Candace Cameron Bure

Gott ist mein bester Freund

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«Früher dachte ich, es reicht einfach, gut zu sein»: Candace Cameron Bure.
Man kennt sie aus der Fernsehserie «Full House» in der Rolle der Donna Jo Margaret, der ältesten Tochter des Tanner-Clans. Was man aus dem Fernsehen nicht von Candace Cameron Bure weiss, ist, dass sie gläubige Christin ist.

Inzwischen ist Bure verheiratet mit dem Eishockey-Profi Valeri Bure, ist Mutter von drei Kindern und spielt in der christlichen Serie «The Wager».

Wie reagieren Arbeitskollegen auf Ihren Glauben?
Sicherlich halten mich manche Leute für etwas seltsam, weil ich das glaube, was ich eben glaube, weil ich zu meinen Werten stehe und manches nicht mitmache. Aber Jesus hat schon damals gesagt, dass es nicht leicht ist, sein Nachfolger zu sein. Aber er steht uns bei allem bei. Ich glaube aus ganzem Herzen, dass die Bibel wahr ist. Deswegen ist es mir nicht so wichtig, was andere über mich sagen.

Mein Mann und ich reden gern über unseren christlichen Glauben, aber wir verurteilen niemanden, der etwas anderes glaubt. Es geht uns darum, eine Erfahrung zu teilen und Menschen zu zeigen, dass jeder Jesus bitter nötig hat! Natürlich fällt es anderen auf, dass wir oft darüber reden, aber wir lieben Jesus einfach und wollen unsere Erfahrungen teilen.

Wie schwer ist es, als Christ in Hollywood zu leben?
Es ist sehr schwer, auch wenn es einfach ist, nein zu verschiedenen Dingen zu sagen. Ich habe immer die Wahl und ich kann immer nein sagen. Als Christ habe ich auch immer die gute Ausrede, dass manche Dinge nicht mit meinem Glauben zusammenpassen. Leider gibt es nicht so viele Filme, die familientauglich sind, moralische Inhalte haben oder sogar auf dem Glauben basieren und dann noch gut gemacht sind.

Beeinflusst Ihr Glaube auch die Auswahl Ihrer Rollen?
Auf jeden Fall. Ich möchte nur familienfreundliche Filme oder Serien drehen. Sie müssen keine christlichen Inhalte haben, aber ich möchte nur Dinge spielen, bei denen ich beruhigt sagen kann: Das können auch meine Kinder und mein Ehemann ansehen. Sie stehen an erster Stelle und nicht mein Job. Aber es gibt auch viele gute Drehbücher, und ich bedränge die Produzenten und Regisseure, unbedingt weiter solche Filme zu machen, weil ich weiss, dass sich viele Leute nach sauberen Filmen sehnen.

So viele junge Hollywood-Stars haben Probleme mit dem Gesetz oder mit Drogen. Warum lief bei Ihnen immer alles glatt?
Verführung gehört generell zu Hollywood. Man hat alles direkt vor seiner Nase, und wer kein wirkliches unterstützendes Netzwerk um sich hat, hat verloren. Man braucht dringend Menschen, die sich wirklich um dein Bestes kümmern und dir auch sagen können: „Tu das nicht. Das ist keine gute Wahl. Das ist nicht in Ordnung.“

Ich hatte Glück, meine Eltern waren immer für mich da und die Familie hatte einen echten, hohen Stellenwert. Es ging nie um das grosse Business und Hollywood. Sie waren sehr vorsichtig mit uns und auch sehr streng, haben uns nicht erlaubt, auf Partys zu gehen und bei allem mitzumachen. Mein Bruder und ich haben ja schon als Kinder gedreht. Und meine Eltern haben uns eingebläut: „Das ist dein Job, hab Spass dabei, aber bei den anderen Aktivitäten machen wir nicht mit.“ Viele Eltern sind in ihrer Erziehung zu locker und ich denke, gerade in Hollywood gibt das den Kindern nicht genug Richtlinien für ihr Leben. Es gibt sehr viele Verlockungen da draussen.

Haben Sie noch Kontakt zu den anderen «Full House»-Darstellern?
Ja, mit vielen von ihnen. Ich treffe oft Bob Saget und Dave Coulier. Alle anderen versuche ich wenigstens ein paar mal im Jahr zu treffen und zusammen Abend zu essen. Ich bete auch für sie, einige haben harte Zeiten durchgemacht. Und ich hatte auch die Möglichkeit, mit manchen von ihnen über meinen Glauben zu reden.

Was ist Ihr Lieblingsgebet?
Ich bete einfach aus ganzem Herzen, so wie mich Gott führt. Also gibt es kein spezielles Gebet. Gott ist mein bester Freund, und es geht um eine tägliche Beziehung und Freundschaft mit ihm. Ich rede einfach jeden Tag mit ihm und höre, ob er mich in eine spezielle Richtung führt. Und ich lese in der Bibel, seinem Wort. Das sind jeden Tag brandneue Gedanken, die sich daraus ergeben und neue Gebete. Am meisten bete ich aber, dass ich seinen Willen erkennen und tun kann. Und dass ich der beste Repräsentant für ihn bin, der ich sein kann.

Wie haben Sie sich durch den Glauben verändert?
Früher dachte ich, es reicht einfach, gut zu sein. Die Bibel sagt aber ganz klar, dass wir nur durch Gottes Gnade und durch Jesus Christus ewiges Leben bekommen. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und niemand kommt zum Vater, ausser durch ihn. Es gibt nur einen Weg: Jesus. Wer ihn kennt, wird automatisch das Bedürfnis bekommen, gut zu sein und gute Dinge zu tun. Aber sich etwas durch gut sein erarbeiten, das brauchen wir nicht! Das ist sehr befreiend!

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Quelle: Believenet


Autor: Miriam Hinrichs

Glaubensfragen & Lebenshilfe

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