Feindesliebe?

PLO-Generalsekretär wird in israelischem Krankenhaus behandelt

Der palästinensische PLO-Generalsekretär Saeb Erekat (65) wird seit ein paar Tagen im israelischen Krankenhaus Hadassah behandelt. Vor zwei Wochen ist der aus Jericho stammende Politiker an Corona erkrankt. Auch Palästinenserchef Mahmoud Abbas war bereits in Israel behandelt worden.

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Saeb Erekat (Bild: Wikipedia)
Als sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechterte, entschied seine Familie, Erekat nach Jerusalem zu bringen und nicht in ein palästinensisches oder jordanisches Spital. Erekats Immunsystem wurde wegen seiner Lungentransplantation vor drei Jahren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nun wird er also in der Universitätsklinik in Jerusalem von israelischen Ärzten behandelt. Wegen Atemnot wird er unter Vollnarkose künstlich beatmet.

Selbstverständlich ist dies nicht, immerhin rief Erekat verschiedentlich direkt und indirekt dazu auf, Juden zu töten. Dennoch wird diese Behandlung als humaner, menschlicher Akt bewertet.

Auch Abbas von israelischen Ärzten behandelt

Auch Palästinenserchef Mahmoud Abbas (84) befand sich 2018 in höchster Lebensgefahr und wurde durch die Behandlung eines israelischen Arztes gerettet. Bei ihm handelte es sich um eine Ohrenentzündung, die sich gerade zu einer Lungenentzündung entwickelte. Befürchtet wurde, dass bald lebenswichtige Organe komplett ihren Dienst versagen könnten, was Abbas' baldigen Tod bedeutet hätte.

Schliesslich wurde ein israelischer Spezialist nach Ramallah entsandt, der für eine entsprechende Behandlung sorgte. Rund eine Woche später konnte Abbas das Krankenhaus wieder verlassen (Livenet berichtete).

Abbas-Frau und Bahrain-Prinzessin in Israel behandelt

Auch die Frau von Mahmoud Abbas, Amina Abbas, war bereits in einem israelischen Spital operiert worden (Livenet berichtete). Ebenso wurde eine Prinzessin aus Bahrain für eine lebensrettende Operation in den jüdischen Staat gebracht.

Oder auch die einjährige Enkelin von Hamas-Führer Ismail Haniyeh genoss israelische Behandlung. Als sie vor schweren gesundheitlichen Problemen stand, wollte Ismail die Kleine nicht in Ramallah, Kairo, Amman oder Beirut pflegen lassen, sondern in Israel.

Tausende werden in Israel geheilt

Tausende Menschen aus den umliegenden arabischen Ländern werden in israelischen Krankenhäusern geheilt. Oft sind es palästinensisch-arabische Kinder, die lebensrettende Operationen erhalten. Die Finanzen werden oft vollumfänglich von israelischen Steuerzahlern übernommen.

Andere Patienten stammen aus Krisengebieten wie dem Irak, Syrien oder Afghanistan. Es handelt sich dabei nicht um einen kurzlebigen Akt der Nächstenliebe, sondern um eine lange Geschichte. Einem syrischen Paar wurde beispielsweise das Leben gerettet. Den beiden war Israel von Klein an als brutaler Erzfeind dargestellt worden. Doch vor Ort erlebten sie das Gegenteil (Livenet berichtete auch über diesen Fall).

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Datum: 21.10.2020
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Israel heute / Faithwire / Daily Wire

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