Warum evangelisieren?

Was du im Himmel nicht mehr tun kannst

Den Himmel stellen wir uns wunderbar vor, als einen Ort, an dem wir alles tun können, was uns gefällt und erfüllt und in der unmittelbaren Gegenwart Gottes leben. Aber gibt es etwas, das wir im Himmel nicht tun können? Mark Cahill ist dieser Meinung, in seinem Buch «Was du im Himmel nicht mehr tun kannst». In den nächsten Wochen bringen wir jeweils sonntags einige Auszüge und Gedanken aus seinem Buch.

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Christen sprechen mit Passanten über den Glauben
Es ist eine der wichtigsten Aufgaben für uns als Christen auf dieser Erde und doch fällt es uns oft so schwer: das Zeugnisgeben und Evangelisieren. In seinem Buch geht Cahill diesem Problem nach, zeigt auf, wieso sich das Zeugnisgeben lohnt und gibt praktische Tipps, wie man mit Menschen über den Glauben sprechen kann.

Dürfen statt Müssen

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Mark Cahill
Zunächst ist die Motivation entscheidend. Viele Menschen sind nicht motiviert zum Evangelisieren, weil sie das Gefühl haben, es sei eine Pflicht und weil es ihnen schwer fällt, Menschen auf den Glauben anzusprechen und Gespräche über den Glauben zu führen. Darauf antwortet Cahill, dass es kein Müssen, sondern ein Dürfen ist, das Evangelium weiterzugeben.

«Genauso wie wir nicht in die Gemeinde gehen müssen (wir dürfen uns mit Glaubensgeschwistern treffen) und nicht beten müssen (wir dürfen zu dem allmächtigen Gott dieses Universums beten!) oder Bibel lesen müssen (wir dürfen das heilige Wort Gottes lesen und unseren Geist mit ewiger Nahrung versorgen), so ist es auch mit dem Zehnten geben (Gebt, was ihr habt, dann werdet ihr so reich beschenkt werden; Lukas, Kapitel 6, Vers 38). Und wenn wir sterben, müssen wir nicht in den Himmel gehen, sondern wir dürfen zu Gott gehen! So möge uns der Heilige Geist auch unsere Einstellung gegenüber dem Evangelisieren ändern, so dass wir unseren Glauben nicht weitersagen müssen, sondern ihn möglichst vielen verlorenen Menschen weitersagen dürfen, bis wir in den Himmel kommen.»

Jede Seele ist unendlich kostbar

Jede Seele ist von unendlichem Wert für Gott, denn er hat den Menschen nach seinem eigenen Bild geschaffen. «Wenn wir das einmal verstanden haben, werden wir nur noch auf der Stuhlkante sitzen und in ständiger Bereitschaft sein, die Frohe Botschaft von Jesus jeder verlorenen Seele auf diesem Planeten zu bringen», schreibt Cahill.

«Wie sehen Sie die Menschen, die jeden Tag an Ihnen vorbeigehen? Wir sollen sie als etwas Wertvolles sehen, so wie der Herr es tut; dann würden wir alles daransetzen, dass sie den Herrn Jesus Christus als ihren Retter kennenlernen. Es würde eine Freude sein, in die ganze Welt zu gehen und das Evangelium weiterzusagen.»

Cahill ist der Meinung, dass wir unsere Einstellung zum Zeugnisgeben ändern sollten. «Wir müssen es als die grossartigste Gelegenheit sehen, die es ist, und nicht als Plackerei. Unseren Glauben zu bezeugen sollte für uns etwas sein, was wir mit Freude und voller Erwartung tun, etwas, worauf wir brennen, statt dass wir es als das Schlimmste der ganzen Woche betrachten.»

Warum Menschen nicht evangelisieren

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Buch von Mark Cahill
Weiter geht Cahill auf die Ausreden ein, die Christen haben, um nicht aktiv zu evangelisieren. Der Pastor und Evangelist Oswald J. Smith sagte: «Oh meine Freunde, wir sind mit unzähligen Gemeindeaktivitäten ausgelastet, während die eigentliche Arbeit der Gemeinde, nämlich der Welt das Evangelium zu verkünden und die Verlorenen zu gewinnen, nahezu völlig vernachlässigt wird!»

Ein Prediger hat es einmal so ausgedrückt: «Die Errettung jeder einzelnen Seele hat bei Gott oberste Priorität!» Es sollte unser Wunsch sein, dass Gott uns in dem gebrauchen kann, was ihm wirklich am Herzen liegt.

Und obwohl wir wissen, dass wir Zeugnis geben sollten, gibt es viele Gründe, warum wir es nicht tun. Marc Cahill geht auf jede Ausrede ein und erklärt, wieso sie keine Berechtigung hat. Hier eine Aufzählung der Gründe, wieso Menschen nicht ihren Glauben bezeugen:

  • «Ich habe Angst, abgelehnt zu werden.»
  • «Ich weiss nicht wie.»
  • «Ich habe Angst, einen Freund zu verlieren.»
  • «Sie haben es schon einmal gehört.»
  • «Ich bin einfach zu faul.»
  • «Mein Leben ist genug Zeugnis.»
  • «Ich weiss zu wenig.»
  • «Sie wollen nicht darüber reden.»
  • «Ich kann ihre Fragen nicht beantworten.»
  • «Diese Art des Zeugnisgebens funktioniert nicht.»

Wenn Sie morgen sterben würden...

Wenn Sie sicher wüssten, dass Sie in fünf Jahren sterben, was würden Sie mit diesen fünf Jahren anfangen? Nun stellen Sie sich vor, Sie wüssten sicher, dass Sie innerhalb von 24 Stunden sterben werden. Was würden Sie mit diesen letzten Stunden tun? Sind das vielleicht schon Ihre letzten 24 Stunden hier auf der Erde? Könnte es für Ihre Freunde ihre letzten 24 Stunden sein? Also, was immer Sie in jenen Stunden tun wollten – tun Sie es jetzt. Leben Sie jeden Tag als wäre es Ihr letzter, denn eines Tages wird es Ihr letzter sein!

Zum Buch:
Was du im Himmel nicht mehr tun kannst, Mark Cahill (Deutschland / Schweiz)

Zum Thema:
Dossier: Kreative Evangelisation
Evangelium weitersagen: Das Schweigen der Lämmer
Mutmacher: Persönliche Evangelisation

Datum: 23.01.2016
Autor: Anja Janki
Quelle: Livenet.ch

Kommentare

Wichtig finde ich ,dass mir der Mensch wichtig ist! Wenn ich währe Freundschaft aufbaue, dann erzähle ich früher oder später ganz normal von meinem Glauben! Aber wenn ich nur evangelisieren will, dann lasse ich die Person fallen, wenn sie nicht am Glauben interessiert ist..... Bin ich auch dann noch ein Freund wenn er meinen Glauben ablehnt ev.jahrelang? Ohne dass ich der Gemeinde einen neuen Bekehrten liefern und auftrumpfen kann , wie gut ich evangelisiert habe? Keine Wunder sind soviel Nicht Christen nicht an Jesus interessiert sind,wenn sie merken dass die Christen sie nur als Bekehrungsobjekte benutzen , und gar nicht zuhören was sie glauben und ihnen wichtig ist!

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