Jugendallianz

Action mit Ziel

Junge Christen arbeiten an einigen Orten der Deutschschweiz in der Jugendallianz zusammen. Ihr Leiter Matthias Spiess freut sich im Gespräch mit Livenet über die Dynamik des Netzwerks und seine starken Knoten.

Der Jugendallianz geht es gut. Wir führen am Jahresende 2009 keinen Grossanlass durch. Das Schulungswochenende newleaders mit 300 Teilnehmenden im November verlief erfreulich. Es ging uns um «Die zweite Meile»: Wie können wir jenen helfen, die mehr Einsatz brauchen, wie mit Jugendarbeit in der Gesellschaft, im sozialen Bereich Positives bewirken? Die Referenten, der Sozialunternehmer Hanspeter Lang und der Streetchurch-Pfarrer Markus Giger und Fränzi Rüegsegger vom Aussendungshaus, forderten heraus. Das Spektrum der Workshops reichte von Aufgabenhilfe für Schüler bis zur Integration von Ausländern. Die Trägerschaft für newleaders war etwas schmaler als beim PraiseCamp, wo über 20 Organisationen und Verbände mitwirkten.

Aktive Teams

In Thun, Basel, im Zürcher Unterland oder St. Gallen arbeiten junge Christen in der Jugendallianz intensiv zusammen. Andere Orte kommen nach. Im Toggenburg wird eine regionale Jugendallianz gegründet. Die Verbindlichkeit unterscheidet uns von vielen unabhängigen gemeinsamen Jugendaktionen: Man steht füreinander ein, betet regelmässig miteinander, redet gut übereinander, führt gemeinsam Veranstaltungen durch. Das ist mehr als der Austausch in einer Facebook-Gruppe. Man weiss nicht nur voneinander, sondern sieht sich in die Augen und arbeitet zusammen, um Ziele zu erreichen. Einige Jugendallianzen haben sich als Verein konstituiert.

Raus aus der Kirche? - Rein in die Kirche!

Dass viele Jugendliche aus den Kirchen, in denen sie aufgewachsen sind, weggehen, beschäftigt uns. Wie können wir Menschen gewinnen, dass sie die Beziehung zu Gott, den Mitmenschen und sich selbst bereinigen? In unserer Wohlstandsgesellschaft haben viele alles, was es braucht - und zugleich eine Sehnsucht nach mehr. Viele suchen es nicht bei Gott. Das fordert uns alle heraus. Was ist unsere Aufgabe als Christen? Wir denken Sozialeinsätze im nächsten Juli an.

Glaube - auf der Zunge

Super finde ich, dass viele junge Christen wieder den Mut haben, mit dem Glauben auf die Strasse zu gehen. An einzelnen Orten gibt es Netzwerke: Man trifft sich und geht jede Woche gemeinsam in die Öffentlichkeit, kommt mit Menschen in Kontakt und erzählt ihnen von Jesus. Zudem nehme ich mehr Mut für Grossevangelisationen wahr. 2010 findet in der Stadthalle von Bülach die mehrtägige PraiseTour statt. Jugendliche, die vom PraiseCamp einen Redner kennen, laden eher Freunde ein. Solche Veranstaltungen helfen jungen Evangelisten, Erfahrungen zu sammeln.

Handy-Generation

Die Jugendlichen kommunizieren heute übers Handy. Wir nutzen die modernen Möglichkeiten, machen fürs PraiseCamp auch eine Facebook-Gruppe und geben die Infos. Andererseits erlauben sich Handy-Nutzer mehr, melden sich kurz vor einem abgemachten Termin ab oder verschieben ihr Kommen mit einem Anruf oder SMS. Verbindlichkeit untereinander und in der Beziehung zu Gott haben wir zu thematisieren, wo wir Einfluss nehmen können. Wir stellen Team-Regeln auf, an die man sich zu halten hat. Ich denke nicht, dass die Jugendlichen heute oberflächlicher sind. Sie sind sensibel - wir auch. Der Mensch ist Mensch geblieben.

Links zum Thema:
Webseite der Jugendallianz
Webseite von newleaders, mehr über die Sozialeinsätze

Datum: 28.12.2009
Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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