Vier Fragen zum Jahresanfang

Leo Bigger: Höhepunkt ist, wenn Menschen ihr Leben Jesus anvertrauen

Zum Jahresanfang fragt Livenet Persönlichkeiten aus Gemeinden und Werken, was sie von diesem Jahr 2015 erwarten und was sie sich wünschen. Heute: Leo Bigger, Pastor von ICF Zürich und Leiter ICF Movement.

Zoom
Leo Bigger, Pastor ICF Zürich und Leiter des ICF Movement.
Livenet: Leo Bigger, welches Ereignis war für Sie das Grösste im letzten Jahr?
Jeden Sonntag wenn ich nach dem Gottesdiensten nach Hause fahre, bin ich bewegt von all den Geschichten, wie Menschen ihr Leben Jesus anvertraut haben. Seit es ICF Zürich gibt ist kein Sonntag vergangen, an dem nicht Menschen Ja gesagt haben zu diesem Jesus. Dies ist und bleibt mein Höhepunkt und bewegt mein Herz bis heute.

Da war ein Mann, der seit seiner Konfirmation nie mehr in der Kirche war und sich mit allen Mitteln sträubte, eine Kirche zu besuchen. Sein Freund kam zum Glauben und dessen Leben veränderte sich von Woche zu Woche so positiv. So fragte er seinen Freund: «Was ist denn mit dir passiert? Bist du frisch verliebt oder hast du ein neues Job-Angebot?» Die Antwort hätte er nicht erwartet: «Vor vier Wochen lud meine Schwester mich ins ICF ein.

Zoom
Eine Celebration im ICF Zürich.
Ich betete das Gebet des Pfarrers mit und auf einmal sah ich mein Leben wie einen Film an mir vorbeiziehen. Ich hörte eine innere Stimme, die sagte: «Dies sei deine letzte Chance, mich kennenzulernen. Es war so real und so habe ich mein Leben mit all meinen Zweifeln, Fragen und Vorbehalten Jesus anvertraut.» Diese Antwort hätte der Mann, der Kirche seit seiner Konfirmation mied, nie im Leben erwartet. Dann fragte der Freund: «Begleitest du mich am nächsten Sonntag ins ICF?» Aus Respekt sagte er zu und dachte für sich: So eine Stunde werde ich ertragen können.

Doch was dann geschah, hätte er sich nie vorstellen können. Vom ersten Lied an liefen ihm die Tränen über die Wangen. Er schilderte es wie folgt: «Ich konnte es nicht erklären und konnte es auch nicht mehr stoppen. Es schien, als hätte Jesus nicht nur mein Herz ergriffen, sondern auch meine Gedanken. Seit diesem Sonntag komme ich jeden Sonntag in die Kirche und kann jetzt sagen: Jesus ist mein allerbester Freund.»

Solche wöchentlichen Geschichten sind und bleiben mein Höhepunkt.

Was müsste bei den Christen im 2015 passieren?
Ich kann nicht dafür sprechen, was bei den Christen geschehen sollte, sondern nur, was ich mir für mein Leben wünsche. Ich wünsche mir, dass in jedem Bereich meines Lebens Jesus in voller Grösse zum Wirken kommt. Eine Geschichte begleitet mich seit Jahren: Ein Pfarrer betet zu Gott für eine Erweckung. Er kämpft, er ringt und schüttet sein Herz über den schrecklichen Zustand seiner Stadt aus. Während seiner Gebetszeit kommt es zu einem ehrlichen Dialog. Der Pfarrer sagt zu Jesus: «Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich mir Erweckung nicht vorstellen. Ich weiss, dass alle darum bitten und es sich wünschen. Doch ich kann mir nicht mal vorstellen, wie sich Erweckung anfühlt oder geschehen soll.» Er hält einen Moment inne und fährt dann fort: «Doch, Gott, für eine Sache habe ich den Glauben.» Er zeichnete einen Kreis und sagte zu Gott: «Ich glaube, dass du alles in diesem Kreis erwecken kannst.» Und dann stand er in den Kreis und bat Gott: «Erwecke mich und alles was in dem Kreis ist.»

Dies wünsche ich mir und auch dir im 2015.

Welche besonderen Herausforderungen warten auf Sie?
Meine Herausforderungen liegen in meiner Agenda mit allen Aufgaben und Möglichkeiten. Ich leite eine wachsende Kirche mit über 65 Angestellten in Zürich, ein Movement mit über 50 Churches. Es stehen wöchentliche TV Auftritte auf dem Programm, der internationale Reisedienst fordert Zeit und Energie und dann hab ich ja noch eine Familie und eine Kleingruppe. Und der Sport soll auch nicht zu kurz kommen.

Ich liebe es, wenn vieles gleichzeitig läuft und sich nach vorne bewegt. Doch in all dem möchte ich die Ruhe in Jesus nie verlieren.

Was liegt Ihnen für Ihr Land am meisten auf dem Herzen?
Ich wünsche mir eine Kirchenlandschaft mit ganz unterschiedlichen Kirchen und Formen. Denn auch die Vielfalt Gottes ist bunt, schrill und kreativ. In jeder Kirche ist der grenzenlose Wunsch vorhanden, Nachbarn, Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen für Jesus zu begeistern und sie zu mündigen Christen heranzubilden. Dies wünsche ich mir von ganzem Herzen.

Weitere Berichte finden sie im Dossier «Neujahrsserie 2015».

Zur Webseite:
ICF Zürich
ICF Zürich auf Facebook
ICF-TV

Zum Thema:
«Christmas Experience»: Star TV überträgt Weihnachtsfeier von ICF Zürich
Tages-Anzeiger: «Darum sind Freikirchen erfolgreich»
Struplers auf Europa-Tour: Bereits 9'000 Zahnbürsten für Kinder in Kambodscha gesammelt
Freikirchen und Medien: Sind Freikirchen konservativ – oder doch nicht?

Datum: 09.01.2015
Autor: Leo Bigger / Florian Wüthrich
Quelle: Livenet

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige

RATGEBER

Wohlfühlen und entspannen Leib und Seele Gutes tun
Können Sie sich noch erinnern? Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig pudelwohl gefühlt? Wie...