Russlands Samedov

«Die Bibel gibt uns die Richtung für das Leben vor»

Russlands Alexander Samedov führt WM-Gastgeber Russland ins Viertelfinal. Gegen Kroatien soll die Reise sogar noch weitergehen, bis mindestens ins Halbfinale. Der russische Offensivspieler setzt nach einer schwierigen Lebensphase auf Jesus Christus und liest gerne in der Bibel.

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Alexander Samedov im Trikot der russischen Nationalmannschaft
Mit der WM im eigenen Land geht für Alexander Samedov «das grösste Turnier meines Lebens» über die Bühne. Es ist die zweite Endrunde, die der Offensivathlet von Spartak Moskau bestreitet. Bereits bei der WM 2014 in Brasilien stand Samedov im Aufgebot. Inzwischen zählt er zu den erfolgreichsten Torschützen und Passgebern im russischen Team.

Gleichzeitig dürfte diese WM die letzte für den 33-jährigen Sportler sein. Er dürfte davon Träumen, in der Stadt das Finale zu bestreiten, in welcher er in seinen bisher 17 Profijahren stets angetreten ist: Moskau. Hier spielte er bei Spartak Moskau, dann bei Lokomotive Moskau, später Dynamo Moskau, dann wieder bei Lokomotive und nun wieder seit 2017 bei Spartak. In bislang 52 Länderspielen gelangen ihm sieben Tore.

Zwischen zwei Lagern aufgewachsen

Samedov wuchs in einer Familie auf, die in ihrem Glauben gespalten war. Er beschloss, selbst nach Antworten zu suchen. «Mein Vater ist Aserbaidschaner, er ist Muslim. Meine Mutter ist ethnische Russin und orthodoxe Christin. Ich bin sozusagen zwischen zwei Lagern aufgewachsen», erinnerte sich Samedov in einem Fernsehinterview. «Mein Vater hat mir immer gesagt, dass ich Muslim bin. Meine Mutter war damit aber nicht einverstanden. Ich bin nicht wirklich in eine der beiden Richtungen gegangen. Ich habe mein Leben auf meine Art gelebt.»

Und sein Glaube wurde in der Zwischenzeit auch schon mehrfach erprobt. In seiner seiner Fussballkarriere und in seinem Leben musste er sich vielen Problemen stellen, was in ihm grosse Fragen weckte. 

Jesus – die neue Perspektive

Mitten in diesen Problemen lernte er seine jetzige Frau Yulia kennen. «Als sie meine Probleme sah, sagte sie einfach zu mir, wie ich diese lösen könne. Ich begann, mit ihr in ihre Kirche zu gehen. Mein Leben änderte sich dann langsam.»

Obwohl Samedov sagt, dass er in seiner Kindheit nicht viel gelesen habe, liebt er es nun, in der Bibel zu lesen. Damals, in der Sportakademie, habe er nicht viel Zeit zum Lesen gehabt. «Aber das Lesen der Bibel war anders. Eine willkommene Abwechslung zum mühsamen Lesen von leblosen Wörtern aus einem Schulbuch oder einem anderen Buch.»

«Bibel gibt Lebensrichtung vor»

«Ich sehe das Lesen der Bibel nicht wie das Lesen anderer Bücher, denn die Bibel ist etwas Geistiges. Sie gibt uns die Richtung für unser Leben vor.» Viele seiner Lebensfragen wurden durch das Buch der Bücher beantwortet. Dadurch wurde auch seine sportliche Laufbahn beeinflusst. Und auch die Art und Weise, wie er mit Erfolg und Misserfolg umgeht, änderte sich im Laufe der Zeit. Er wurde zum russischen Publikumsliebling.

Gott nutzte Samedovs Frau, um ihm den richtigen Weg zu zeigen und das Interesse an der Bibel zu wecken. «So hat es funktioniert, durch sie habe ich es geschafft.»

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Datum: 05.07.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Sports Spectrum

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