Glück und Unglück

Sind Sie eigentlich ein glücklicher Mensch? Sie denken vielleicht, solch eine Frage kann man doch nicht einfach mit ja oder nein beantworten. Das Leben ist doch viel zu kompliziert um einfach zu sagen: ich bin glücklich oder unglücklich! Was ist überhaupt Glück und was ist Unglück? Aus China kommt eine Geschichte, die das deutlich macht. Es geht um einen armen Bauer, der einen kleinen Acker mit dem alten müden Pferd bestellte und mehr schlecht als recht mit seinem einzigen Sohn davon lebte. Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Alle Nachbarn kamen und bedauerten ihn wegen seines Unglücks. Der Bauer blieb ruhig und sagte: Woher wisst ihr, dass es ein Unglück ist? In der nächsten Woche kam das Pferd zurück und brachte zehn Wildpferde mit. Die Nachbarn kamen und gratulierten ihm zu seinem grossen Glück. Der Bauer antwortete bedächtig: Woher wisst ihr, das es Glück ist? Der Sohn fing die Pferde ein, nahm sich das wildeste und ritt darauf los. Aber das wilde Pferd warf ihn ab, und der Sohn brach sich ein Bein. Alle Nachbarn kamen und jammerten über das Unglück. Der Bauer blieb ruhig und sagte: Woher wisst ihr, das es ein Unglück ist? Bald darauf brach ein Krieg aus, und alle junge Männer mussten zur Armee. Nur der Sohn mit seinem gebrochenen Bein durfte zu Hause bleiben.

Glück und Unglück sind relativ

Wir sehen in dieser Geschichte, wie vordergründig, ungenau und falsch unsere Definition von Glück und Unglück sein kann. Uns fehlt der letzte Überblick zu einem richtigen Verständnis. Fragen wir alte Menschen, so werden Sie anders über Glück und Unglück im Leben sprechen, als junge Menschen. Im Alter ist das Glück nicht mehr synonym von Geld und Vermögen. Man hat dann ganz andere Sorgen. Alte Menschen bezeichnen dann als Glück oftmals: die Zusammengehörigkeit der Familie, die erfahrene Liebe im Alter, den Frieden mit Gott und der treue regelmässige Besuch eines Verwandten oder Freundes. Vom Ende des Lebens her gesehen bekommt man also eine neue Sicht auf Glück und Unglück. Wir wissen es eben nicht immer genau, was uns gut tut und was nicht. Wir merken das oft erst später.

Gott meint es gut

Aber Gott weiss, was gut ist für uns. Und der Mensch, der sich an ihn hängt erfährt in seinem Leben, dass Gott es gut mit ihm meint. Dass er nur Eines möchte, nämlich, dass unser Leben optimal gelingt und wir wirklich glücklich werden. Bei ihm sind alle Menschen Wunschkinder. Sein Programm für unser Leben ist Segen und Frieden. Doch er kann es uns nur aufschliessen auf der Basis des Vertrauens. Wichtiger als alles im Leben zu Verstehen ist es jederzeit vertrauen zu können. Das gibt halt! Gott ist gut und vertrauenswürdig. In der Bindung am ihn, muss ich auch am Schweren im Leben nicht zerbrechen. Sicher werde ich das jetzt noch Unverständliche einst als weise Führung des liebenden Gottes verstehen. Gott hat seine Liebe zu uns in seinem Sohn Jesus Christus bewiesen. Den hat er für uns auf diese Welt gesandt und er ist für unsere Sünde am Kreuz gestorben. Das ist ein Beweis der Liebe Gottes, das beweist, dass Gott alles daran setzt uns glücklich zu machen, nichts ist ihm zu teuer. Gott ist da in Freud und Leid, immer und für jeden Menschen, er liebt uns in einer unwandelbaren Treue. Das gilt auch für Sie. Ihn zu kennen, das ist wahres Glück!


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Datum: 19.05.2005
Autor: Dick Leuvenink
Quelle: FEG Basel

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