Erweckung in China

Hunger nach Gott

Duan Huilai, ein chinesischer Missionar, fährt seit fast zehn Jahren mit seiner Frau durch die ländlichen Gebiete Chinas, um Menschen von Jesus Christus weiterzusagen. Er spricht von einer geistlichen Erweckung.
Dr. Fenggang Yang: «Die Zahl von Chinas Christen wird in den nächsten 30 Jahren ähnlich hoch sein, wie die der Christen in den USA.»

«Ich predige oft, sowohl in den vom Staat anerkannten Kirchen, als auch in Hausgemeinden, und in beiden sehen wir, wie Gott wirkt», berichtete Duan Huilai dem christlichen Nachrichtensender CBN, dem er auch stundenlanges Videomaterial von christlichen Versammlungen im ganzen Land zeigte. «Es ist das erste Mal, dass man Bilder von Christen in Dörfern sieht, die Gott offen loben», so Huilai.

Taufe unter der Dusche

«Überall, wo ich hingehe, treffe ich Menschen, die geistlichen Hunger haben, und Gott zeigt sich ihnen», erzählt der Missionar. Dabei muss er immer wieder improvisieren, beispielsweise beim Taufen. «Manchmal taufe ich in einem Fluss, manchmal im Anhänger eines Kleintransporters. Einige Male fand die Taufe sogar unter der Dusche statt.»

Die Erweckungsbewegung wird auch von anderen Seiten bestätigt. Ein Mitarbeiter der Untergrundkirche Chinas, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte, berichtete CBN: «Es gibt jeden Tag massenhaft Bekehrungen auf dem Land. Das ist sehr ermutigend. Und die Gemeinden reifen, sie machen mehr als nur einfache Evangelisation und erreichen so Minderheiten und bislang unerreichte Menschen in ländlichen Gebieten.»

Wachstumstrend in China

Dr. Fenggang Yang, Direktor des «Zentrums für Religion und Chinesische Gesellschaft» an der Purdue Universität (USA), folgert: «Wenn der aktuelle Wachstumstrend so weitergeht, denke ich, dass die Zahl von Chinas Christen in den nächsten 30 oder 40 Jahren ähnlich hoch sein wird, wie die der Christen in den USA oder in Brasilien.»

Missionar Duan Huilai möchte hierzu beitragen, obwohl er bereits ein paar Mal festgenommen wurde, da die Verbreitung des christlichen Glaubens in China immer noch illegal ist. Huilai: «Unser Gebet ist es, dass eines Tages jeder Mensch unserer Nation von Jesus Christus gehört hat.»

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Datum: 16.05.2012
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: CBN News

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