Auf der Suche nach Frieden

FRIEDEN DANK FREIER LIEBE? Der Weg zum Frieden auf Erden kann nur durch das Praktizieren der „Freien Liebe“ erreicht werden. Entsprechend neue Umgangs- und Lebensformen fordert Sabine Lichtenfels von der „Friedensschule Mirja“. Diese würden im „Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung“ (ZEGG) bereits erprobt. Frau Lichtenfels, die behauptet, die Liebe habe ihren Sitz in der Frau, spricht in diesem Zusammenhang vom Aufbau „humaner Bordelle“. Gelernt werden sollen „Liebe ohne Eifersucht“, Sexualität ohne Angst“ etc. Nur auf dieser Basis, so wird erklärt, könnten „Räume voller Vertrauen und Wahrheit unter den Menschen aufgebaut werden“. Angebetet wird in ihren „Friedensschulen“ „Mutter Erde“.

FRIEDEN DANK WELTETHOS? Der in Tübingen lehrende Theologe Hans Küng ist überzeugt, dass es ohne Religionsfrieden keinen Weltfrieden gibt. Seine Lösung: Alle Religionen werden auf den kleinsten gemeinsamen Nenner reduziert. Daraus werden dann global gültige, auf den Menschen ausgerichtete Regeln formuliert. Doch anbeten darf jeder Mensch weiterhin den Gott, den er möchte, einfach alles im Rahmen der nötigen Toleranz. Doch Küngs „Weltethos“ geht auf Kosten der Wahrheit.

FRIEDEN DANK SOLDATEN? Die Menschen jubeln beim Einzug der ersten „Friedenssoldaten“ in der liberianischen Hauptstadt Monrovia. 1999, zwei Jahre nach der Wahl von Präsident Taylor, hatten die letzten Truppen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS Liberia nach 9-jähriger Präsenz verlassen. Jetzt kehren sie zurück. Auffallend dass beide Parteien aufatmen: die Aufständischen wie die Regierungstruppen. - In der Zeitung ist einer der „Friedenssoldaten“ abgebildet. Im Kampfanzug, mit kugelsicherer Weste, Maschinengewehr und vollen Patronengürteln steht der Nigerianer Wache, um das Böse in Schach zu halten. So sieht ein „Friedenssoldat“ aus. Schaffen Soldaten Frieden?

FRIEDEN MIT GOTT. Als Jesus geboren wurde, brach eine neue Zeit an. In ihrem Lied formulierten die Engel damals in Bethlehem die zwei wesentlichen Ansätze zur Lösung der Friedensfrage. Erstens: Sie beteten Gott an, indem sie sangen „Herrlichkeit Gott in der Höhe!“ Zweitens: Als Folge formulierten sie „Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens“ (Lk. 2,14). Wo ein Menschenherz sich dem Reden Gottes im Sohn öffnet (vgl. Hebr. 1,2), weil es erkennt, dass die Ursachen des Unfriedens in seinem Innersten liegen (vgl. Matth. 15,19), wird Gott erhöht. Die Versöhnung durch Christus führt zum Frieden mit Gott (vgl. Röm. 5,1). Die erfahrene Vergebung ermöglicht ein neues Leben im Licht Gottes und im Dienst am Nächsten. Soll Frieden werden, kommt niemand um die Anbetung des wahren Gottes herum. Weder Sabine Lichtenfels, noch Hans Küng, noch die Armeeführer der Welt.

Autor: Rolf Höneisen, Redaktion factum

Datum: 10.08.2003
Quelle: Livenet.ch

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Wir sind es derart gewohnt, auf so vielen Ebenen zu «müssen», dass wir gar nicht mehr hinterfragen...