Jeder zweite Berliner Teenager beschäftigt sich mit Okkultismus

Berlin. Etwa 50 Prozent aller 14- und 15jährigen in Berlin beschäftigen sich mit dem Okkultismus. Das berichtet das Berliner Stadtmagazin “Zitty” unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin.

Unter jungen Mädchen seien besonders Hexenkulte weit verbreitet. Sie dienten als “Identifikationsmodell, um mit Problemen besser umzugehen”, so der Referent für Esoterik, Okkultismus und Spiritismus bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Matthias Pöhlmann (Berlin). Insbesondere die im Stuttgarter Ehapa-Verlag mit einer Auflage von 150.000 Exemplaren erscheinende Mädchenzeitschrift W.i.t.c.h. (Hexe) trage dazu bei, dass Bücher des neuheidnischen Wicca-Hexenkultes “jugendlich aufgepeppt unter’s Volk gebracht werden”. Viele Mitarbeiter der Zeitschrift bezeichnen sich Pöhlmann zufolge selbst als Magier. Auch zahlreiche Erwachsene seien zu Anhängern des Hexenkultes geworden. “Für das Aufkommen dieser neuen Hexen war die Ökologiebewegung sehr wichtig, in Verbindung mit emanzipatorischen Tendenzen, also der Protestbewegung gegen eine patriarchalische Gesellschaft”, so der EZW-Referent gegenüber Zitty. “Viele dieser neuen Heiden sind der Auffassung, dass die heutige Welt zerstört sei, und daran das Christentum schuld ist.”

Für die Kirche sei es wichtig, diese Tendenzen wahrzunehmen. “Was uns nachdenklich stimmen sollte, ist die Altersgruppe, die dort erreicht wird: Junge Menschen zwischen 20 und 40.”

Datum: 01.11.2002
Quelle: idea Deutschland

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