Das Übel der «Cancel Culture»

Bryan Cranston kritisiert zu wenig Vergebung

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Bryan Cranston (Bild: Facebook)
«Breaking Bad»-Star Bryan Cranston (64) verurteilt das Übel der «Cancel Culture», bei dem systematische Boykotte gegen Personen oder Organisationen geritten und die mediale Aufmerksamkeit entzogen wird. Cranston ruft auf zu einem Wiederaufleben der Vergebung im neuen Jahr.

Bryan Cranston, auch bekannt aus «Der Soldat James Ryan», beobachtete: «Wir leben in einer 'Cancel Culture', in der Menschen Fehler machen und Unrecht tun – entweder absichtlich oder aus Versehen – und es gibt weniger Vergebung in unserer Welt.» Stattdessen folgen eben diese heftigen Reaktionen, welche demokratische Grundwerte unterlaufen können und sogar in Richtung Zensur gehen.

«Ich denke, dass wir leider in einer rauer gewordenen Umgebung leben», so der mehrfache Emmy- und Golden-Globe-Preisträger. «Unsere Gesellschaft ist härter geworden und weniger verständnisvoll, weniger tolerant, weniger vergebend.»

«Wo ist die Vergebung?»

Der 64-jährige Schauspieler fragt: «Wo gibt es in unserer Gesellschaft Vergebung? Wo können wir das Verhalten von jemandem akzeptieren, wenn er zerknirscht ist, wenn er sich entschuldigt und Verantwortung übernimmt?»

Cranston sagt weiter, die Gesellschaft wäre besser dran, wenn jemand, der etwas Falsches tut und es zugibt, «wieder willkommen geheissen wird, anstatt dass wir noch mehr Zäune errichten».

Jesus machte es vor

Es sei wichtig, durchzuatmen «und zu erkennen, dass das Bitten um Vergebung und das Empfangen von Vergebung keine Schwächen sind, sondern menschliche Stärke».

Der christliche Autor Jonathon Seidl reagierte auf den Aufruf des prominenten Künstlers mit den Worten: «Was Bryan Cranston über die Vergebung sagt, ist zwingend notwendig. Schaut es an und sagt es weiter.»

Genau dazu ruft auch Jesus Christus auf. Als Petrus ihn fragte, wie oft man vergeben soll, entwickelte sich dieser Dialog: «Herr, wie oft muss ich meinem Bruder oder meiner Schwester vergeben, wenn sie mir Unrecht tun? Ist siebenmal genug?» – «Nein», antwortete ihm Jesus. «Nicht nur siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.» (Matthäus-Evangelium, Kapitel 18, Vers 22)

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Datum: 22.01.2021
Autor: Daniel Gerber / Tré Goins-Phillips
Quelle: Faithwire / Übersetzt und bearbeitet von Jesus.ch

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