Beziehung

Freundschaft mit Jesus – wer‘s glaubt…

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Manche, die vom christlichen Glauben reden, behaupten, dass Jesus jedem Menschen eine Freundschaft anbietet. Das klingt ganz gut, scheint aber doch eher eine neue Verpackung für eine ziemlich alte Sache zu sein.

Denn letztlich bleibt es ja dann doch bei all den lästigen Pflichten, die zu dieser Art von Freundschaft gehören: Gebote, Verbote, Regeln, Bibel lesen, um Vergebung bitten, zu einer Kirchengemeinde gehen etc. - eben das ganze fromme Programm. Also ist das mit der Freundschaft nicht einfach nur ein netter Werbespruch?

Jesus will Freundschaft

Als Jesus drei Jahre in Israel unterwegs war, redete er von seinem Vater im Himmel und von einem Reich, das ganz anders funktioniert als die Reiche, die die Menschen bis dahin kannten. In dieser Zeit war er mit zwölf Männern unterwegs; die wollten von ihm lernen und sprachen ihn voller Respekt mit «Meister» (hebräisch «Rabbi») an.

Zu ihnen sagte Jesus: «Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt. Und ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch aufgetragen habe. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn einem Knecht sagt der Herr nicht, was er vorhat. Ihr aber seid meine Freunde; denn ich habe euch alles anvertraut, was ich vom Vater gehört habe» (Die Bibel, Johannesevangelium, 15. Kapitel, Verse 13-15).

Freundschaft mit einem, der mir fremd ist?

Klar, es ist schon ungewöhnlich, dass es jemanden gibt, der dein Freund sein will, obwohl du ihn vielleicht noch gar nicht kennst oder von dem du nur über andere gehört hast.

Und hier hinkt auch das Bild von einem Freund: Denn Jesus ist nicht einer von deinen üblichen Freunden, wie die, die du von der Ausbildung, der Arbeit oder sonst woher kennst; sondern er ist, das ist ziemlich krass (!), der Sohn Gottes, ja Gott selbst!

Freunde suche ich mir selbst aus

Vielleicht sagst du, dass du dir Deine Freunde lieber selbst aussuchst und nicht einfach so ein Angebot annimmst. Das ist völlig in Ordnung. Jesus bietet zwar jedem Menschen eine Freundschaft an, aber er respektiert dein «Nein» oder dein «Noch nicht».

Wirklich auf Augenhöhe?

Vielleicht denkst du: Freundschaft klingt ja gut und schön, aber eine Freundschaft mit Jesus - wie soll das gehen? Er wird doch eh über mich bestimmen. Er ist halt Jesus, und ich nur ein Mensch - das ist doch eine ziemlich ungleiche Angelegenheit! Ja das stimmt, die Freundschaft ist ungleich, aber es ist trotzdem eine Freundschaft.

Und Jesus nutzt das nicht aus. Er wird dir sagen, welche Wege gut für dich sind, aber er wartet darauf, dass du freiwillig mitgehst, er wird nicht ständig auf dich einreden oder dir drohen - das ist nicht sein Stil.

«Ich kenne ihn doch gar nicht!»

Vielleicht sagst Du dir: «Wer will schon eine Freundschaft mit jemandem, den er nicht kennt.» O.k., dann ist es an dir, ob du diesen Jesus kennenlernen willst.

Wie das geht? Geh mal zu Menschen, die sich Christen nennen. Schau dir Gruppen oder Gemeinden an. Eine Möglichkeit sind Alphalive-Kurse, wo man etwas über Jesus hören kann - dazu gibt's auch noch leckeres Essen.

Vielleicht wirst du auf Menschen treffen, die doch eher wie Knechte und nicht wie Freunde von Jesus auf dich wirken. Das mag sein, aber es ändert nichts daran, dass Jesus das nicht will.

Was du noch machen kannst

Eine einfacher Weg, etwas von Jesus zu erfahren, ist, von ihm zu lesen; am Besten aus dem Original: der Bibel. Die gibt es auch online. So kannst du erfahren, was Jesus gemacht hat und wie er denkt.

Neben all dem kannst du aber auch Folgendes zu Jesus sagen: «Jesus, ich kenn dich nicht. Ich möchte aber wissen, wer und wie du bist. Zeig dich mir und sprich zu mir.» So etwas lässt Jesus nicht unbeantwortet.


Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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