Schaut auf Jesus!

Erich Rebers Zwischenruf zur jetzigen Krisenlage

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Seit vielen Jahren ist Erich Reber eine anerkannte prophetische Stimme in der Schweiz. Livenet berichtete Anfang August bereits über seinen aussergewöhnlichen Dienst, aber auch sein körperliches Leiden (Artikel «Ein Mann im Feuerofen» vom 2. August 2020). Für die aktuelle Krisenlage hat der 60-jährige Berner Oberländer eine Botschaft aufs Herz bekommen, die er hier teilt.

Livenet publiziert hier mit freundlicher Genehmigung von Erich Reber eine gekürzte Fassung seiner Botschaft zur jetzigen Krisenlage. Diesen Eindrücken zu den beiden Bibelversen ging eine nächtliche Vision voraus, die Jens Kaldewey für das Prophetischen Bulletin ausführlich aufgezeichnet hat. Es lohnt sich, in das ganze Erleben rund um das «leuchtende Kreuz» einzutauchen (PDF hier zum Download: Schaut auf Jesus.pdf). In diesem Text wird der Fokus auf den zweiten Teil der Botschaft «Schaut auf Jesus» gelegt.

Immer noch im Feuer mit Jesus

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Erich Reber (Bild: Kingdom Ministries)
Durch das Interview hat sich viel bewegt. Ich habe Dutzende von Briefen erhalten und wurde gefragt, wie die Geschichte weitergegangen ist. Ich habe festgestellt, dass dieses Interview im richtigen Moment erschienen ist. Viele Leute, die sich selbst wie in einem Feuerofen fühlen, meldeten sich bei mir.

Ich bin immer noch darin und es ist zum Teil noch heisser geworden, noch schwieriger. Aber Gott redet und hat nicht aufgehört zu reden. Ich bin extrem dankbar, seine Gegenwart immer wieder erleben zu dürfen. Obschon er mich bis jetzt noch nicht geheilt hat, hat er mir immer wieder gezeigt, dass er mich nicht vergessen oder allein gelassen hat.

Schaut auf Jesus!

In dieser Zeit der Corona-Krise sind mir zwei biblische Berichte wichtig geworden: Der Bericht von Paulus und Silas im Kerker zu Philippi (siehe Apostelgeschichte Kapitel 16, Verse 23–40) und der Bericht von der ehernen Schlange in der Wüste (4. Mose Kapitel 21, Verse 4–9).

Als Paulus und Silas im Gefängnis waren, ereignete sich ein Erdbeben. Einige Ausleger meinen, das Erdbeben kam, weil sie gesungen haben; andere, damit sie fliehen konnten. Sie sind aber nicht geflohen, sondern geblieben. Als der Gefängnisaufseher sich seiner Lebensgrundlage beraubt fühlte, weil er meinte, alle Gefangenen seien entflohen, und sich umbringen wollte, beruhigten sie ihn, verkündigten ihm das Evangelium und beantworteten seine tiefsten Lebensfragen, die bisher verschüttet gewesen waren.

Die bangen Lebensfragen beantworten

Darin besteht auch unsere Aufgabe! Wir müssen nicht wissen, woher nun das Erdbeben kommt, warum es diese Krise gibt. Wir müssen aber die bangen Lebensfragen der Welt beantworten. Bisher bestanden unsere Reaktionen auf Katastrophen oft darin, Kerzen anzuzünden und Schweigeminuten zu veranstalten, aber das ist nicht unsere Hauptaufgabe. Wir sollen Antwort geben!

Und nun zur anderen biblischen Geschichte, die mir Gott für diese Zeit aufs Herz gelegt hat. Sie steht in 4. Mose Kapitel 21, Verse 4-9. Als in der Wüste die Israeliten von den Schlangen gebissen wurden, mussten sie nicht den Typus der Schlangen herausfinden oder das Gift analysieren. Sie sollten hingegen auf das Zeichen Gottes schauen, die eherne Schlange, hängend am Stab. Sie weist nach dem Neuen Testament auf Jesus am Kreuz hin, der dort den Fluch getragen hat. Dieses Schauen auf die eherne Schlange war ganz und gar nicht einfach. Es war ein Kampf.

Aktive Abwehr oder Vertrauen?

In einer Vision vor zwanzig Jahren habe ich diese Situation einmal «hautnah» miterlebt. Die Schlangen bissen weiter, sie hörten nicht sofort auf damit, sie verschwanden nicht gleich aus dem Lager. Trotzdem sollten die Israeliten auf die eherne Schlange schauen, und dazu ist ein gewisses Stillstehen nötig. Es war ein schwerer Kampf, der sich wahrscheinlich über eine Zeit hinzog! Man musste sich entscheiden zwischen der aktiven Direktabwehr der Schlangen, indem man sich voll auf sie und ihre Bewegungen konzentrierte, und dem Schauen auf die bronzene Schlange, mit dem Ergebnis, dass die Schlangen zunächst weiter aktiv waren.

Es ist also ein innerer Kampf, den Gott uns nicht erspart. Er wird nicht mit dem Schwert geführt oder mit staatlichen Massnahmen, sondern mit dem Herzen, mit dem Geist. Auf Jesus zu schauen kann anstrengend und herausfordernd sein, besonders in Zeiten von Krisen, die «schlangenartig» unser Leben bedrohen.

Viel mehr als Zweckoptimismus

Das Böse ist mitten unter uns, sagt Gott. Finsternis bedeckt das Erdreich, aber über uns geht das Licht auf. Es gilt, sich von Verschwörungstheorien zu lösen und sich der Wahrheit zuzuwenden, und die heisst: Jesus! Er sagt: «Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht» (Lukas-Evangelium Kapitel 21, Vers 28).

Bei diesem Wort geht es nicht um Zweckoptimismus, sondern darum, im Geist auf Jesus zu schauen, der bald kommt. Und dieser Jesus ist immer der Gekreuzigte und Auferstandene und Wiederkommende. Es geht bei diesem Hochschauen auch nicht darum, die Hände in den Schoss zu legen und passiv auszuharren, sondern wie schon gesagt, von Jesus Zeugnis abzulegen, solange wir das können.

Schaut auf Jesus!

Deshalb rufe ich nochmals allen zu: Schaut auf Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen! Inmitten dieser Krise und den noch kommenden Krisen, aber auch inmitten der Botschaften und Philosophien und falschen Lehren, die dieses Kreuz entleeren wollen. Wir kommen nur mit Jesus durch die kommenden Wehen und Nöte hindurch, nur mit einer lebendigen und echten Beziehung zu ihm.

Hier können Sie die ganze Geschichte rund um das «leuchtende Kreuz» lesen:
Schaut auf Jesus.pdf

Livenet-Talk zu «Schaut auf Jesus» am Donnerstag, 13.08.2020:

Die Botschaft von Erich Reber wird diese Woche im Livenet-Talk mit Gästen, die alle diesen Ruf, den Blick jetzt ganz besonders auf Jesus zu richten, erhalten haben, konkret vertieft. Unter anderem dabei sind:

  • Matthias «Kuno» Kuhn, ein langjähriger Freund von Erich Reber, der dafür brennt, Jesus zu den Menschen zu bringen.
  • Sabine Derron, eine prophetische Stimme in unserem Land, die ihre Gedanken zur Krisenlage einbringen wird
  • Reinhold Scharnowski, ehemaliger Pastor und heutiger Livenet-Redaktor mit einem weiten Blick und weiten Herz
  • Dieser Livenet-Talk wird von Livenet-Redaktionsleiter Florian Wüthrich moderiert. Er findet statt am Donnerstag, 13.08.2020 und wird live auf unserem Youtube-Kanal zu sehen sein.

Zum Thema:
Erich Reber: Ein Mann im Feuerofen
Livenet-Talk: Prophetische Worte in Corona-Zeiten
Influencer Nr. 1: Fragen, die Jesus uns stellt

Datum: 12.08.2020
Autor: Erich Reber / aufgezeichnet und bearbeitet durch Jens Kaldewey und Florian Wüthrich
Quelle: Prophetisches Bulletin 2/2020 / Livenet

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