Kerze vs Licht

Flimmern Sie noch oder leuchten Sie schon?

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Kerzenlicht ist ein schönes, warmes Licht. Es gibt Atmosphäre. Im Kerzenlicht werden manche Menschen wehmütig, einige erinnern sich an früher, an die warmee Stube daheim, an Weihnachtslieder und leckeres Gebäck. Kerzen sind wie Menschen: Sie haben eine Ausstrahlung, wenn sie brennen. Es gibt Menschen, die Lichter sind, in deren Nähe man sich gerne aufhält und die aufrichtig, klar und für andere da sind.

Jeder Mensch könnte im Grunde mit einer Kerze verglichen werden. Es gibt imposante grosse und verzierte Kerzen, und es gibt kleine billige Kerzen. In allen Variationen sind sie vorhanden. Doch alle haben die gleiche Bestimmung: Sich verzehren für andere, Wärme und Licht weitergeben. Darum können wir unterscheiden zwischen Kerzen und Lichter. Nicht jede Kerze ist ein Licht. Erst wenn sie angezündet wird, wenn sie sich hingibt, wird sie zum Licht.

Doch wer gibt sich schon hin für andere? Wer ist schon immer und überall ein Licht? Und wenn wir schon mal hier oder da ein Licht sind, wer lässt sich dann nicht schnell wieder ausblasen, vom rauen Wind einer gehässigen Bemerkung, einer Enttäuschung oder eines traurigen Ereignisses. Es flackert ab und zu bei uns, aber konstantes, warmes Licht zu sein, empfinden wir als Überforderung. Und doch werden sie dringend gebraucht in unserer Welt: Die brennenden Lichter, die bei jeder Lebenswitterung und in allen Situationen brennen.

Eigentlich hat das nur einer in seinem Leben praktiziert: Jesus Christus. In der Begegnung mit ihm werden Menschen getröstet und aufgerichtet. Deshalb nennt die Bibel ihn «das Licht der Welt». Er ist keine schöne Kerze in einem sakralen Raum, keine verzierte, steife Wachsstatue, die alle bestaunen können. Er ist Licht. Er kam mit dem himmlischen Licht auf diese Welt. Er kam nicht, um seine Schönheit und Grösse zu zeigen. Er kam, um Licht, Wärme und Orientierung zu geben.

Er möchte uns mit seinem Licht erhellen. Durch ihn wird es hell in unserem Leben und im Leben unserer Mitmenschen. Jesus hat uns sein Licht zur Verfügung gestellt. Er hat die Verantwortung für das Erhellen der Welt an uns übergeben. Sie sind noch eine Kerze, oder sind sie schon zum Licht geworden? Kerzenmenschen sind oft auch religiös interessiert, kennen christliche Lieder und besuchen christliche Veranstaltungen. Alles ist da, nur das Feuer fehlt. Solche Kerzen sind nutzlos in der Dunkelheit. Von solchen Kerzen ist unsere Welt voll. Jesus will uns mit seinem Feuer brennend, zum leuchtenden Licht machen. Die Frage ist, ob er uns mit seiner Liebe anstecken darf. In der persönlichen Begegnung mit ihm liegt die Kraft zu einem hellen, warmen, und verzehrenden Leben für andere. Ein solches Leben macht Freude und gibt Sinn.

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Buch zum Thema:
Brennen, ohne auszubrennen

Datum: 19.12.2011
Autor: Dick Leuvenink
Quelle: FEG Basel

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