Kreativ und lustig

«Würde es jemand merken, wenn Ihre Kirche nicht mehr da wäre?»

Dem Nächsten gut zu dienen, das ist das Anliegen des Baptisten-Pastors Bobby Manning aus Maryland. Deshalb organisiert er teils verrückte, teils lustige Aktionen, um den Menschen der Umgebung Gutes zu tun – wie beispielsweise am vergangenen Samstag, als die Gemeindeglieder kostenlos Benzin verteilten.

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Viele Menschen standen Schlange, um bei einer früheren Aktion vom Pastor Bobby Manning (rechts) Lebensmittel zu bekommen.
Die Mission einer Gemeinde ist sicherlich zum einen, die Gute Nachricht von Jesus Christus weiterzugeben und Menschen in ein Leben mit Jesus einzuladen und sie dann in diesem Leben zu begleiten. Doch zum anderen sollte auch immer der Dienst am Nächsten im Mittelpunkt stehen, Möglichkeiten, wie man Jesu Liebe auf praktische Weise weiterzugeben. Das Wie dieses zweiten Punktes ist wohl so weit gefächert, wie es unterschiedliche Menschen gibt. Doch eine Gemeinde in Maryland beweist, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Gratis-Benzin

«Wir suchen immer nach Möglichkeiten, unseren Stadtteil auf so kreative und lustige Weise wie möglich zu erreichen», erklärte Bobby Manning, Pastor der First Baptist Church in Maryland, gegenüber Christian Post. Sei es durch die Ausgabe von Lebensmitteln, Waschmitteln oder kostenloser Kleidungsreinigung – oder, wie am vergangenen Samstag, durch das Verschenken von Benzin. Diese Idee erhielt der Pastor von einem Kollegen aus New York. «Ich hab die Idee genommen und mein Team davon begeistert!»

Ein Dienst, wie Jesus ihn hatte

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Bobby Manning (rechts) in Aktion
Bei dem «Gas Buy-Down» arbeitete die Gemeinde mit einer BP-Tankstelle zusammen. Von 8 bis 11 Uhr morgens konnte jeder, der wollte, mit seinem Auto zur besagten Tankstelle kommen, wurde dort von Mitgliedern der Gemeinde begrüsst und bekam seinen Tank umsonst gefüllt – bis zu einem Gegenwert von 20 US-Dollar. Eigentlich wollte die Gemeinde die gesamten Kosten der Aktion nehmen, doch der Tankstellenbesitzer kam ihnen entgegen und spendete ebenfalls einen Teil des Benzins. Auf diese Weise möchte Pastor Manning den Menschen der Stadt und Umgebung Gutes tun – einen Dienst, wie Jesus ihn hatte.

Viele wollen nicht mitmachen

Häufig ist es für die Gemeinde nicht einfach, Partner für ihre Aktionen zu finden, obwohl sie immer anbietet, sämtliche Kosten zu übernehmen. «Wenn wir auf die lokalen Geschäftsinhaber zugehen, haben wir keinerlei Erwartungen, dass sie irgendetwas beitragen müssen», erklärt Pastor Manning. «Wir sagen: 'Hey, wir bezahlen alles, wir wollen einfach nur euren Lokal nutzen und mit euch ein Team bilden…' Aber Sie wären erstaunt, wenn Sie wüssten, wie viele Geschäftsinhaber 'Nein' sagen.»

Kostenlos Wäsche waschen

Dennoch hat die Gemeinde bereits viele Aktionen gemacht, um den Menschen ihrer Umgebung Gutes zu tun. Da war beispielsweise ein Event, bei dem Anwohner umsonst ihre Kleidung in einem Waschsalon waschen und trocknen lassen durften. «Der Reinigungs-Inhaber war so begeistert von der Arbeit, die wir machen, um den Menschen zu dienen, dass er uns einen gewaltigen Preiserlass machte… Und solche Erlebnisse hatten wir auch schon oft in der Vergangenheit.» Über so positive Kooperationen freut sich der Baptistenpastor. Dieser Dienst sei «unheimlich erfolgreich».

Eine Kirche, die bemerkt wird

Doch wie kommt es, dass dem Pastor der 400 Mitglieder zählenden Gemeinde der Dienst am Nächsten so sehr am Herzen liegt? «Unsere Gemeinde hat sich dazu verpflichtet, den Menschen der Umgebung richtig gut zu dienen», erklärt Manning, der seit fünf Jahren Pastor der First Baptist Church ist. «Wenn Ihre Gemeinde mit einem Mal nicht mehr an derselben Ecke stehen würde, würden das die Menschen bemerken?… Ich möchte mich vergewissern, dass wir den Menschen so gut dienen, dass sogar diejenigen, die nicht in die Gemeinde kommen, wissen, dass es hier eine Kirche gibt, die sich um andere kümmert, denn das ist die Art von Dienst, die auch Jesus hatte.»

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Datum: 17.09.2016
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Christian Post

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