«Erweckungszentrum» in Bogota

Wenn Heilungen und Wunder an der Tagesordnung sind

Das «Erweckungszentrum» (Centro Mundial de Avivamiento) in Bogota, Kolumbien, wird seinem Namen gerecht und nennt Wunder und Heilungen im Gottesdienst «normal». Aber das war nicht immer so...

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Pastor Ricardo Rodriguez
Die Erweckungs-Gemeinde in Bogota, Kolumbien, erlebt seit 23 Jahren bei jedem Treffen übernatürliche Manifestationen des Heiligen Geistes. Wenn Pastor Ricardo Rodriguez die Worte weitersagt, die ihm der Heilige Geist eingibt, welche Krankheiten er heilen und welche Wunder er tun möchte, kommen viele nach vorne und erleben Heilung über Heilung, die auch von Ärzten, die in der Nähe stehen, bestätigt werden. Aber das war nicht immer so...

Schwieriger Start

Als das Ehepaar Ricardo und Patricia Rodriguez die Gemeinde vor 25 Jahren startete, gab es nur wenige Besucher und niemand kam pünktlich. Sie organisierten auch Strasseneinsätze und Evangelisationen, aber niemand kam. Sie taten alles Erdenkliche, um die Gemeinde aufzubauen, die sie durch Gottes Berufung gegründet hatten – aber all ihre Bemühungen blieben fruchtlos.

So kam es, dass Ricardo eines Nachts seinen Frust vor Gott brachte und Gott sagte ihm, er solle aufhören, sich Sorgen zu machen wegen der Anzahl Besucher und stattdessen beginnen, Gottes Gegenwart zu suchen. Als Ricardo dies tat, erlebte er eine revolutionäre Veränderung in seinem Leben und in seinem Dienst.

Gegenwart Gottes als Katalysator

«Vor 22 Jahren begann ich, von Sonnenaufgang bis 13 Uhr Zeit mit Gott zu verbringen», erzählt Ricardo, der als Katholik aufgewachsen ist. «Ich sass den ganzen Tag in seiner Gegenwart. Es war nicht eine Erfahrung, es war eine Beziehung mit Gott. Und ich habe nie damit aufgehört. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht Gott suche.»

Aus dieser besonderen Beziehung entstand ein geistlicher Aufbruch, der auch über das Land hinaus Menschen verändert. Und das nicht wegen eines starken Leiterehepaars, sondern weil der Heilige Geist Gemeinden im Land fand, die ihn wirken lassen.

Tiefgreifende Veränderungen

«Es begann mit einer 'Ein-Personen-Erweckung'», erklärt Ricardos Frau Patricia. Also Ricardo Gottes Gegenwart so stark erlebte, wollten seine Frau und Freunde den gleichen Hunger spüren und fingen ebenfalls Feuer. Gott habe Ricardo dann gesagt, er solle dieses Feuer 70 anderen Personen in der Gemeinde bringen. So kam die Gegenwart Gottes in die Gemeinde: Die Band konnte nicht mehr weiterspielen und singen, alle Mitglieder gingen auf die Knie und weinten.

Aus so einem geistlichen Aufbruch entstehe Veränderung, wenn es anhält, erklärt Ricardo. Das hat auch die Gemeinde erlebt. Viele Gemeindemitglieder erlebten, wie ihre ganze Familie zum Glauben kam, wie sie Wunder im finanziellen und anderen Bereichen sowie Heilungen erlebten.

Nationale und internationale Ausstrahlung

Die Avivamiento-Gemeinde bewegt aber nicht nur Bogota – für den Silvestergottesdienst versammelten sich über eine Million Menschen im grössten Park des Landes und um mehr Platz zu haben, baut die Gemeinde jetzt ein Gebäude für bis zu 40'000 Personen.

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Centro Mundial de Avivamiento
Die Gottesdienste werden in drei anderen Orten in Kolumbien sowie in Buenos Aires, Corona, New York und Miami übertragen. Leiter aus der ganzen Welt kommen, um den Geist der Erweckung zu erleben und mit in ihre Gemeinden zu nehmen.

Die Gemeinde hat auch einen eigenen Fernsehkanal (Canal ABN), Radiosender (Aviva2) und ein Videoportal (AvivaTube), wo sie Gottesdienste und Predigten aufschalten.

Südamerika im Wandel

Kolumbien hat eine lange Zeit der Unruhe und Kriminalität hinter sich. Vor zwei Jahrzenten kostete dies deshalb auch das Leben einiger Märtyrer, die die Vision hatten, mit Gottes Hilfe die Szene zu verändern. Und sie erlebten Wunder: In Cali, der Drogenhaupstadt der Welt, fiel nach einer Gebetsnacht der erste Drogenboss und die Korruption reduzierte sich massiv. Allerdings schlug der Feind bald zurück und der Pastor wurde im gleichen Jahr auf den Strassen Calis ermordet. Doch die Frucht dieses Aufbruchs ist immer noch sichtbar. 2014 war laut «Insight Crime» das friedlichste Jahr seit 1984.

Geistlicher Aufbruch ist jedoch nicht nur in Kolumbien, sondern auch in vielen anderen Ländern Südamerikas auszumachen. «Die am schnellsten wachsenden Gemeinden befinden sich in der Dritten Welt, besonders in Lateinamerika», erklärt Robert Barriger, Pastor von «Camino de Vida» in Lima.

 

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Datum: 12.08.2016
Autor: Anja Janki / Jennifer LeClaire
Quelle: Livenet / Charisma News

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