Bisexuell, pornosüchtig, drogenabhängig

«Tief in mir wusste ich, dass ich Gottes Liebe brauche»

Als Kegan Wesley als Viertklässler von älteren Männern vergewaltigt wird, spricht er mit niemandem darüber. Er versucht, die Verletzungen mit Beziehungen, Alkohol und Drogen zu unterdrücken. Doch tief in ihm ist immer die Sehnsucht nach echter Liebe. Als er diese findet, ist er bereit, alles andere aufzugeben.

Zoom
Kegan Wesley
Kegan Wesley ist noch in der Grundschule, als seine Eltern sich scheiden lassen. Seine Mutter verlässt die Familie und der kleine Junge vesteht die Welt nicht mehr. Kurze Zeit später wird der Viertklässler zu einer Geburtstags-Pyjama-Party eingeladen. Doch statt Videospielen oder Zeichentrickfilmen gelangen er und seine Freunde an pornografisches Material. Ältere Jungs, die ebenfalls auf der Feier sind, vergewaltigen Kegan und zeigen seinen Klassenkameraden, wie sie es ebenfalls tun können…

Trügerische Freiheit

Kegan ist äusserlich und innerlich verletzt. Doch soll er es wirklich jemandem erzählen? Wird man ihm glauben? Und wenn man ihm glaubt, wird man ihm dann nicht die Schuld zuweisen? Er entscheidet sich zu schweigen. Seine Klassenkameraden stempeln ihn schnell als «die Pussy» oder «der Schwule» ab und statt dagegen zu kämpfen beginnt er, dies für sich anzunehmen.

In den kommenden Jahren hat er sowohl mit Mädchen als auch mit Jungs sexuelle Beziehungen, Pornografie wird für ihn zur Sucht und der Alkohol hält ihn gefangen. «Ich versuchte einfach, damit den Schmerz zu unterdrücken…» Bald ist er auch drogenabhängig. «An den Drogen gefiel mir, dass in dem Moment des Konsums all meine Probleme einfach weg waren. Ich musste über nichts mehr nachdenken, all meine Verletzungen waren weg… Es war wie eine trügerische Freiheit.» Er versucht mit allen Mitteln und Wegen, die Leere in sich zu füllen, welche die ungeheilten Verletzungen in ihm hinterlassen haben. «Ich gab mich emotional und sexuell Männern und Frauen hin, weil ich einfach krampfhaft versuchte, einen Ort zu finden, an den ich gehörte. Ich versuchte, jemanden zu finden, der mich liebt, der mich bestätigt…»

Auf der Suche nach Antworten

Während seiner gesamten Jugendzeit interessiert sich Kegan für Gott, obwohl er nicht weiss, ob er wirklich existiert. «Ich wollte wissen, wer er ist – obwohl ich mir sicher war, dass er mich für meinen bisexuellen Lebensstil hasste!» Aber der Junge wird von so vielen Fragen geplagt, die er Gott stellen möchte: «Warum musste mir das als kleiner Junge passieren? Warum lebe ich weiterhin in diesem Lebensstil? Ich hatte Fragen über Fragen und wollte Antworten! Und irgendwo ganz tief in mir wusste ich, dass Gott die Liebe ist und dass ich diese Liebe brauche.»

Auf seiner Suche beginnt Kegan, eine christliche Gemeinde zu besuchen. Er beobachtet die Menschen dort und ist irgendwie fasziniert, doch möchte er seinen alten Lebensstil noch nicht loslassen. Und dennoch weiss er, dass es so nicht weitergehen kann: «Ich war an dem Punkt, an dem ich mich abends im Bett in den Schlaf weinte, weil ich einfach niemandem wichtig war. Niemand liebte mich wirklich, niemand interessierte sich für meine Gefühle oder dachte, dass ich es wert war… Ich erinnere mich, wie ich im Bett lag und sagte: 'Gott, ich möchte so nicht leben, ich möchte nicht so sein, wie ich bin. Kannst du mir helfen? Ich möchte das an mir lieben, was du an mir liebst, und ich möchte das an mir hassen, was du an mir hasst.'»

«Es war wie flüssige Liebe…»

Dann lädt ihn seine Mutter auf ein christliches Konzert von Eddie James ein. «Ich bebachtete die Leute auf der Bühne, die Gott so authentisch anbeteten, sass auf meinem Stuhl und musste  hemmungslos weinen. Ich betete: 'Gott, ich will das auch haben, was sie haben!'» Als die Leute auf der Bühne ihre Lebensgeschichten erzählen und berichten, wie Gott sie aus Pornographie, Drogenabhängigkeit, homosexuellem Lebensstil und anderen schweren Situationen befreit hat, weiss Kegan, dass er dies auch möchte und braucht. Er folgt dem Aufruf, geht nach vorne und bittet Jesus, die Kontrolle in seinem Leben zu übernehmen. Und mit einem Mal spürt er Jesu Liebe ganz konkret in seinem Körper. «Es war, als ob flüssige Liebe über meinen Körper in mein Herz und meine Seele floss… Ich fühlte mich geliebt, fühlte mich akzeptiert und es war besser als jedes Drogen-High dass ich je erleben könnte, besser als jede Beziehung die ich je hatte.»

Das Denken erneuern

Doch der Junge ist sich bewusst, dass diese Entscheidung sich nun in seinem Alltag wiederspiegeln muss. «Ich wusste, dass ich jetzt eine Entscheidung treffen muss: Würde ich zurück zu meinem alten Lebensstil gehen? Oder würde ich bei Jesus bleiben?» Er entscheidet sich für Jesus, und doch ist es ein harter Kampf. Wenn ihm ein pornografisches Bild in den Kopf kommt, betet er und ringt mit Jesus, an etwas anderes zu denken – bis er sich seine Bibel schnappen und darin lesen kann. Nach und nach schafft er es, sein Denken zu erneuern. «Und ich bin immer noch dabei, mein Denken zu erneuern, denn Gott sagt zu mir: 'Du wurdest nicht dazu geboren, schwul zu sein, Drogen zu nehmen, alkoholabhängig zu sein, du wurdest dafür geboren, in Gott zu leben und Gott in dir…'»

«Es gibt Zeiten, in denen es hart und schwierig erscheint, Gott zu wählen, aber sobald du dich für Gott entscheidest, wirst du so glücklich darüber sein… Zunächst bist du in dieser Zeitspanne, wo du einfach immer sagst: 'Gott, ich will dich wählen, ich will mich für dich entscheiden', aber sobald du begreifst, wer Gott wirklich ist und was du ihm bedeutest, willst du nichts anderes mehr als dich für ihn zu entscheiden!»

Zum Thema:
Frei von Homosexualität: «Christen versuchten nicht, mich zu ändern, sie überliessen dies Gott»
Früher schwul, heute 9 Kinder: Dennis Jernigan: «Ich dachte, dass Gott mich hasst!»
Homosexuelle Anziehung: Wie junge Männer ihre Sexualität entwickeln
Von Pornographie und Okkultismus befreit: Jesus schenkt tiefe Erfüllung

Datum: 01.07.2016
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Youtube

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige

RATGEBER

Merkblatt gegen Stress Survival-Kit für Männer unter Druck
Der Stress vieler Menschen nimmt aktuell zu. Wir brauchen jetzt dringend Wege, um den Stress...