König Salomos EM-Kommentar

«Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!»

König Salomo, der Erfinder unzähliger Sprichwörter wie «Wer andern eine Grube gräbt» oder «Hochmut kommt vor dem Fall», ist derzeit imaginär für Livenet an der Euro 2016 in Frankreich. Als Sonderkorrespondent kommentiert er die Spiele. Zu jeder Begegnung gibt er eine Einschätzung ab. Er zeigt damit, dass seine in der Bibel festgehaltenen Sprüche nichts an Vitalität und Treffsicherheit verloren haben. Das Buch der Bücher spricht heute ins Leben hinein.

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Polens Stürmer Robert Lewandowski
Spiel 25

Schweiz – Frankreich 0:0
Noch nie konnte die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft die Gruppenphase an einer EM-Endrunde überstehen. Nach Jahrzehnten des vergeblichen Hoffens ist dies nach dem Punktegewinn gegen Frankreich endlich gelungen. Salomo mit einer Weisheit, die über den Fussball-Platz hinausgeht. «Endloses Hoffen macht das Herz krank; ein erfüllter Wunsch schenkt neue Lebensfreude.» (Sprüche, Kapitel 13, Vers 12)

Spiel 26

Rumänien – Albanien 0:1
Nach dem ersten Sieg bei der ersten Endrunden-Teilnahme darf Albanien darauf hoffen, einer der vier besten Gruppendritten zu sein, was am Ende doch nicht eintrifft. Diese «Warteschlaufe» bewegt Salomo zur Feststellung: «Ich habe beobachtet, wie es auf dieser Welt zugeht: Nicht die Schnellen gewinnen den Wettlauf und nicht die Starken den Krieg. Weisheit garantiert noch keinen Lebensunterhalt, Klugheit führt nicht immer zu Reichtum, und die Verständigen sind nicht unbedingt beliebt. Sie alle sind gefangen in der Zeit, ein Spielball des Schicksals.» (Prediger, Kapitel 9, Vers 11)

Spiel 27

Slowakei – England 0:0
Beide Teams bemühen sich intensiv um die drei Punkte. Da auch die Abwehrreihen ausgesprochen fleissig zu Werke gehen, werden die Zähler zuletzt geteilt, was beiden Teams den Zugang zu den Achtelfinals ermöglicht. Salomo lobt: «Wer nachlässig arbeitet, wird arm; fleissige Hände aber bringen Reichtum.» (Sprüche, Kapitel 10, Vers 4)

Spiel 28

Russland – Wales 0:3
England und Russland. Die Favoriten sind in Stein gemeisselt – doch Wales rückte diese Hierarchie ziemlich durcheinander. Ebenfalls spielerisch vergleicht Salomo deshalb das wachsende Fussball-können von Wales mit einem klüger werdenden Menschen: «Glücklich der Mensch, der weise und urteilsfähig geworden ist! Er ist reicher als jemand, der Silber und Gold besitzt. Selbst die grössten Schätze und die schönsten Perlen verblassen gegenüber dem Wert der Einsicht.» (Sprüche, Kapitel 3, Vers 13-15)

Spiel 29

Ukraine – Polen 0:1
Bei Lichte besehen klingt Polen ungleich weniger glanzvoll als Italien, Spanien, England, Frankreich und Deutschland. Dennoch können die Osteuropäer ganz weit nach vorne kommen, die Kluft zu den Giganten Europas ist gering. Salomo rät dazu, diese komplett abzubauen und sagt den Polen das, was für jeden Menschen auch im Alltag gelten kann: «Bleibe in der Unterweisung, lass nicht ab davon, bewahre sie, denn sie ist dein Leben.» (Sprüche, Kapitel 4, Vers 13)

Spiel 30

Nordirland – Deutschland 0:1
Muss ein Team, das verloren hat, getadelt werden – oder darf es gelobt werden? Salomo entscheidet sich im Falle der Nordiren zum Lob. Wären die Nordiren resultatmässig «untergegangen», wäre das Ausscheiden besiegelt gewesen. Doch weil das Team nicht zu hoch gegen die Deutschen verloren hat, ist das Ziel Achtelfinale dennoch erreicht und so rühmt Salomo: «Verliere nie dein Ziel aus den Augen, sondern geh gradlinig darauf zu. Überleg sorgfälltig, was du tun willst, und dann lass dich davon nicht mehr abbringen.» (Sprüche, Kapitel 4, Vers 25+26)

Spiel 31

Kroatien – Spanien 2:1
Zuerst führt Spanien, doch zuletzt jubelt Kroatien. Dadurch muss Spanien nun zum Achtelfinal-Schocker gegen Italien antreten. Salomo meint augenzwinkernd zu den Spaniern, die sich wohl in Sicherheit wähnten und etwas minimalistisch agierten: «Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer mit Steinen wirft, wird selbst getroffen.» (Sprüche, Kapitel 26, Vers 27)

Spiel 32

Tschechien – Türkei 0:2
Bis zu den Schlussminuten des Spiels Italien gegen Irland konnten die Türken dank ihrem engagierten Sieg über Tschechien hoffen. Dann schossen sich die Iren ins Achtelfinale und die Türkei nach Hause – einen Weg, den die Tschechen ebenfalls antreten müssen. Salomo leidet deshalb gleich mit beiden Teams mit: «Einen fröhlichen Menschen erkennt man an seinem strahlenden Gesicht, aber einem verbitterten fehlt jede Lebensfreude.» (Sprüche, Kapitel 15, Vers 13)

Spiel 33

Italien – Irland 0:1
Den Iren mögen wir es gönnen, doch die Gazetten in Italien dürften mit der Last-Minute-Niederlage nicht so ganz einverstanden sein... Fantastisch war, wie die irischen Fans den Überraschungs-Coup ihrer Mannschaft feierten. Sie stehen wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft. Ein ganzes Land, so scheint es, wurde durch den gemeinsamen Traum der Achtelfinal-Qualifiktion noch enger zusammengeführt. Gleiches geschieht, wenn ein Volk auf Gottes Weisung hört, meint Salomo: «Ohne die Weisung von Propheten verwildert ein Volk; doch es blüht auf, wenn es Gottes Gesetz befolgt!» (Sprüche, Kapitel 29, Vers 18)

Spiel 34

Schweden – Belgien 0:1
Der FC Ikea fliegt heim. Anders Belgien. Der WM-Viertelfinalist 2014 gehörte an der EM 2016 zu den Geheimfavoriten. Mit der 0:2-Startpleite enttäuschten die Schweden vor zwei Jahren. Damals gelang ihnen mit zwei Siegen in Serie doch noch der Einzug ins Achtelfinale, was Salomo – die Gruppenphase und nun die beginnenden Finals zusammenfassend – zur malerischen Aussage animiert: «Säe am Morgen deine Saat aus, leg aber auch am Abend die Hände nicht in den Schoss! Denn du weisst nicht, ob das eine oder das andere gedeiht – oder vielleicht sogar beides zusammen!» (Prediger, Kapitel 11, Vers 6)

Spiel 35

Ungarn – Portugal 3:3
Portugal kommt mit einem blauen Auge davon. Ronaldo verlängert seinen Frankreich-Aufenthalt indem er den 1:3-Rückstand seines Teams eigenhändig ausgleicht; ansonsten wäre die Heimreise unumgänglich geworden. Mit drei Unentschieden – also keinem Sieg aber auch keiner Niederlage – schlüpfen die Portugiesen hauchdünn ins Achtelfinale. Im Achtelfinale reicht ein Unentschieden nicht mehr, deshalb mahnt Salomo: «Wer ängstlich auf den Wind achtet, wird nie säen; und wer auf die Wolken schaut, wird nie ernten.» (Prediger, Kapitel 11, Vers 4)

Spiel 36

Island – Österreich 2:1
Jetzt will Island den Briten einen Zacken aus der Krone kicken. Und Salomo rühmt die weiterhin unbremsbaren Isländer: «Im Wasser spiegelt sich dein Gesicht, und in deinen Gedanken und Gefühlen erkennst du dich selbst!» (Sprüche, Kapitel 27, Vers 19)

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Datum: 23.06.2016
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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