Müll, Message, Rock’n’Roll

Sie rockten wieder: 15 Bands und Sänger aus ganz Europa und den USA. Vom 22.-24. Juli spielten sie am «Rock on the rock»-Festival in San Michele (Italien). Organisatoren und Helfer aus der Schweiz prägen es mit.

Am ersten Abend rockten «Burden of a day» aus den USA auf der Hauptbühne. Sie erzählten von ihrem Glauben. Am Tag darauf lebten lebten sie diesen Glauben au. Sie schleppten Müllsäcke und halfen in der Küche. «Sie gehören zu einem Einsatzteam von „Jugend mit einer Mission“», sagt der Schweizer Mitorganisator des Festivals, Gaetano Florio. «Das Programm auf der Bühne ist einfach ein Teil ihres Einsatzes.»

Hilfe für die Küche bot auch die französische Band «Day by Day» an. Sie sagten zu Florio: «Wir haben hier schon zweimal als Band gespielt. Wir würden verstehen, wenn wir nicht schon wieder für einen Auftritt eingeladen würden. Dann kämen wir halt als Helfer.» Florio fand dieses Angebot «stark». Bands, Organisatoren und Helfer bildeten eine seltene Einheit bei gemeinsamem Essen und Gebetszeit. «Das spiegelt unseren Schriftzug wider „It’s not only rock’n roll“. Jesus ist unser Fundament.»

Antidemon – Er ist in den Schwachen mächtig

«Wir fühlten uns schwach», sagte Antonio Carlos Batista do Nascimento am Tag nach dem Auftritt seiner Band «Antidemon». «Der Feind greift uns auf geistlicher Ebene an.» Doch die brasilianische Band hat in Italien Spuren hinterlassen. «Nach dem Auftritt ist der Sänger einer Metallgruppe zu mir gekommen. Er sagte, wenn er mit seiner Band singt, fühle er sich schlecht. Aber er möchte mit der gleichen Fröhlichkeit auf der Bühne stehen können wie ich. Er will sich zusammen jetzt mit einem anderen Metallsänger – dem es gleich geht – zu Jesus wenden.»

Gleam Joel – Schweizer Hip Hopper für Venedig verpflichtet

Begeisterung auch beim Kenia-Schweizer Gleam Joel. Der Hip Hopper wurde nach seinem Auftritt von einer Frau angesprochen. Gleam Joel: «Sie verpflichtete mich für einen Auftritt in Venedig im kommenden September.»
Das Festival bot eine Bandbreite von Rock über Italorock bis hin zum Hip Hop.
Insgesamt spielten 13 Acts aus 10 verschiedenen Ländern. Hinter dem Festival stehen neben Florio der Basler David Anania und der Amerikaner Denny Hurst. Anania und Hurst sind seit mehreren Jahren als Missionare in Salo am Gardasee tätig.

Wohl auch im nächsten Jahr

Das Festival soll auch im nächsten Jahr durchgeführt werden und wird damit zur Tradition. Obschon das Festival mit einem Minus abschloss und weniger Leute als erwartet kamen.

«Das Festival fand heuer zum dritten Mal statt, und wieder an einem anderen Standort», begründet David Anania. An den früheren Plätzen beschwerten sich Anwohner über den Lärm. «Obschon uns die jeweiligen Behörden wollten!» Willkommen sei das «Rock on the rock» nun in San Michele, hoch über dem Gardasee – und mit herrlicher Aussicht auf diesen. Hier habe es keine Reklamationen gegeben, und die anwesende Vize-Bürgermeisterin meinte zu Florio: «Das ist genau das, was wir hier für unsere Jungen wollen.»

In San Michele werden diverse Veranstaltungen durchgeführt. Florio: «Sie wollten, dass der Erlebnispark „Gardaland“ hier errichtet wird. Doch dann erhielt eine andere Gemeinde den Zuschlag. Darum wird hier nun anderweitig für Aktivität gesorgt.» Zum Beispiel mit dem «Rock on the Rock».

Webseite: www.rockontherock.com

Datum: 09.08.2005
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige