Freundschaft als Schlüssel

Christliche Studentengruppe in San Diego blüht auf

Noch vor 20 Jahren steckte die InterVarsity Christian Fellowship in der Krise: Kaum jemand kam durch die Studentenarbeit zum Glauben. War die Arbeit sinnlos? Was machten sie falsch? Doch ein Richtungswechsel änderte alles.

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Uni-Campus in den USA
Christliche Schüler- und Studentengruppen gibt es auf der ganzen Welt. In fast jedem Land. Manchmal sogar mehrere unterschiedliche Organisationen. Manche sind angesagter, andere eher weniger. Auch die InterVarsity Christian Fellowship in den USA steckte noch vor 20 Jahren in der Krise. Nur wenige Studenten kamen in die Gruppe – in der Gegend von San Diego kamen in einem Jahr nur acht Studenten zum Glauben.

Evangelisation unter Freunden

Entmutigt trafen sich die Leiter, überlegten, was man ändern könnte. Man dachte, die meisten Studenten seien einfach «zu wissenschaftlich» orientiert, als dass sie am Glauben interessiert sein könnten. Doch stimmte das wirklich?

Die Richtung wurde geändert: Man wollte vermehrt Freundschaften nutzen, Freunschaftsevangelisation machen und auf nichtchristliche Studenten zugehen. Sie sollten direkter über den Glauben informiert und dazu eingeladen werden, ihr Leben mit Jesus Christus zu leben. Und – die Leiter begannen zu beten. «Wir verbrachten etwa sechs Monate im Gebet», berichtet Ryan Pfeiffer, Leiter von InterVarsity in San Diego, gegenüber Mission Network News. «Eine Handvoll Mitarbeiter konzentrierte sich einzig auf die Evangelisation und versuchte, zu lernen, wie die neue Generation in den Universitäten erreicht werden könnte.»

Sichtbarer Erfolg

Und dann begannen die Gruppen zu wachsen. «In den letzten fünf Jahren gab es in den meisten InterVarsity-Gruppen hier in San Diego starkes Wachstum», erzählt Pfeiffer. Jede Woche gibt es ein grosses Treffen für alle, zu dem die Studenten spezifisch nichtchristliche Freunde einladen mit Lobpreis und einer Kurzpredigt. «Wir begannen, die Leute zum Glauben einzuladen und die Studenten antworteten positiv darauf… Studenten, von denen wir vorher dachten, dass das nie möglich sein würde.» Vor zwei Jahren kamen auf diese Weise nicht nur acht, sondern 615 Studenten zum Glauben.

Bibelgruppe im Joghurtladen

Ein gutes Beispiel ist eine Gruppe von Mädchen, die sich im Joghurtladen treffen. Ariel, die Leiterin, fing die Gruppe einfach an – und schon zum ersten Treffen kamen zwölf griechische Mädchen. «Zum Ende hin fragte Ariel die Studentinnen, was sie über Jesus denken. Jesus würde sie heilen wollen… und zehn Mädchen antworteten.» Und zu Ariels Überraschung stand ein Mädchen nach dem anderen auf und erklärte, dass sie an Jesus glauben wollte. Für Pfeiffer ist insbesondere das Engagement Ariels bewundernswert. «Es gibt nichts Besseres, als einen Studenten zu beobachten, der voller Begeisterung und Selbstbewusstsein ist, so dass Gott ihn oder sie nutzen kann, um die Freunde zum Glauben zu führen!»

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Datum: 02.03.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Mission Network News

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