«Harriet»

Sie wurde zum Mose der Sklavenbefreiung

Sie befreite Sklaven und inspirierte Millionen von Menschen: Harriet Tubman. Nun erscheint der Film über ihre Lebensgeschichte. Thomas Garret, ein Zeitzeuge, der sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte, sagte über sie: «Ich bin nie einer Person begegnet, die mehr Vertrauen in die Stimme Gottes hatte.»

Zoom
Harriet Tubman wird im Film von Cynthia Erivo gespielt
Der Film «Harriet», der im kommenden Jahr auch in der Schweiz zu sehen ist, zeigt auf dramatische Weise die Taten dieser Heldin. Ihr war der christliche Glauben wichtig, was auch ihre Darstellerin Cynthia Erivo zum Beten motivierte. Für ihr Wirken wurde die damals verfolgte Harriet Tubman mit einer Briefmarke geehrt, und auch ein Schiff im Zweiten Weltkrieg wurde nach ihr benannt.

Sie schritt trotz Gefahren ein

Der Film bildet das Leben von Harriet Tubman ab, die ungefähr im Jahr 1822 in Maryland in eine Sklaven-Familie hineingeboren wurde. Mit etwa zwanzig Jahren eilte sie davon und machte sich auf nach Pennsylvania in Richtung Freiheit.

Doch sie sehnte sich nach ihrer Familie und hielt es fast nicht aus, dass ihre Liebsten weiter unter diesen Umständen lebten. So setzte sie alles daran, auch sie aus der Sklaverei zu befreien. Sie baute ein Netzwerk von Sympathisanten und Schutzhäusern auf, das sich bis nach Kanada erstreckte und das für viele den Weg in die Freiheit ebnete.

Zwölf Befreiungs-Einsätze

Zoom
Harriet Tubman
Obschon sie dadurch in Lebensgefahr geriet, befreite sie rund 70 Menschen bei rund einem Dutzend Befreiungs-Einsätzen.

Der Historiker der Syracuse University in New York, Milton Sernett verfasste ein Buch über die Freiheitskämpferin. Er hält fest: «Sie riskierte viel um der anderen willen, sei es als Leiterin für verängstigte Freiheitssuchende oder als Krankenschwester, die sich um entflohene Sklaven kümmerte.»

«Von Gott geführt»

Sernett sieht den Erfolg von Harriet darin, «dass sie mutig und voller Glauben war. Sie glaubte an ihren Gott und an ihr Volk.» Dass sie glaubte, dass Gott sie geführt hat, stehe ausser Frage, meint Thomas Garret, der sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte. Er schrieb: «Ich bin nie einer Person begegnet, die mehr Vertrauen in die Stimme Gottes hatte.» Ihr Glaube sei grossartig gewesen.

Harriet erwarb sich einen Ruf als «Schwarzer Moses». Später erzählte sie einem Interviewer, dass sie sich wie der widerwillige Mose fühlte, der zuerst Unzulänglichkeiten vorschob und um einen Ersatz bat. Doch dann gehorchte sie doch dem Ruf und schrieb damit einen Teil der Geschichte auf dem Weg zur Abschaffung der Sklaverei.

Hier können Sie den Trailer zum Film sehen:

Zum Thema:
Menschenhandel: Sie wollte nicht länger zusehen
Der «asiatische Schindler»: Dieser Pastor rettet Tausende vor der Sex-Sklaverei in China
Bericht für UN-Kommission: Kirchen spielen Schlüsselrolle im Kampf gegen Menschenhandel

Datum: 12.11.2019
Autor: Rusty Wright / Daniel Gerber
Quelle: Assist News / gekürzte Übersetzung: Livenet

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige