Leben ist mehr

Selbstmitleid

O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!
Lukas 18,13

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Selbstmitleid
Da sass er, der etwa 20-jährige junge Mann, mit mir beim Buscafé »Mobiler Treffpunkt«. Immer, wenn er von seinem Vater sprach, sprach er von seinem »Erzeuger«. Wenn er von Papa oder Mama sprach, meinte er seine Pflegeeltern, bei denen er seit seinem zehnten Lebensjahr lebt. Er erzählte von Erlebnissen, die er mit seinem leiblichenVater als Kleinkind hatte. Immer wieder meinte der junge Mann, dass sein Leben kaputt sei. Was sollte daran noch lebenswert sein? Solche Selbsteinschätzung ist eine gefährliche Sache, weil sie jede realistische Betrachtung sehr effektiv verhindert. Wer versucht, zu solchen Menschen vorzudringen, wird bald erfahren, dass er auf ein tief gestaffeltes und jahrelang ausgebautes Verteidigungssystem stösst, das ausserdem aus allen Rohren mit unsachlichen Argumenten auf alle Hilfswilligen schiesst.

Wie soll ein solcher Mensch zur Erkenntnis der Wahrheit unseres heutigen Tagesverses gebracht werden? Zunächst wäre es gut, wenn das Selbstmitleid solcher Menschen den Gedanken zuliesse, dass es Millionen von Menschen weltweit viel schlechter geht als ihnen. Die müssen nämlich Tag für Tag ums nackte Überleben kämpfen. Dann müsste ihnen klargemacht werden, dass der rückwärtsgewandte Blick auf die Sünden der Eltern, Lehrer und Chefs jeden Neuanfang vereitelt, weil man dafür nach vorn blicken muss.

Schliesslich müssten sie erkennen, dass Gott keine Ausreden, sondern nur Sünden vergeben will, und zwar die eigenen. Denn nur durch sie wurde die Verbindung zu unserem Schöpfer zerbrochen. Wer noch andere anklagt, ist sehr weit vom Himmelreich entfernt; aber ihm kann geholfen werden; denn für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. keh

Frage:
Wem geben Sie die Schuld an Ihrer Situation?

Tipp:
Lassen Sie die Wahrheit an sich herankommen!

Bibel:
Lukas 23,44-49


Quelle: Leben ist mehr

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