Fehlende Anerkennung?

Auch verborgene Arbeit wird belohnt

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Stellen Sie sich vor: Sie wären kein Mensch, sondern Teil eines Hauses. Welchen Teil möchten Sie dann am Liebsten sein? Ein grosses Fenster, die edle Eingangstür oder die robuste Treppe? Doch was wären all diese Einzelteile ohne Fundament?

All diese Teile stechen ins Auge und finden in gewisser Weise besondere Anerkennung. Trotzdem gibt es an jedem Haus Dinge, die nicht oder kaum sichtbar und doch sehr bedeutsam sind. Ich denke da an das Fundament. Obwohl das Fundament eines Hauses unsichtbar ist, würde niemand von uns sagen: Weil wir das Fundament nicht sehen, ist es nicht wichtig. Denn wenn es fehlen würde, bekämen die Mauern Risse, das Haus würde in sich zusammenbrechen. Ja, bald würde es lebensgefährlich werden, ein solches Haus zu betreten. Jeder merkt nun, wie wichtig auch die unsichtbaren Teile sind.

Die unsichtbaren Grundlagen

Ähnlich kann es auch in einer Lebensaufgabe, einem stillen Dienst, sein. Dienende Menschen bleiben oft unbeachtet. Niemand dankt für den Einsatz. Kaum einer merkt die Leistung, alles wird als selbstverständlich hingenommen. Das kann die betreffende Person manchmal frustrieren. Dabei kann es sich um eine fundamental wichtige Lebensaufgabe handeln. Es braucht dann Grösse, diesen Dienst trotz fehlender Anerkennung weiterhin treu wahrzunehmen. 

Jesus Christus hat Menschen, die in einer solchen Spannung stehen, Mut gemacht durchzuhalten. In seiner berühmten Bergpredigt vergleicht er Menschen, die bloss um die Anerkennung durch andere Menschen bemüht sind, mit solchen, die ihren Dienst in Stille, einzig von Gott beachtet, ausführen.

Der Herr sieht ins Verborgene

Von Ersteren sagt er: Sie haben ihren Lohn dahin. Sie tun den Dienst - selbst wenn es dabei um etwas Religiöses geht - eigentlich nicht für andere oder für Gott. Sie sind im Grunde genommen Egoisten, die nur an sich selbst denken. Sie sonnen sich gerne im Ruhm, bekommen aber keinen weiteren Lohn. Von Letzteren sagt Jesus: «Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.» (Die Bibel, Matthäus-Evangelium, Kapitel 6, Verse 4; 6 und 18).  Dreimal wiederholt er diese Aussage, um deutlich zu machen: Gott sieht deinen Dienst, Gott anerkennt deinen Einsatz und er wird dich zu seiner Zeit auch ehren.

Arbeit im Stillen lohnt sich

Deine Arbeit ist nicht unwichtig, auch wenn viele dir diesen Eindruck vermitteln. Gott urteilt anders. Was aus Liebe zu ihm getan wird, bleibt niemals unbelohnt. 

Wenn Sie den Eindruck haben: Ja, ich bin solch eine unbeachtete Person, meine Arbeit wird kaum gesehen, dann wünsche ich Ihnen den Mut des Glaubens, diesen Dienst weiterhin zur Ehre Gottes zu tun. Er wird es lohnen und vergelten - es kann die Arbeit an einem unsichtbaren Fundament sein. Halten Sie durch. Denn... ja, der Vater, der ins Verborgene sieht, wird es Ihnen vergelten.

Buch zum Thema:
Süchtig nach Anerkennung: Hör auf, allen gefallen zu wollen


Autor: Dick Leuvenink
Quelle: FEG Basel

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