Entspannen

Zwei Minuten Nichtstun – ein Problem?

Durch den Siegeszug von Internet und Handy fällt es den Menschen immer leichter, sich zu organisieren. Die neuen Möglichkeiten der Kommunikation haben aber auch zur Folge, dass der Alltag der Mediennutzer schneller und hektischer geworden ist.

Zoom
Zwei Minuten auf das Meer schauen und nichts tun… (Foto: www.donothingfor2minutes.com)
Die kürzlich gestartete Webseite «Do Nothing for 2 Minutes» will auf diesen Umstand aufmerksam machen, indem sie die User dazu auffordert, ganze zwei Minuten lang in sich zu gehen und absolut nichts zu tun.

Wer sich auf «Do Nothing for 2 Minutes» einloggt, wird dort mit einer beschaulichen Grafik begrüsst, die einen Sonnenuntergang am Meereshorizont zeigt. Im Hintergrund ertönen sanfte Strandgeräusche und Meeresrauschen. Ein Timer, der zentral am Bildschirm eingeblendet wird, beginnt sofort nach dem Seitenaufruf, von zwei Minuten auf Null herunter zu zählen. Sind die zwei Minuten überstanden, wird der User gelobt. Wird zwischendurch die Tastatur oder Maus berührt, gilt der Versuch als «gescheitert».

54 Sekunden im Durchschnitt

Dass sich hinter dem auf den ersten Blick etwas seltsam anmutenden Ansatz ein sinnvoller Hintergrund verbirgt, zeigt die Tatsache, dass es den Seitennutzern offenbar tatsächlich ungemein schwer fällt, die gesamten zwei Minuten mit Nichtstun zu überstehen. Laut Webseiten-Mastermind Twen liegt die durchschnittliche Zeitspanne, die User schaffen, bei lediglich 54 Sekunden, was beweist, wie hektisch und schnelllebig die Nutzer in ihrem Verhalten sind.

Ob das Projekt auch den gewünschten Erfolg bringt und tatsächlich zur Entschleunigung des Alltags der Menschen beitragen kann, bleibt abzuwarten. Das Ruhe finden immer problematischer wird, ist jedoch unbestritten. Wie könnte man sich sonst noch besinnen?

Stille ist out

Schon der französischer Mathematiker, Physiker und Religionsphilosoph Blaise Pascal erkannte: «Alles Unheil kommt von einer einzigen Ursache, dass die Menschen nicht in Ruhe in ihrer Kammer sitzen können.» Damit meinte er auch, dass man sich zurückzieht und mit Gott im Gebet redet. Das ist schon über dreihundert Jahre her. Was würde Blaise zur heutigen, turbulenten Zeit sagen?

Ruhe – das ist heute nicht mehr populär. Fun; Action; Power; Partys… und viel mehr. Danach sehnen sich die Kids heute. Ruhe ist nicht erstrebenswert, Schweigen ist langweilig, Stille gibt keinen Kick: Schlafen kann man noch lange genug wenn man tot ist.

Ruhe finden

Und doch sehnt man sich hie und da – trotz allen den schönen Aktivitäten – nach etwas mehr Beschaulichkeit. Jesus beschreibt seine Methode, wie Ruhe ins Leben kommt: «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.»

Einige gehen beispielsweise in eine leere Kirche, suchen dort Ruhe und sammeln ihre Gedanken. In diesem Ambiente kann man unbestritten eher zur Ruhe kommen als auf einem Rummelplatz. Es ist aber nicht die Ruhe die Jesus meint. Wenn wir die Ruhe schlechthin finden wollen, dann muss man zu ihm kommen. Das ist zwar auch in einer ruhigen Kirche sehr gut möglich. Die Umgebung sollte jedoch nicht ausschlaggebend sein. Entscheidend ist, dass diese Ruhe primär durch Jesus und nicht nur durch eine ruhige Umgebung zustande kommt.

Wenn um einen herum alles chaotisch wirbelt, oder man Mist gebaut hat, dann kann man erfahren, dass durch ein Gebet zu Gott mitten in der Hektik wirklich zur Ruhe kommen kann, auch ohne entsprechende Umgebung. Nur bei Jesus ist diese einmalige Art von Ruhe zu finden.

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Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet.ch

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