Danken, auch wenn man keine Lust hat!

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Von Robert J. Tamasy

Wie reagieren Sie auf Missgeschick? Wenn Sie z.B. im Ge-schäft oder bei der Karriere mit Hindernissen konfrontiert werden, die alles zu zerstören drohen, wofür Sie schwer gearbeitet haben? Oder wenn unerwartete gesundheitliche oder finanzielle Probleme Ihnen einen schweren Rückschlag bereiten? Oder Ihre ausgeklügelten Pläne sich auflösen und Ihre Ziele zunichte machen? Wie reagieren Sie, wenn Sie mit solchen Situationen konfrontiert werden?

Eine Reaktion, die Ihnen sicherlich nicht spontan einfällt ist, Dankbarkeit zu äussern. Wenn uns Schlimmes trifft ist "Dan-ke!" sicher das letzte, was uns einfällt. Aber genau das zu tun hat Albert, ein langjähriger Freund von mir, gelernt. Er hat einen Weg gefunden, Hoffnung und Frieden zu haben, auch in extremsten Lebenslagen.

Und Albert hat keineswegs ein einfaches, bequemes Leben hinter sich. Als Junge musste er die Schrecken und Ent-behrungen des 2. Weltkrieges in Holland miterleben. Kurz nach dem Krieg kämpfte er einige Jahre gegen Tuberkulose an, die er sich u. a. durch die Mangelernährung während des Krieges zugezogen hatte. Als Erwachsener musste er mit unterschiedlichen Widrigkeiten klarkommen: Geschäftliche Schwierigkeiten, Krebserkrankung, ein schwerer Autounfall auf einer deutschen Autobahn.

Dennoch empfindet sich Albert als ein gesegneter Mann, der Freude ausstrahlt und Humor hat, der seine schwere Vergan-genheit Lügen straft. Er hat sogar ein Büchlein mit dem Titel "'Danke' sagen, auch wenn Du Dich nicht dankbar fühlst" geschrieben. Darin beschreibt er seine Kämpfe, konzentriert sich aber darauf, dass er Sinn in den sinnlos erscheinenden Schicksalsschlägen sah, nachdem er eine ernste, tiefgehende Beziehung zu Gott gefunden hatte.

Er erklärt, was er gelernt hat: "Wenn Gott dich liebt, so wie es in der Bibel steht, dann wird Er nichts geschehen lassen, was dir schadet. Und die Wahrheit ist, dass Gott jeden einzelnen von uns liebt. Also sollte man unter allen Umständen dankbar sein - gerade weil Er die Umstände beherrscht."

Albert erinnert sich an einen ganz einfachen Bibelvers, den er bei seinen ersten Glaubensschritten gelernt hat: "Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört" (1. Thessalonicher 5, 18 Einheitsübersetzung). Für sich gelesen könnte dieser Abschnitt verwirrend sein, aber ein weiterer Vers im Neuen Testament klärt die Sache: "Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, aber auch wirklich alles zu seinem Heil; denn dazu hat Gott selbst ihn erwählt und berufen." (Römer 8, 28)

Hoffnung selbst in der dunkelsten Stunde. Albert hat er-kannt: Der Schlüssel zur Dankbarkeit - selbst wenn man keine Lust dazu hat - ist das Vertrauen, dass Gott nicht nur Wirklichkeit ist, sondern dass Ihm unser Bestes am Herzen liegt. Obwohl es zu der Zeit vielleicht nicht danach aussieht. An Gottes Hingabe für uns zu glauben, an Seine Macht über unsere Lebensumstände, kann Hoffnung auch in den dunkels-ten Zeiten erwecken. Hier zwei weitere Zusagen aus der Bibel an die, die Gott vertrauen und bereit sind, Ihm selbst in den schwierigsten Lebenslagen zu danken:

Gott hat die Macht und wird uns mit allem versorgen, was wir brauchen. Da er unsere Situation und Bedürfnisse viel besser versteht als wir selber, kann Gott unsere Pläne durch-kreuzen, wenn Er sieht, dass unsere letztendlichen Hoffnun-gen und Wünsche nur teilweise - oder ganz - verfehlt werden. "Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte." (Sprüche 16, 9)

Seien Sie dankbar - und erwartungsvoll - beim Beten. Wenn wir Gott in Zeiten großer Not aufsuchen, möchte Er unser Vertrauen, dass unsere Gebete erhört werden, und dieses Vertrauen bringen wir durch Dankbarkeit zum Aus-druck. "Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!" (Philipper 4, 6). "Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank!" (Kolosser 4, 2 Die Gute Nachricht).

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Robert J. Tamasy ist Vizepräsident bei Leaders Legacy Inc., eine gemeinnützige Organisation in Atlanta, Georgia, USA

Übersetzung: Vera Flohr, Bonn, E-mail Adresse: rainerflohr@t-online.de Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

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Quelle: Montags Manna

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