Reise ins Paradies

So gestalten Sie aktiv Ihre Zukunft

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Unser Leben ist durchzogen von Anfängen. Das Ende eines Jahres und die Rückschau darauf wechseln sich mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr ab. Alle 365 Tage wieder. Was nehmen wir uns nicht alles für unser Leben vor. Ständig steht etwas Neues an. Wieso eigentlich?

Der Jahresbeginn gehört zu den kollektiven Veränderungen, an denen sich unser Leben orientiert; genauso wie an den Jahreszeiten. Auf diese Veränderungen haben wir keinen direkten Einfluss, wohl aber auf die Gestaltung unserer privaten, näheren Umgebung: Wir planen Urlaube und Umzüge, Geburtstagsfeiern und Möbelkäufe.

Doch nicht alle Neuanfänge sind positiv. Manche brechen überraschend wie Diebe in unser Leben ein und stehlen uns, was uns lieb und teuer ist: einen geliebten Menschen, unsere Gesundheit, unseren Job. Auch auf diese Veränderungen haben wir keinen Einfluss. Wir müssen sie hinnehmen, trauern und leben weiter.

Und wir planen und träumen auch weiter. Als Kind erträumen wir uns, was wir einmal werden wollen; als Teenager den Traumpartner, als Auszubildende oder Studenten unseren Traumjob; mit unserem Partner unsere Traumfamilie.

Der Grund fürs Träumenachjagen

Viele dieser Träume zerplatzen im Laufe des Lebens wie eine Seifenblase. Die Träume sind leicht, schillernd und schwebend, aber oft nicht von langer Dauer. Immer wieder gibt es im Leben Phasen, in denen wir mit den Überresten dieser Träume kämpfen und feststellen: Nicht alle unserer Träume werden Wirklichkeit. Entweder gibt es äußere Einflüsse, die uns daran hindern; manchmal scheitern wir auch daran, dass unsere Ziele nicht mit unseren Fähigkeiten übereinstimmen.

Warum aber streben wir dann immer weiter nach Glück, Frieden und Liebe? Warum versuchen wir, unser Leben möglichst perfekt zu gestalten, wenn doch nicht alle Zukunftspläne und Wünsche in Erfüllung gehen? Woher kommt diese Sehnsucht nach dem Paradies, die in irgendeiner Form in jedem Menschen steckt?

Die Bibel hat darauf eine Antwort: Weil uns das Paradies nicht unbekannt ist. Wir alle stammen daher; wir wünschen uns nur, nach Hause zurückzukehren. Unsere Vorfahren, Adam und Eva, haben erlebt, was es heißt, wirklich frei zu sein. Frei von Sorgen, Schmerzen, Krankheiten und Verlusten. Jeder von uns hat heute noch diesen Urinstinkt in sich. Jeder sehnt sich danach zurück. Das treibt uns an, unser Leben möglichst harmonisch, möglichst «himmlisch» zu gestalten.

Realistische Zukunftsgestaltung

Was aber können wir tun, um nicht an diesem unrealistischen Wunsch zu zerbrechen, wenn doch viele unserer Ziele unerreichbar sind? Ich kann beispielsweise überlegen, welche zehn Ziele ich aktuell für mein Leben habe, und diese nach einiger Zeit immer wieder revidieren. Die ersten drei kann ich einer genaueren Prüfung unterziehen und überlegen: Was davon ist umsetzbar? Was hindert mich? Welche Barrieren kann ich beiseite räumen? Wo brauche ich Hilfe? Wo muss ich mich schlichtweg von diesem Traum verabschieden und mich dem Nächsten zuwenden?

Denn immerhin haben wir ja keine Ewigkeit Zeit. Da sollten wir uns gut überlegen, was uns wichtig ist und was nicht. Auch wenn alles ungewiss ist, eines wissen wir: Irgendwann müssen wir sterben. Und nicht jeder hat bis dahin rund achtzig Jahre Zeit.

Auch weil wir denken, dass der Tod unser Ende ist, versuchen wir, alles Schöne bis dahin erlebt zu haben. Viele alte und chronisch kranke Menschen verzweifeln daran, sind verbittert, weil letztlich niemand dieses hohe Ziel erreichen kann, alle guten Vorsätze in seinem Leben zu verwirklichen.

Himmlische Gelassenheit finden

Doch ist der Tod wirklich der Schlusspunkt? Wozu haben wir dann diese Sehnsucht nach dem Paradies in uns? Könnte es nicht sein, dass nach dem Tod noch etwas auf mich wartet? Und wenn ja, was? Wenn unsere Vorstellung von einem Leben nach dem Tod nicht bedrohlich ist, können wir gelassener leben und müssen nicht einem Vorsatz nach dem anderen nachjagen.

Um diese Gelassenheit zu erreichen, können Sie sich fragen: Welche Vorstellungen vom Leben nach dem Tod habe ich eigentlich? Und woher kommen sie? Von meinen Eltern, Großeltern, Freunden, aus den Medien, dem Glauben?

Und woran soll ich messen, was mich wirklich dort erwartet, wenn noch keiner vom Himmel zurückgekehrt ist? Einen Maßstab gibt es: Jesus Christus. Er ist von den Toten auferstanden und lebte einige Tage unter seinen Freunden, bis er wieder in den Himmel zurückgekehrte. Er gibt uns einen kurzen Einblick in die Ewigkeit. Auch die ersten Kapitel der Bibel verraten uns etwas: Was im Garten Eden war, wird uns auch danach wieder erwarten.

Lesen und prüfen Sie es in der Bibel für sich nach und fragen Sie sich: Will ich auch über den Tod hinausblicken können? Möchte ich dieses Paradies erleben? Denn wer mit Jesus lebt, muss keine Angst mehr vor dem Tod haben. Er hat eine Perspektive über das Sterben hinaus; er muss sich nicht von Vorsätzen antreiben lassen; er kann gelassen sein Leben gestalten im Hinblick dessen, dass er eine Ewigkeit lang Zeit hat. 

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Autor: Nicole Schenderlein
Quelle: Jesus.ch

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