Natalie Bruce

«Es zahlt sich täglich aus!»

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Natalie Bruce, Sängerin von Luminous. (Fotos: Irene Gerber).
Natalie und David Bruce und ihre Band «Luminous» kommen von der Sonneninsel Hawaii. Neben guter Musik bieten sie auch ein Rezept, wie eine andere Sonne auch in trübe Regionen und Herzen strahlen kann.

Natalie und David Bruce starteten die Band «Luminous» im Jahr 2003 auf Hawaii (USA). Die Band ist Teil der Arbeit von Jugend mit einer Mission (JMEM). Livenet.ch traf die beiden Amerikaner und sprach mit ihnen über Gott, die Welt und Hawaii.

Leben auf Hawaii viele Christen?
David: Die Gemeinde wächst, aber es gibt eher weniger Christen als anderswo. Viele würden wohl von sich sagen, sie seien Christen und glaubten an Gott. Aber sie wissen eigentlich nicht, wer Jesus wirklich ist. Auf Hawaii kommen Glaubensströmungen dazu, die typisch für Inseln sind.

Ist es schwierig, auf Hawaii Christ zu sein?
Natalie: Verglichen mit anderen Orten, ist es hier sicher einfacher. Man kann glauben, was man will, und man kann den Leuten auch vom eigenen Glauben erzählen.

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David Bruce. Würden Sie sich trauen, diesem Mann die Gitarre wegzunehmen?
Eine Frage, die wir nun ein für allemal klären können: Leben auf Hawaii nur Menschen mit Blumen im Haar und Hula-Hup-Reifen um die Hüften?
David: Nein, das ist nicht so. Wir sind etwa 1,4 Millionen grossenteils ganz normale Leute hier. Von aussen schaut man Hawaii aber vor allem als Ferieninsel an.
Natalie: Die Einheimischen versuchen ihre Kultur zu erhalten. Sie lehren die nächste Generation den Hula-Tanz und das Kanufahren.

Ihr spielt Alternativ-Rock. Fällt dieser Musikstil in eurer Heimat aus dem Rahmen?
Natalie: Nein. Viele Menschen sind ja auf Hawaii eingewandert und haben vieles aus anderen US-Staaten mit auf die Insel gebracht.
David: Wir sind oft international unterwegs und auf Hawaii selbst weniger präsent.

Ist das Leben auf Hawaii traumhaft?
Natalie: Wir haben hier auch die ganz normalen Probleme. Manchmal vergessen wir, dass wir an einem so schönen Ort leben. Plötzlich kommt uns in den Sinn, dass wir schon zwei bis drei Wochen nicht mehr am Strand waren.
David: Wir sind oft sehr beschäftigt und arbeiten 50 bis 60 Stunden die Woche.

Wenn man die Landkarte genau anschaut, dann sind China, Russland aber auch Nordkorea ganz in eurer Nähe. Macht euch das Angst?
Natalie: Das hab ich noch gar nie bedacht. Viele Menschen auf dieser Insel empfinden sich auch kaum US-Amerikaner, weil hier alles so anders ist. Aber man gehört natürlich dazu.
David: Natürlich war da im Zweiten Weltkrieg der Angriff auf Pearl Harbour, aber ich habe da auch nie daran gedacht. Aber jetzt denke ich darüber nach ...

Im Folgenden beantworten Natalie und David Bruce den Fragebogen dieser Website:

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Sie könne sich ein Leben ohne Jesus nicht vorstellen, sagt Natalie Bruce.
Eine Schwäche, die Sie durch den Glauben besser in den Griff bekommen haben ...
Natalie: Als Jugendliche war ich depressiv und sah keine Hoffnung. Gott befreite mich davon. Wenn nun wieder solche Gedanken heraufziehen, gibt er mir die Kraft, ihn um Hilfe zu bitten, und macht mich wieder frei davon. Das ist wunderbar. Er zeigt mir, wie ich das durchs Gebet überwinden kann. Sein Name gibt mir die Autorität, diese Probleme zu besiegen, und ich kann mit Freude in den Tag. Es ist grossartig, das zu erleben.

Eine Stärke, die Sie durch den Glauben gewonnen haben ...
Natalie: In einer Band zu sein. Gott zeigte uns, dass wir sie starten sollen, um unsere Generation zu erreichen. Ich hatte aber Angst vor Menschen und was sie denken würden, gewaltige Angst. Ich fürchtete die Bühne und brauchte Gottes Kraft. Um die Leute zu erreichen, musste ich über meinen Schatten springen. Ich musste damit aufhören zu überlegen, was die anderen wohl denken würden. Stattdessen nahm ich für meine Auftritte seine Kraft in Anspruch.

Was begeistert Sie am meisten an Gott?
Natalie: Er hat viele Seiten, doch seine Liebe ist vielleicht die wunderbarste. Zu wissen, dass seine Liebe bedingungslos immer da ist, dass er mir nie zürnt, sondern mich liebt, komplett und total, und dass er das Beste für mich will - das werde ich wohl nie ganz verstehen. Aber ich schätze es ausserordentlich. Er kennt mich von Anfang an, er schuf mich und er glaubt an mich. Das ist einfach unvorstellbar.

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David vor einer künstlichen Sonne. Auf Hawaii sind die nicht so nötig.
David: Ich sehe das gleich: seine Gnade. Manchmal kann ich nicht verstehen, dass er uns als Heilige anschaut, als Erlöste. Auch wenn man schon oft gefallen ist und dann zu ihm zurückkehrt, dann vergibt er einem eins ums andere Mal. Das ist seine Agape-Liebe.

Welche Eigenschaft von Gott verstehen Sie nicht?
David: Manchmal passieren Dinge, die ich nicht verstehe; Leiden, Krankheit. Ich versuche offen mit Gott zu sein, und hab gelernt, dass ich eigentlich nicht in der Position bin, um solche Fragen zu stellen. Aber ich bin sicher, dass er damit umgehen kann. Ich erlebe, dass Gott uns segnet.

Klagen Sie Gott manchmal an?
David: Ich denke nicht, dass ich das Recht dazu habe.

Natalie: Nein.

Welche Frage möchten Sie Gott unbedingt stellen?
Natalie: Warum er manchmal ein Gebet beantwortet und manchmal nicht. Aber er ist so viel grösser, dass ich es nicht verstehe. Oder ich frage mich, warum in einem Land ein grosses Unglück geschieht und er den Menschen nicht hilft, auch wenn wir dafür beten. Aber seine Wege sind nicht unsere Wege. Er sieht das ganze Bild.

David: Viele Menschen sind Christen, viele andere aber nicht. Warum? Ich möchte, dass die Menschen einfacher auf Gott einsteigen.

Natalie: Ja, warum tritt er nicht einfach auf und zeit sich ganz real? Das wäre ein Leichtes für ihn. Aber er entschied sich, uns dazu zu gebrauchen.

Ein Tipp, wie man Gebet und Bibellesen interessant gestalten kann ...

Natalie: Meine Mutter sagte: «Wenn du dich in eine solche Geschichte einbeziehst, zum Beispiel wenn Jesus die Bergpredigt hält, und es ist, als würde Jesus zu dir reden, dann geht es tiefer. Man entdeckt die Geschichte und sieht, dass es für einen selbst geschehen ist.» Bei den Geschichten fühle ich mich manchmal so hinein. Das hilft mir sehr.

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Bühnenimpression.
Wie sind Sie Christ geworden?
David: Ich wuchs christlich auf. Meine Eltern arbeiteten für ein christliches Werk. Ich wandte mich aber nicht zu Jesus. Ich erlebte, wie Gebete erhört wurden, aber einen Fuss hatte ich dennoch «in der Welt» und machte alles, was Teenager so machen, zum Beispiel trinken.

Mit 17 schickte mich meine Mutter auf einen Missionstrip. Ich wollte nicht, musste aber. Dort hat Gott meinen Horizont erweitert und mir eine Leidenschaft für die Menschen gegeben. Zum ersten Mal richtete sich mein Augenmerk nicht auf mich selbst, sondern ich erkannte, dass Jesus die Menschen liebt. Mit 24 Jahren sah ich den Sinn des Lebens nicht mehr, da erinnerte ich mich an den Missionstripp. Ich entschied mich für Gott. Er war immer dagewesen.

Natalie: Ich wuchs ebenfalls in einer christlichen Familie auf, verstand aber Gottes Liebe nicht. Erst mit 17, als ich eine Frau traf, die Krebs hatte. Sie sagte mir, dass sie Hoffnung hat. Und das, während ich nicht wusste, was ich mit meinem Leben anfangen soll, wo ich halb depressiv war und keine Hoffnung hatte. Diese Frau dagegen hatte eine Hoffnung. Im Angesicht des Todes hatte sie keine Angst.

Ich konnte das nicht verstehen. Ich war am Beginn des Lebens, sie war am Ende. Da sah ich, dass wir nicht das Gleiche haben, und ich wollte das auch, was sie hat. Sie sagte, sie wisse, dass ich von Jesus gehört habe. Sie erklärte mir, dass er ganz real ist und dass er tatsächlich gestorben und wieder auferstanden sei. Das war gewaltig für mich.

Ich musste mich entscheiden. Ich entschied mich für Jesus, und wir beteten zusammen. In dieser Nacht sagte mir Gott, dass er mich liebt. Das veränderte mein Leben. Ich wurde ein anderer Mensch. Er arbeitete viel an mir.

Warum sind Sie Christ?
Natalie: Ich könnte nicht ohne meinen Jesus leben. Ohne seine Freundschaft. Ich brauche ihn täglich. Er steht mir in allem bei.

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Natalie Bruce ermutigt zu einem Leben mit Jesus: «Es ist wunderbar, jeden Tag auf diese Freundschaft zählen zu können. Und eine Freundschaft, die nicht nur auf dieser Erde, sondern für die Ewigkeit Bestand hat.»
Beschreiben Sie ein spezielles Erlebnis, das Sie mit Gott gemacht haben.
David: Als ich 17 war, erklärte mir meine Mutter, wie sie auf Hochschulen beten. Sie fragten jeweils, ob da jemand sei, bei dem ein Bein länger als das andere ist. Sie beteten für diese Personen und die wurden geheilt. Ich selbst hatte Rückenschmerzen. Wir massen meine Beine und es stellte sich heraus, dass ein Bein um einen Zentimeter länger war als das andere; von daher diese Schmerzen.

Meine Mutter betete, dass Gott mein Bein heilt, wie er es schon in so vielen Fällen vorher getan hatte. Mein kürzeres Bein fühlte sich 1000 Grad heiss an und ich sah mein Bein vor meinen Augen wachsen. Da sagte ich mir: Jetzt weiss nun, dass Jesus Christus real ist; niemand kann mir das mehr nehmen. Wenn dir so was passiert, bist du sprachlos.

Warum, denken Sie, zahlt sich ein Leben mit Jesus aus?
Natalie: Es ist wunderbar, jeden Tag auf diese Freundschaft zählen zu können. Und eine Freundschaft, die nicht nur auf dieser Erde, sondern für die Ewigkeit Bestand hat. Es ist herrlich, zu sehen, was Gott für die Welt und für mein Leben auf dem Herzen hat. Es zahlt sich nicht nur wegen der Ewigkeit aus, sondern fürs tägliche Leben.

David: Er segnet uns sehr, durch die Band und unseren Dienst. Ich erlebe das als ein grosses Vorrecht.

Steckbrief

Zivilstand: Verheiratet.
Gemeinde: Calvary Community.
Arbeit in Gemeinde: Arbeit bei «Jugend mit einer Mission» (JMEM).
Hobbys: Natalie: joggen, malen, schreiben. David: Surfen, Volleyball, Basketball.
Beruf: Arbeit bei JMEM. Seit rund fünf Jahren mit der Band unterwegs, in verschiedenen Ländern und Gemeinden. Natalie ist Sängerin, David Gitarrist.
Wohnort: Kona auf Hawaii (USA).
Herkunft: USA.
Lieblingsbibelstelle: Natalie: «Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat.» (Galater 2,20)
David: «Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt.» (Philipper 4,13)
Lieblingsmusikgruppen: Natalie: Coldplay und U2. David: U2.

CDs:

2008: Beautiful Revolution
2005: Exposing the Dark

Weiterführende Links:
Webseite von Luminous: www.luminousrock.com
Luminous bei MySpace: www.myspace.com/luminousrock

Datum: 15.03.2008
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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