Wirbusturm: Worship auf «Bärndütsch»

Unfreiwillig polarisiert die wachsende Freikirche ICF (International Christian Fellowship). Neben kleineren und grösseren Schlagzeilen in den Medien liefert die pulsierende Gemeinschaft auch Stoff für die Laser der CD-Player. Das Berner ICF hat das Album ‚Wirbusturm’ (Wirbelsturm) herausgebracht. Wir sprachen mit Produzent Chris Hess.

Livenet: Chris Hess, der ICF Bern gibt das Album «Wirbusturm» heraus. Nützen Sie einfach die jüngste Popularität und Medienpräsenz?
Chris Hess:
Die CD ist bereits seit mehr als einem Jahr geplant. Sie hat auch nicht mit einer bestimmten Kirche zu tun. Sie ist ein Produkt, welches viele Leute anspricht und es spielt keine Rolle, in welcher Kirche es entsteht. Die Hauptsache ist doch die Aussage.

Sie sagen, das Kirchengesangbuch sei bereits etwas in die Jahre gekommen und es möge ein paar neue Lieder ertragen...
... seit fünf Jahren habe ich das Anliegen auf dem Herzen. Ich will schweizerdeutsche Lieder mit christlichem Inhalt produzieren. Es kristallisierte sich immer mehr heraus und begann Formen anzunehmen. Das ICF Bern stellte mich an. So konnte ich nun diese CD realisieren. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Autoren Lieder in unserer Muttersprache schreiben, weil wir diese am besten verstehen.

Es gibt ja in den Plattenläden bereits die eine oder andere CD, täglich produziert die Plattenindustrie tonnenweise neue. Braucht es da auch noch eure CD obendrauf?
Warum braucht es irgendeine CD, könnte man fragen. Der Markt sowohl bei den Büchern als auch bei den CDs ist ohnehin übersättigt. Trotzdem ist es wichtig, dass man das, was man auf dem Herzen hat, herausgibt. Sei es als Buch oder als CD. Und gerade in der Worship-Musik, bei der man Gott danke sagt, finde ich, kann es nicht genügend Songs geben.

Da hast du wohl recht und es fragt sich nun: Was soll oder kann die Scheibe auslösen?
Der Leitgedanke bei der Produktion war, dass sie frisch, kraftvoll und mit Herz sein soll. Und zwar so mit Herz, dass Menschen, die diese CD hören, berührt werden. Das löst einen Wirbelsturm aus. Es soll den Leuten einen Anstoss geben, Emotionen auslösen. Seien dies positive oder aber auch negative Reaktionen. Ich glaube, dass die Leute heute durch Musik berührt werden wollen.

Mehr Infos unter: www.icf-bern.ch
CD-Bestellung: www.shop.livenet.ch/index.html?k=12&submit=Schnellsuche&l=suchergebnis&su%5Bsb%5D=wirbusturm

«Nie la gah»: Schweizerdeutsch für Fortgeschrittene

I ha gseh wo du prieget hesch (prieget = geweint)
Ha Träne abgwüscht vo dim Gsicht
I ha di treit wo du ufgäh hesch
Ig kenne dini ganzi Gschicht

Mit Händ so sanft wi Flügu (Flügu = Flügel)
Bedeck’ ig dis Härz
Für di hani aus gäh (aus = alles)
I kenne di Fröid
I kenne di Schmärz

Wohi du ou geisch
Was immer du tuesch
Wett nümm witer weisch
I la di nie la stah
Wi der Wind o wäit
Wohi das z’Läbe di treit
Wie töif du o gheisch (gheisch = fällst)
I la di nie la gah

I ha gseh wie du gfloge bisch
Hesch jede Schatte hinger dir glah
I liebes wenn du glücklich bisch
Und d’Angscht im Räge lasch la stah

Mit Händ so sanft wi Flügu
Beschütz’ig dis Härz
Für di hani aus gäh
I kenne di Fröid
I kenne di Schmärz

Datum: 26.08.2004
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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