Grafite heiss – Cacau ganz in Weiss

Vor dem Tor ist der Brasilianer Grafite unbestechlich: Der bekennende Christ wurde soeben Bundesliga-Torjäger und schoss den VfL Wolfsburg zum Titel. Und für Deutschland besonders wertvoll: sein «Glaubensbruder» Cacau spielt per sofort für die Löw-Elf - erstmals morgen Freitag gegen China.

Der Brasilianer Grafite kannte in der gerade verstrichenen Saison kein Halten: der Südamerikaner schoss 28 Tore für Meister Wolfsburg. Allein an letzten Spieltag steuerte er beim 5:1-Triumph über den SV Werder Bremen zwei Tore bei. Mit diesen sicherte er seinem Team den Titel und sich die Auszeichnung zum Torschützenkönig. Nach Toren dankt er Gott öffentlich und mit seinem Jesus-Meistershirt brachte er seinen Glauben unverhohlen zum Ausdruck.

Vor jedem Spiel betet* Grafite den 91. Psalm, dieser beginnt mit «Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt ...». Besonders wichtig sei ihm dieser Vers: «Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuss nicht an einen Stein stösst.» Diesen Psalm habe ihm seine Frau Grace Kelly ans Herz gelegt. Ein Gebet, das ihm helfe.

Dress versteigert

In einem Gottesdienst sagte Grafite Mitte Mai laut «idea», er bete «jeden Morgen und jeden Abend zu Gott, danke ihm für meine Familie und meine schöne Frau.» Grafites Dress vom Meisterschaftsspiel gegen Bremen soll einem guten Zweck zukommen: Es soll zugunsten eines Projekts der ökumenischen Kinderseelsorge in der Gifhorner Kinderklinik versteigert werden.

Cacau ganz in Weiss

Bundestrainer Joachim Löw hat fünf neue Spieler für die beiden Länderspiele gegen China (29. Mai in Shanghai) und die Vereinigten Arabischen Emirate (2. Juni in Dubai) aufgeboten. Darunter den Brasilianer Cacau (28jährig / VfB Stuttgart). Dieser hat seit rund vier Monaten den deutschen Pass - somit spielt er nun erstmals im weissen Trikot Deutschlands; Cacau ganz in Weiss.

Davon habe er nicht einmal zu träumen gewagt, wurde der Fussballer zitiert. Denn Grund seiner Einbürgerung seien seine Kinder gewesen. «Meine Kinder sind hier geboren. Ich wollte ihnen eine Chance geben, hier zu leben und eine Ausbildung zu machen. Dass jetzt so etwas dabei herauskommt, ist einfach wunderbar.»

Er ging von Stau zu Stau

Er habe dem Land viel zu verdanken und wolle etwas zurückgeben. In Südamerika wuchs er ärmlich auf. Als Junge quetschte er sich durch die verstopften Strassen von Stau zu Stau, um den Autofahrern Getränke zu verkaufen. Der Vater verliess die Familie, als Cacau 15 war, die Mutter brachte die Kinder als Putzfrau über die Runden.

Cacau einst in der «Sport-Bild»: «Das ganze Leben ist ein Konflikt. Das steht seit Jahrhunderten in der Bibel, das ist im Fussball nicht anders. Aber ich weiss, dass Gott mir immer vergibt. Dass er mir diese Ruhe gibt und Sicherheit. Gott ist mehr als ein Punktelieferant. Er weiss auch vorher, wer in Deutschland Fussball-Meister wird. Aber es interessiert ihn nicht. Er interessiert sich für Menschen - auch für die auf dem Fussballplatz.»

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Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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