UNTERNEHMENSGRÜNDUNG NACH GOTTES ART (TEIL 2)

Von Rick Boxx

(Anmerkung des Herausgebers: Dies ist der zweite von zwei Artikeln über Unternehmensgründung nach Gottes Art, mit biblischen Prinzipien als Richtlinie.) Vergangene Woche betrachteten wir drei biblische Prinzipien zur Unternehmensgründung. Heute schauen wir uns drei weitere Prinzipien an. Als viertes Prinzip schlage ich vor: Was haben Sie Ihren Kunden zu bieten, das andere nicht bieten?

Ein Freund von mir beschrieb mir seine Sicht auf sein Nischenprodukt Pensionspläne für christliche Organisationen. Seine Firma spezialisierte sich auf die Entwicklung von Investmentoptionen, die Investitionsmöglichkeiten, die nicht mit biblischen Werten in Einklang zu bringen sind, ausschliessen. Er nahm ein Produkt, das viele Unternehmen benötigen, und verband es mit Optionen für biblisch verantwortliches Investieren, die viele Christen bevorzugen.

In Römer 12,6 heisst es, «Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe bekommen, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen.» So wie Gott Ihnen einzigartige Gaben gegeben hat, hat Er auch einen einzigartigen Geschäftsplan für Sie. Entdecken Sie diese Begabungen und nutzen Sie sie, um eine Nische für Ihr Geschäft zu finden.

Als Bankangestellter hatte ich mit Hunderten von Unternehmern zu tun. Es war nicht ungewöhnlich, dass ich sie fragte, wieviel sie für ihr neues Unternehmen benötigen würden, und zu hören bekam: «Wieviel würden Sie mir denn geben?» Das bedeutete normalerweise, dass sie entweder keinen Plan hatten oder sich nicht die nötige Zeit genommen hatten, um einen Geschäftsplan auszuformulieren. Nicht so Kent. Er wu sste genau, wieviel es kosten würde, seinen produzierenden Betrieb aufzubauen, wann er Mitarbeiter einstellen würde und wieviel Schulden er aufnehmen wollte. Sein Plan gab mir das Vertrauen, dass er Erfolg haben würde – was dann auch der Fall war.

Sprüche 21,5 lehrt uns, «Was der Fleissige plant, bringt ihm Gewinn; wer aber allzu schnell etwas erreichen will, hat nur Verlust.» Das bringt uns zum fünften Prinzip: Entwickeln Sie einen Plan, der die Frage beantwortet: Wie wollen Sie Ihre Idee finanzieren, weiterentwickeln und aufrechterhalten und wie viele Mitarbeiter benötigen Sie dazu?

Meiner Erfahrung nach scheinen viele angehende Unternehmer nicht die Tugend der Geduld zu besitzen. Haben sie erst einmal eine Geschäftsidee, wollen sie am liebsten sofort beginnen, obwohl sie weder einen optimalen Zeitplan noch die notwendige Anschubfinanzierung haben. Manchmal gibt Gott uns im Voraus eine Idee, die wir für die Zukunft bewahren und vorbereiten sollen. Wenn wir diesen Prozess abkürzen wollen, haben wir am Ende ein unterfinanziertes Unternehmen oder einen ungeeigneten Standort. In Klagelieder 3,25 wird die Weisheit des geduldigen Wartens auf Gott bekräftigt, sowohl hinsichtlich Seines perfekten Zeitplans als auch hinsichtlich Seiner ausreichenden Versorgung: «Denn der Herr ist gut zu dem, der ihm vertraut und ihn von ganzem Herzen sucht.»

Das sechste Prinzip zur Unternehmensgründung beinhaltet die Antwort auf die Frage: Wann und wo? Passen Sie auf, dass Sie Gott in dem Prozess nicht vorauseilen. So können Sie beträchtliche Risiken vermeiden – für sich selbst und für Ihre Geschäftsidee.


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