Bekannte Redewendung

Woher stammt «Nichts Neues unter der Sonne»?

Der Spruch geht regelmässig um die Welt. Wenn Hollywood kein neuer Stoff mehr einfällt, ist die Redewendung «es gibt nichts Neues unter der Sonne» nicht weit. Dieses geflügelte Wort selbst hat die Epochen und Zeitalter überlebt. Es stammt – wie könnte es anders sein – aus der Bibel, aus dem Prediger.

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«Rambo 5», «Terminator 5», «Rocky 7» sowie «James Bond 24» sollen noch in diesem Jahr ins Kino kommen, «Transformers 5» folgt 2016. Und in der Champions League duellieren sich Barça, Real, Paris und die Bayern so oft, dass es für Messi und Ronaldo kaum rentiert, zwischen den einzelnen Spielen die Fussballschuhe auszuziehen. All das mag der weise König Salomo wohl nicht im Blickfeld gehabt haben, als er vor 3000 Jahren sagte: «Es gibt nichts Neues unter der Sonne.» (Prediger, Kapitel 1, Vers 9)

Florierende Regierungszeit

Sein Hof war ein Hort der Weisheit. Aus aller Welt besuchten Gelehrte und Mächtige den grossen Denker und Herrscher Salomo. Damals, vor rund 3000 Jahren, führte er Israel in ein goldenes Zeitalter. Er modernisierte das Reich, pflegte friedliche Beziehungen und erweiterte den Handel. Obschon sein Reichtum und Prestige stetig am Wachsen war, blieb er am Boden.

Etliche biblische Kapitel in den biblischen Büchern «Sprüche» und «Prediger» reflektieren blitzgeniale Gedanken, die jetzt, in der Gegenwart, sogar noch aktueller sind als damals.

Weisheiten über Vergänglichkeit des Menschen

Dazu gehört: «Es gibt nichts Neues unter der Sonne.» Salomo sagte dies nicht als Müssiggänger, sondern als vorzüglicher Beobachter der Zeitgeschichte. Obschon diese Worte treffend wie selten zuvor sind, stammen sie nicht aus einer aktuellen Rede eines Staatsoberhauptes, sondern aus dem Wissensreichtum der Bibel. Salomo beschrieb mit dem Kapitel, aus dem diese Redewendung stammt, die Vergänglichkeit des Menschen.

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Datum: 10.04.2015
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

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