Zwei arabische Klempner

Sie verzichteten auf den Lohn, als sie ihre Lebensgeschichte hörten

Eigentlich hätten die Leistungen der arabischen Klempner-Brüder Simon und Salim Matari umgerechnet 260 Euro gekostet. Doch sie verzichteten darauf, so sehr berührte sie die Geschichte der Jüdin Rosa.

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Die beiden Brüder Simon und Salim Matari mit Rosa Meir
Inmitten der Nachrichten über Auseinandersetzungen und Gewalt im Nahen Osten gibt es immer wieder auch Nachrichten über Menschlichkeit, Solidarität und Nächstenliebe – wie etwa diese auf Israels Kanal Keshet 12. Zwei Klempner, die Brüder Simon und Salim Matari, wurden angerufen, um eine undichte Stelle im Haus von Rosa Meir in Haifa zu reparieren.

Während der Arbeit begannen die arabischen Israelis, sich mit Rosa Meir zu unterhalten. «Irgendwann während der Arbeit begann mein Bruder Salim, mit Rosa über ihr Leben zu reden», erinnert sich Simon gegenüber Keshet 12. «Sie erzählte uns, dass sie 95 Jahre ist, eine Überlebende des Holocaust und dass sie eine Tochter hat. Ihre Lebensgeschichte berührte mich sehr. In dem Moment beschloss ich, dass ich von ihr keinen Cent entgegennehmen würde…»

Gesundheitswünsche statt Geldforderung

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Die Rechnung der beiden Brüder an Rosa
Eigentlich hätten die Arbeiten rund 1'000 Israelische Schekel gekostet, also etwa 260 Euro. Doch anstatt die Rechnung normal auszustellen, schrieben die zwei eine besondere Botschaft darauf: «Holocaust-Überlebende: Wir wünschen dir Gesundheit bis du 120 Jahre alt bist – von Matari Simon und Matari Salim.» Dazu noch der Hinweis, dass ihre Dienste «0 Schekel» kosteten.

«Menschlich sein ist wichtiger»

Rosa Meir war von dieser Geste sehr berührt. «Die Brüder haben mich echt überrascht», sagte sie gebenüber Keshet 12. «Es war so berührend und aufbauend und ich habe ihnen sehr gedankt.» Die beiden versprachen auch, jederzeit wiederzukommen und ihr auszuhelfen, ohne etwas dafür zu verlangen. «Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen. Geld ist wichtig, aber es ist nicht das wichtigste. Es ist viel wichtiger, menschlich zu sein.»

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Datum: 09.10.2019
Autor: Emily Jones / Rebekka Schmidt
Quelle: CBN News / Übersetzung: Livenet

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