Die Achse des Guten?

Israel und Saudi-Arabien rücken zusammen

Im schiitischen Iran sehen sowohl Israel wie Saudi-Arabien eine erhebliche Gefahr. Deshalb rücken die früheren Erzfeinde Jerusalem und Riad mehr und mehr zusammen. Zwar noch nicht im Flutlicht der Weltöffentlichkeit, aber doch immerhin mit sichtbaren Leuchtsignalen.

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Jerusalem mit dem Felsendom
Amos Yadlin, früherer General der israelischen Luftwaffe und Geheimdienstchef, sagte erst vor kurzem gegenüber dem französischen Nachrichtensender «France 24», dass Israel und Saudi-Arabien unter dem Radar eine Allianz gegen den Iran schmieden würden. Denn beide sehen den Iran als grösste Bedrohung.

Yadlin wurde zitiert: «Wenn der saudische Verteidigungsminister morgens erwacht und seine Probleme anschaut, sieht er den Iran und was dieser im Nahen Osten erreichen will. Dann sieht er die Nuklear-Ambitionen des Irans. Und anschliessend die Aktionen des Iran in Syrien, Irak, Jemen und im Libanon. Er sieht die Hisbollah als Gefahr und auch den Islamischen Staat. Und wenn der israelische Verteidigungsminister erwacht, sieht er mehr oder weniger die gleichen Probleme.» Es gebe so viele Gemeinsamkeiten, dass man zusammen handeln werde. Es könne mit der Zeit wohl sogar ganz öffentlich geschehen.

Iran Gefahr für Israel und Saudis

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Amos Yadlin
Wie Livenet bereits in früheren Jahren andeutete, hielt sich Saudi-Arabien erstaunlich zurück, als Israel 2006 im Norden gegen die Hisbollah kämpfte. Denn im schiitischen Islam und insbesondere im überwiegend schiitischen Iran erkennen die strengen Wahhabiten eine erhebliche Gefahr für die ganze Region. Und bereits seit Längerem wurde von verschiedenen Polit-Kennern hervorgehoben, dass bei einem allfälligen Angriff Israels auf iranische Atomanlagen die saudischen Radars auf wundersame Art und Weise ausfallen würden. Denn eine iranische Nuklear-Rakete auf Israel würde auch Saudi-Arabien verheerend treffen.

Erst vor wenigen Tagen kamen die jüngsten Drohungen aus dem persischen Reich. Diesmal nahm General Hossein Salami, stellvertretender Chef der Revolutionsgarde, das Wort «Endlösung» in den Mund: «Sollten die Zionisten eine falsche Bewegung machen, dann werden alle besetzten Gebiete von kampfbereiten Kämpfern angegriffen werden.»

100'000 Raketen abschussbereit

Ausserdem habe die Hisbollah 100'000 abschussbereite, auf Israel gerichtete Raketen. Dies im Südlibanon, obschon die UNO nach dem Krieg 2006 versprach, eine Bewaffnung der Gegend zu verhindern.

Im Mai sagte Ahmad Karimpour, Berater der iranischen Garden, dass sein Land bereit sei, «das zionistische Regime in weniger als acht Minuten auszulöschen.» Diese Hetze ist kein Zufallsprodukt, so schrieb beispielsweise der religiöse Übervater des Landes, Ali Khamenei, in seinem im vergangenen Jahr publizierten Buch, dass «das Krebsgeschwür Israel zerstört werden muss».

Zum Thema:
Und wieder schaut die Welt zu: Khamenei: «Krebsgeschwür Israel muss zerstört werden»
Mangelnde Frauenrechte: Einzig Israel steht am Pranger
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Datum: 29.07.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / UWI / Israel heute

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