Mann aus Obergerlafingen gewinnt deutschen Fussball-Kulturpreis

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Das Weykick-Spiel scheint alt und insbesondere auch jung zu begeistern.
Ralph Kuhl, Jugendarbeiter in der reformierten Kirche, lässt die Konkurrenz hinter sich: Sein rasantes Tischfussball-Spiel «Wey Kick» gewinnt den Deutschen Fussball-Kulturpreis. Diesen nimmt er am 31. Oktober 2008 in Nürnberg entgegen.

Ralph Kuhl ist Jugendarbeiter in der Reformierten Kirche Solothurn. Daneben entwickelt er spannende Dinge wie etwa das Weykick-Spiel. Sein Verleger schickte dieses Spiel der deutschen Fussball-Akademie. Und prompt gewann es Spiel in seiner Kategorie.

Ralph Kuhl über seine Entwicklung: «Es ist ein Holzkickspiel. Die Spielfiguren werden mit einem Magneten unter der Spielfläche geführt. Das Spiel ist schnell und erfordert motorisches Geschick. Sinn und Zweck ist, mit der oder den eigenen SpielFiguren die Kugel ins gegnerische Tor zu kicken.»

Nase vor Jens Lehmann

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Ralph Kuhl erhält den deutschen Fussball-Kulturpreis 2008.
Zur Preisverleihung in der Nürnberger Tafelhalle ist auch der deutsche Nationaltorhüter Jens Lehmann nominiert. In der Kategorie Fussballspruch des Jahres; gesagt hat er: «Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.» Im Gegensatz zu Kuhl hat Lehmann den Preis noch nicht auf sicher, er konkurriert am 31. Oktober mit drei anderen in der Endausscheidung um den Spruch des Jahres.

Dennoch, Lehmann hatte deutlich weniger Arbeit als Ralph Kuhl. Aber das ärgere ihn nicht: «Nein, das stört mich überhaupt nicht. Ich finde es sensationell, überhaupt so einen Preis zu gewinnen. Deutscher Fussball-Kultur-Preis – das klingt recht toll.»

Die «eigene» Meisterschaft

Das Spiel gewann bereits auf der St.-Galler-Spielemesse den Publikumspreis und in Lörrach siegte Wey Kick in der gleichen Kategorie auf einer Spiele- und Suchtpräventionsmesse. In Deutschland wird mittlerweile gar eine Weykick-Meisterschaft gespielt. Ralph Kuhl: «Das Spiel verselbständigt sich und es ist schön, dass es eine solche Begeisterung findet. Schön wäre, wenn es auch eine EM geben würde.»

Vom Servierwagen zum Top-Spiel

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Der Ur-Typ des Spiels, hier noch ohne Spielfiguren sondern mit Magnetscheiben.
«Die Idee kam mir Anfangs der 1990er Jahre. Damals installierte ich Schultafeln. Dazu verwendete man starke Magnete, die durch eine Sperrholzplatte hindurch geführt werden konnten.»

Zuhause hatte er einen Servierwagen und einen kleinen Sohn. Da kam er auf die Idee, diesen Wagen zu einem solchen Spiel umzubauen. «Im Jahr 2000 ging das dann so richtig los. Ich präsentierte ein solches Spiel auf einer Spielmesse in St. Gallen auf einem Autorenstand. Das Spiel weckte so viel Interesse, dass ich mir einen Verleger suchen musste. Ich hätte der Nachfrage nicht alleine gerecht werden können.»

Im Bastelkeller in Obergerlafingen (SO) entwickelt er immer wieder neue Elemente zum Tischfussballspiel. Zudem existiert eine Tennis- und Eishockeyversion.

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Hier der Grossplatz des Spiels. Ob diese Mädchen bereits die Clubfarben tragen?
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Wey-Kick auf einer Spielmesse. In der Mitte ist die Eishockey-Version des Spiels.

Webseiten:
www.weykick.de
Wey-Kick-Meisterschaft

Datum: 23.10.2008
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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