„Der Glaube wird wichtiger“

Der Glaube wird in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen, sagt jeder dritte Leser in einer Umfrage der „Salzburger Nachrichten“. Gleichzeitig werde die Kirche immer unwichtiger.

Die Bedeutung des Glaubens für das tägliche Leben und die Suche danach werde in den nächsten Jahren an Stellenwert gewinnen. Laut den „Salzburger Nachrichten“ sind 35 Prozent der Leserinnen und -Leser davon überzeugt. Weitere 44 Prozent meinen, dass die Bedeutung des Glaubens gleich bleiben werde. Nur 18 Prozent sehen einen Rückgang.

Die katholische Kirche könne von dieser erwarteten Entwicklung allerdings nicht profitieren. Im Gegenteil. 59 Prozent sind überzeugt, dass die Kirche in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren werde. 33 Prozent glauben, dass die Bedeutung der Kirche für das tägliche Leben gleich bleiben werde. Nur vier Prozent sehen künftig einen Zugewinn für die Kirche.

Kirche verliert – Glaube gewinnt

"Der Bedarf nach einem Halt in einer schwieriger gewordenen Gesellschaft ist massiv zu spüren", sagt der „Salzburger Nachrichten“-Verlagsforscher Hans Paischer zu diesem Ergebnis. "Die Menschen sind aber skeptisch, dass die Kirche diesen Bedarf zu füllen vermag." Besonders dramatisch zeichne sich diese Entwicklung bei den unter 30-Jährigen ab. In dieser Altersgruppe erwarten 69 Prozent eine abnehmende Bedeutung der Kirche, obwohl 81 Prozent zumindest eine gleich starke oder gar steigende Bedeutung des Glaubens sehen.

Jesus von Nazareth sei für die meisten "eine bedeutende historische Persönlichkeit" und "jemand, der Trost und Hoffnung gibt" (62 Prozent). Für 55 Prozent ist Jesus "ein in allem vorbildlicher Mensch, ein Vorbild für uns Menschen". Für 18 Prozent der Befragten hat Jesus eine "sehr grosse" und für 19 Prozent eine "grosse Bedeutung".

48 Prozent sehen in Jesus "den Sohn Gottes und Erlöser der Welt". Diese kirchliche Definition ist in den ländlichen Regionen und bei den über 50-Jährigen stärker verankert als in der Stadt Salzburg oder bei den Jugendlichen.

Quelle: Salzburger Nachrichten

Datum: 03.04.2004

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