Clooney und der verlorene Sohn

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322 Tage unterwegs, 350'000 Meilen geflogen – Bingham ist unterwegs daheim.
In «Up in the air» spielt George Clooney einen Rausschmeisser. Angeheuert von verschiedenen Firmen wird er beauftragt, Arbeiter, die nicht mehr benötigt werden, zu feuern. Keinen Vor-die-Türe-Setzer heuerte der Vater vom «verlorenen Sohn» an.

Ryan Bingham (George Clooney) arbeitet für eine Firma, deren Personal an Firmenleitungen vermittelt wird, die das Rauswerfen ihrer Arbeiter «bequem» ausgelagert haben - man weiss ja schliesslich nie, wie jemand reagiert, der vor die Türe gestellt wird. Bingham jettet kreuz und quer durch die USA, überbringt die Hiobsbotschaft und düst zum nächsten Rauswurf.

Es scheint, als behage Bingham dieser Job, immer auf Achse, im Hotel, in den üppigen Lounges der Flughäfen, frei und ungebunden. Unterwegs, wo sonst, lernt Clooney die Geschäftsfrau Alex Goran (Vera Farmiga) kennen, eine lose Beziehung, durch das Abstimmen der Termine sehen sich die beiden regelmässig.

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Mit der Geschäftsfrau Alex Goran trifft sich Bingham immer wieder.
Rauswerfer vor dem Rauswurf

322 Tage unterwegs, 350'000 Meilen geflogen, Reisen, so Bingham, gebe ihm das Gefühl zu Hause zu sein. Den Leuten die er feuert, begegnet er nicht zynisch, sondern bestimmt und wortgewandt. «Sollten sie mich nicht aufmuntern», fragt einer - Bingham antwortet: «Ich bin ihr Weckruf, das ist ihre Wiedergeburt!»

Bis es plötzlich heisst: «Sie bleiben jetzt hier.» Ende der Reise. Denn seine neue Mitarbeitern Natalie Keener (Anna Kendrick) hat eine Idee, die der Rausschmeisser-Firma passt - die eigene Firma effizienter machen. Natalie regt an, ein System aufzubauen, in welchem Kündigungen online ausgesprochen werden können. Nichts für Bingham, der «so viele Meilen abgreifen will» wie er kann ...

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Dank Natalies Idee könnten Kündigungen bald Online ausgesprochen werden.
Hungerleider

Einen Rausschmeisser hätte auch jener Mann in der Bibel gebrauchen können, der in einem Gleichnis beschrieben ist, welches Jesus erzählte. Ein reicher Gutsherr mit vielen Angestellten hatte zwei Söhne. Der eine war ein Lebemann, der andere ein aufmerksamer Arbeiter. Der Lebemann fand, er wolle weg, etwas von der Welt sehen und forderte einen Erbvorbezug und machte sich anschliessend auf und davon.

Doch schlechte Jahre zogen ins Land und irgendwann war der Reichtum verprasst. Schliesslich heuerte dieser Sohn irgendwo bei einem Bauern an, hütete Schweine und litt Hunger, doch im war verboten worden, aus dem Schweinetrog zu essen. Der junge Mann erinnerte sich, dass im Haus seines Vaters auch die Knechte reichlich zu essen hatten.

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Mit dem neuen System wären die Flüges und Hotels plötzlich gestrichen.
Weit geöffnete Arme

Schliesslich überlegte er, zurückzukehren und als Knecht bei seinem Vater anzuheuern. Und so ging er nach Hause. Hier hätte der Vater nun einen Ryan Bingham einsetzen können, um dem Ankömmling klar zu machen, dass man die Zukunft ohne ihn plane.

Doch der Vater reagierte ganz anders. Er schloss seinen Sohn in die Arme und richtete ein üppiges Fest aus. Jesus erzählte diese Geschichte, um auf das Wesen Gottes hinzuweisen. Er ist nicht einer, der rausschmeisst, sondern einer der einem behält. Er zieht einem aus Verstrickungen heraus und nimmt einem an. Und er beurteilt einem nicht nach weltlichen Massstäben, sondern sieht jeden Menschen als seine verlorene Tochter, als seinen verlorenen Sohn, für den er seine Arme weit öffnet.

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Datum: 06.02.2010
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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