«Religiöse Eiferer» an der Uni?

Hamburg. Das Nachrichtenportal «Spiegel Online» zeichnet in einem Beitrag vom 4. Februar ein bedrohliches Bild von evangelikalen Hochschulgruppen. Der Beitrag berichtet über die Aktivitäten des Missionswerks „Campus für Christus“, der SMD (Studentenmission in Deutschland) und anderer christlicher Gruppen an deutschen Hochschulen. Laut dem Spiegel-Bericht würden die «religiösen Eiferer» auf dem Campus gegen Schwule und Abtreibung hetzen. Das Münchner «J-House-Café» (Jesus-Haus-Café) wird gar in die Nähe islamischer Fundamentalisten gerückt. «Handelt es sich bei Radikalen wie ,J-House-Café’ vielleicht, ähnlich wie bei muslimischen Gotteskriegern, die an die 72 Jungfrauen im Paradies glauben, um pure Schlichtheit im Geiste?», fragt der Autor.

Joachim Eichhorn, Reisesekretär der Hochschul-SMD in Bayern, verteidigt sein missionarische Engagement: «Genauso wie begeisterte Fussballfans davon erzählen, dass ihr Club der beste ist, genauso machen wir das auch.»

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea erklärt Hans Reil, einer der Leiter der Studentenarbeit von Campus für Christus, dass diese Berichterstattung ein falsches Bild zeichne. Ein Leser, der solche evangelistischen Angebote nicht kenne, könne die Informationen nicht einordnen. In der Gesamtheit sei der Artikel einseitig und vermittele ein negatives Bild von der Arbeit evangelikaler Hochschulorganisationen. Fakten würden mit Spekulationen und polemischen Äusserungen vermischt. Reil: «Während es früher an den Hochschulen oft eine Gleichgültigkeit gegenüber unseren Angeboten gab, ist in den letzten Jahren eine Hetze gegen Christen zu bemerken.»

Datum: 10.02.2009
Quelle: idea

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