Ein unerforschliches Wesen

Interessiert sich Gott für uns?

Selbst wenn es Gott wirklich gibt, warum sollte er sich für die Menschheit interessieren? Das Universum ist so gewaltig, dass es den Menschen zur absoluten Belanglosigkeit verdammt, denken viele. Warum sollte sich Gott um uns kümmern?

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«Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk.»
Diese Ansicht lässt den Sinn des Universums ausser Acht. Das Universum spiegelt die Grösse Gottes wider, nicht die des Menschen. Gott machte den Menschen klein und das Universum gross, um etwas über sich selbst auszusagen. Und er sagt es uns, damit wir erfahren und uns daran freuen, dass er unendlich gross und mächtig ist.
 
Das Grössenverhältnis zwischen uns und dem Universum will veranschaulichen, was in der Bibel steht: «Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?» (Psalmen, Kapitel 8, Verse 4 und 5). Der Sinn liegt jedoch nicht darin, uns für nichtig zu erklären, sondern darin, Gottes Grösse zu erkennen.

Unvorstellbar

Die Astronomie hat herausgefunden, dass es im Kosmos mehr Sterne gibt, als Sandkörner an allen Stränden der Weltmeere. Obwohl die Zahl der Sterne so unvorstellbar gross ist, haben sie, aufgrund der gewaltigen Abstände zueinander, trotzdem Seltenheitswert.
 
Obwohl das Universum so gewaltig und unfassbar ist, dass man sich fragen darf, ob der Mensch angesichts der gewaltigen Schöpfung nicht völlig unbedeutend ist – wie manche behaupten – ist es doch so, dass der einzelne Mensch für Gott vermutlich wichtiger ist, als der gesamte Kosmos.

Wie gross ist Gott?

Irgendwann stösst man an die Grenzen der Vorstellungskraft. Gott ist das Absolute. Das Absolute ist eine Grösse, die weder in Zentimetern noch in Lichtjahren zu erfassen ist. Können wir mit dem Massstab der Logik das Unendliche erfassen? Weil das Unendliche keine erkennbaren Grenzen hat, ist es für uns sehr schwer, uns ein Bild von dem Unendlichen zu machen. Wir müssen darauf vertrauen, dass Gott unveränderlich und ewig ist.
 
In der Bibel stehen etwa 130 Verse, die Gott «gross» nennen. Egal, wie gross wir uns Gott vorstellen, wir haben seine Grösse noch nicht völlig erfasst. (Psalmen, Kapitel 145, Vers 3) «Gross ist der Gott und sehr zu loben. Seine Grösse ist unerforschlich.»

Unerforschlich

Man spürt es doch. Wenn er Gott, wirklich Gott ist, dann ist er an sich unbegreiflich, übersteigt er unser Denken völlig: «Meine Gedanken sind nicht zu messen an euren Gedanken, und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten» sagt der Gott der Bibel einmal durch seinen Sprecher, den Propheten Jesaja. «So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meinen Gedanken hinaus über alles, was ihr euch ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet» (Jesaja, Kapitel 55, Verse 8 bis 9).
 
Ein bisschen gar abgehoben, sagen Sie vielleicht. Ja, Gott ist sehr abgehoben, echt «erhaben». Wenn er nicht geredet und sich mitgeteilt hätte durch die Bibel und schliesslich durch Jesus Christus, würden wir ihn nicht kennen.
 
Glauben ist schwierig geworden, weil die Welt, die wir antreffen, ganz von uns selber gemacht ist und sozusagen Gott in ihr nicht mehr direkt vorkommt. Die Menschen haben Gott kleingeredet

Gott neu entdecken

Gottes Grösse will neu entdecket werden. Erstaunlich auf welche Gedankengänge schon der Reformatot Martin Luther kam: «Gott ist nicht nur ein grosses, weites Wesen, das die Welt füllt und über sie hinausragt, gleich als ob ein Strohsack voll Stroh steckt. Aber, schreibt Luther, Gott ist nicht ein solches ausgerecktes, langes, breites, dickes, hohes oder tiefes Wesen, sondern ein übernatürliches, unerforschliches Wesen. Er ist zugleich ganz und gar in jedem kleinen Korn und dennoch in allen und über allen und ausser allen Kreaturen».
 
Und dann folgen Luthers berühmten Worte: «Nichts ist so klein, Gott ist noch kleiner. Nichts ist so gross, Gott ist noch grösser, nichts ist so kurz, Gott ist noch kürzer, nichts ist so lang, Gott ist noch länger. Nichts ist so breit, Gott ist noch breiter, nichts ist so schmal, Gott ist noch schmaler. Es ist ein unaussprechliches Wesen, über und ausser allem, das man nennen oder denken kann.»
 
Gott ist alles in allem, aber wird nur in Jesus recht erkannt. Das zeigt den konkreten Menschen den konkreten Gott. In Christus sehen wir den Menschen, wie er von Gott gewollt ist, und Gott selbst, wie er sich uns offenbart hat. Darin besteht der Zusammenhang von Erkenntnis Gottes und des Menschen.
 
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Autor: Bruno Graber
Quelle: Jesus.ch

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