur von  denen bemerkt wird, die ihn mit ihrem ganzen Herzen suchen ...»

Mit dem Herzen erkennen

Pascal konnte sogar den Tag sagen, an dem er sich Gott neu zuwendete. Als er starb, fand man in seiner Kleidung einen Zettel eingenäht. Darauf stand: «Zurück zu Gott» und das Datum seines Tages, an dem er Gott begegnete: der 23. November 1654. Obwohl ein grosser Wissenschaftler, hatte Pascal die festen Überzeugung, dass man die entscheidenden Dinge wie Liebe, das Gute und Gott mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand erkennt.

Praktische Folgerungen

Haben Sie sich selbst einmal mit den Aussagen des Glaubens auseinander gesetzt? Manche denken, dass allein die Tatsache viele wissenschaftlicher Entdeckungen den Glauben obsolet gemacht haben. – Ganz und gar nicht!

Viele Gemeinden bieten Glaubenskurse an; einer der bekanntesten ist der «Alphalive-Kurs» (in Deutschland der Alpha-Kurs). Hier haben Sie die Möglichkeit, bei einem Essen mit modernen Menschen über den Glauben zu sprechen und sich mit den Basics vertraut zu machen.

Sagen Sie Gott, dass Sie echt skeptisch sind und nicht an ihn glauben. Er wird reagieren und sich Ihnen zeigen! – Es gibt unzählige Menschen, die diese Erfahrung gemacht haben.

Lassen Sie sich eines sagen: Jesus respektiert Menschen, die ehrlich sind. Er sucht keine Mitläufer oder Duckmäuser. Diese Einstellung begegnet Ihnen vielleicht nicht bei jedem Christen, aber deswegen ist sie dennoch ganz im Sinne von Jesus.

Eine Zusage für jeden

Jesus ermunterte die Menschen um ihn herum, nicht nur zu beten, sondern sich auch auf die Suche zu machen, initiativ zu werden und sich Neues anzuschauen. Er verband dies zugleich mit einer Zusage: «Darum sage ich euch: Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet!» (Die Bibel, Lukas-Evangelium, Kapitel 10, Vers 9).

Zum Thema:
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Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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