Mexiko: «Es reicht!»

Eine Stadt wird verändert

Kidnapping und brutale Morde durch kriminelle Gangs hatten die Stadt Juarez in Mexiko zu einer der gefährlichsten Städte der Welt gemacht. Die Veränderung begann mit einer Handvoll Pastoren, die den Mut hatten, zu sagen: «Es reicht!» Entschlossen, ihre Stadt wieder in die Hand zu nehmen, begann die kleine Gruppe von Pastoren, für die terrorgeplagte Stadt zu beten.

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Die Nachricht davon verbreitete sich, und bald rief eine wachsende Allianz von Pastoren und Gemeindeleitern Gott für ihre Stadt an. Im Gebet wurde eine Sache klar – wenn es in Juarez Veränderung geben sollte, mussten die Christen die ersten Schritte tun.

78 Pastoren nahmen die Herausforderung an und ermutigten ihre Gemeinden, sich zu engagieren und die Häuser von Juarez zu evangelisieren. Das war keine einfache Aufgabe. Viele Gemeindemitglieder hatten Angst, an die Türen zu klopfen – sie waren einfach nicht sicher, wie sie empfangen würden. Man konnte niemandem trauen. Viele der Polizei- und Regierungsbeamten der Stadt arbeiteten ja für die Drogenbosse. Juarez war ein Zentrum moralischer Verdorbenheit geworden.

Aber die Pastoren beteten weiter und baten Gott um einen geistlichen Aufbruch in ihrer gewalttätigen Stadt. Als sie das Zentralbüro von Every Home for Christ in Mexiko mit ihrem Anliegen besuchten, war es für die Leiter schnell klar, dass sie da mithelfen wollten. Die Stadt Juarez wurde zum Schwerpunkt für den Weihnachtseinsatz 2013. Ermutigt durch die wachsende Welle von Unterstützung, machten sich die Leiter von Every Home for Christ in Mexiko, die verbundenen Pastoren und Hunderte von Pioniermissionare auf, eine der gefährlichsten Städte der Welt zu evangelisieren.

Invasion der Christen

Über 1'100 geschulte Freiwillige brachten das Evangelium auf ganz verschiedene Art in die Stadt Juarez. Viele gingen von Haus zu Haus und waren nervös, obwohl sie gut aufgenommen wurden. Die Bewohner waren zuerst misstrauisch, entdeckten aber bald, dass die Leute an ihrer Tür mit der Liebe Gottes gekommen waren. Selbst in den gefährlichsten Gebieten hörten Drogenabhängige und Kriminelle sorgfältig der Botschaft der Christen zu. Einige drückten den Wunsch aus, ein neues Leben anzufangen, aber sie fürchteten um die Sicherheit ihrer Familien, wenn sie die Drogenbosse verlassen würden.

Spezielle Programme für Kinder kommunizierten das Evangelium auf lustige und kreative Art. Einer dieser Events erreichte mehr als 1'500 Familien. Mehrere christliche Ärzte meldeten sich freiwillig für den Dienst an Patienten in einer psychiatrischen Kinderklinik. Bei ihrer Arbeit mit den Kindern gaben sie tröstende Worte weiter wie den Vers aus Psalm 27, Vers 10: «Obwohl mein Vater und meine Mutter mich verlassen haben, wird der Herr sich meiner annehmen.» Durch diese Besuche wandten sich 183 emotional traumatisierte Kinder Jesus Christus zu.

Etwas verändert sich

Mehr als 50'000 evangelistische Broschüren wurden während des Weihnachtseinsatzes in Juarez verteilt, und es ging nicht lange, bis die Leute merkten, dass sich diese Stadt, bekannt für ihre brutale Kriminalität, veränderte. Radio und Fernsehen begannen darüber zu berichten; die Medien merkten: etwas ist geschehen, obwohl sie nicht genau wussten was. In dem Jahr nach dem Weihnachtseinsatz nahm die Kriminalität in Juarez spürbar ab. Wir wissen, dass dies das direkte Ergebnis von Gebet war.

Obwohl Juarez noch nicht völlig frei vom organisierten Verbrechen ist, ist der Leib Christi an die Öffentlichkeit getreten. Das Licht des Evangeliums vertreibt die Finsternis, und jeden Tag kommen Menschen zu Christus. Die Bewohner von Juarez haben Horror erlebt und brauchen innere Heilung. Durch den Mut der Christen hat diese Heilung angefangen.

Das Every Home for Christ Magazin

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EHC-Magazin Dezember 2015
Diese Geschichte und verschiedene andere finden Sie im EveryHome-Magazin vom Dezember 2015, für die Schweiz herausgegeben von Every Home for Christ / Christus für alle Schweiz.

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Zum Thema:
Projekt: Mexico City
Ruth Ruibal: Einheit der Christen ist die Voraussetzung für "Transformation"

Datum: 11.01.2016
Autor: Reinhold Scharnowski / Kathy Gowler
Quelle: Livenet.ch / Every Home for Christ

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